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ADAC Procar Rookies rasant auf dem Sachsenring unterwegs

ADAC Procar startet in die 3. Runde auf dem Sachsenring

16.06.2012 (Speed-Magazin) Mit viel Mut und noch mehr Engagement gingen die ADAC PROCAR Rookies in die dritte Veranstaltung der Saison 2012. Der Sachsenring, eine Mutstrecke, die einen Balanceakt auf dem schmalen Grad zwischen vollem Speed und Leichtsinn erfordert, ist keine leichte Strecke. Für einige der Nachwuchsfahrer war es das erste Mal, dass sie die als „kleine Nordschleife“ bekannt gewordene Strecke unter die Räder nahmen. Am Ende des Rennwochenendes freuten sich alle über die wertvollen Erfahrungen und einige über noch wertvollere Meisterschaftspunkte. 

ADAC Procar: Mit viel Mut und noch mehr Engagement
ADAC Procar: Mit viel Mut und noch mehr Engagement
© ADAC Procar | Zoom
Je mehr Runden die ADAC PROCAR Rookies auf dem Sachsenring gedreht hatten, desto öfter schauten sie bangend in Richtung Himmel. In den letzten vier Jahren waren allerspätestens zum zweiten Rennen der Tourenwagenserie die Regenwolken aufgezogen und hatten das Klassement noch einmal ordentlich durcheinander gewürfelt. Doch dieses Jahr zeigte sich das PROCAR-Wetter von seiner freundlichen Seite, was die Rookies offensichtlich beflügelte. In der Division 1 kämpfte „Paul Green“ sich im zweiten Rennen sogar bis auf Platz zwei nach vorne und zeigte sich gelehrig bei seiner erst dritten Motorsportveranstaltung überhaupt: „Ich nehme Tipps und Anregungen immer auf und ich freue mich, dass ich immer näher an die Zeiten von Jens Weimann herankommen. In den ersten Runden kann ich richtig schön kämpfen, aber dafür muss ich den BMW 320si E90 richtig prügeln und irgendwann machen die Reifen nicht mehr mit“; erklärt der Engstler-Pilot, der als einziger Rookie in diesem Jahr in der Division 1 fährt und derzeit Platz 5 in der Rookie-Wertung belegt.

Der Pechvogel des Wochenendes war wohl Wilson Borgnino
Der Pechvogel des Wochenendes war wohl Wilson Borgnino
© ADAC Procar | Zoom
In der Division 2 ist das Angebot an Nachwuchsfahrern deutlich größer. Angeführt wurde das Rookie-Feld von Nils Mierschke, der wie so oft ein heißer Anwärter auf einen Sieg war. Mit der Pole Position war die Ausgangslage gut, aber in den Rennen sollte es nicht klappen: „Im ersten Rennen kam ich in der ersten Kurve von der Strecke ab und rollte danach als Letzter das Feld von hinten auf. Immerhin schaffte ich es noch auf Platz 4. Im zweiten Rennen kam ich nicht an Guido Thierfelder vorbei – Platz zwei hieß es da für mich“, fasst Mierschke zusammen: „Es ist schade – auch im Hinblick auf die Gesamtwertung und mit den gefahrenen Zeiten wären auch zwei Siege drin gewesen.“ Dafür verteidigte er erfolgreich die Tabellenspitze des Rookie Cups gegen Lennart Marioneck, der ein durchwachsenes Wochenende hinter sich hat. „So richtig wissen wir nicht, was schief lief. In den Rennen kämpfte ich mit heftigem Untersteuern und konnte nicht die Leistung auf der Strecke bringen, die ich mir erhofft hatte“, so der Engstler-Pilot, dem inzwischen im Rookie Cup der Weißrusse Yury Krauchuk dicht auf den Fersen ist. Krauchuk überzeugte am Sachsenring mit seinen konstant schnellen Zeiten, die ihm im ersten Rennen Platz 3 und im zweiten Rennen den vierten Platz einbrachten.

Julia Trampert startete in beide Rennen einwandfrei
Julia Trampert startete in beide Rennen einwandfrei
© ADAC Procar | Zoom
Weniger rund lief es bei der einzigen Dame im Fahrerfeld. Julia Trampert startete zwar in beide Rennen einwandfrei und konnte im zweiten Rennen auf der Startgeraden sogar Plätze gut machen, aber über die Renndistanz fehlte ihr der richtige Grip: „Vor allem beim Herausbeschleunigen aus den Kurven und erst recht aus dem Omega machte sich das bemerkbar. Ich habe dann einfach versucht, an meinem Vordermann dran zu bleiben und mich davon nicht irritieren lassen“ so die junge Saarländerin. Immerhin verlor sie so keine Platzierung und verteidigte ihren vierten Platz in der Rookie- und den sechsten Platz in der Fahrerwertung.

Der Pechvogel des Wochenendes war wohl Wilson Borgnino. Der Argentinier, der in dieser Saison einen Chevrolet AVEO von maurer motorsport pilotiert, überraschte zunächst im ersten Rennen, in dem er den Führenden Guido Thierfelder kaum Luft zum Atmen ließ. Leider streikte nach einigen Runden die Technik, Borgnino wurde langsamer und fiel zurück. „Natürlich bin ich etwas enttäuscht, das hätte ein tolles Rennen werden können. Aber umso mehr freue ich mich auf das kommende Rennen und werde dann den sechsten Platz im Rookie Cup anpeilen“, resümmiert der Wahl-Italiener.


ADAC / D. Dukes


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