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ADAC Procar: Lausitzring brachte spannende Rennen und den Meister der Division 1

Am Eurospeedway freuten sich zwei Fahrer über Doppelsiege

29.08.2012 (Speed Magazin) Erneut freuten sich in der ADAC PROCAR am Eurospeedway zwei Fahrer über Doppelsiege – und doch war es dieses Mal anders: Jens Weimann, der Doppelsieger in der Division 1 sicherte sich gleichzeitig den Meistertitel in der Klasse der Super2000-Boliden. In der Division 2 hiess der Doppelsieger dieses Mal Lennart Marioneck.

In den zwei 20-minütigen Rennen der ADAC PROCAR waren die Tourenwagenpiloten an diesem Wochenende durchaus für eine Überraschung gut. Im ersten Rennen drehte sich Jens Weimann auf feuchter Strecke in Führung liegend und musste Paul Green ziehen lassen. Dieser bemühte sich nach Kräften, Weimann danach hinter sich zu halten, doch der erfahrene

Die Tourenwagenpiloten waren durchaus für eine Überraschung gut
Die Tourenwagenpiloten waren durchaus für eine Überraschung gut
© ADAC | Zoom
BMW-Pilot von Thate Motorsport hängte sich sofort wieder hinter Greens BMW. „Die Bedingungen waren alles andere als ideal und mir fehlt in diesen Momenten noch die Routine. Aber in jedem Fall war es ein tolles Gefühl, das gesamte Feld anzuführen“, meinte Green lachend.

Nachdem Weimann den Engstler-Nachwuchsfahrer wieder überholt hatte, liess er nichts mehr anbrennen und fuhr seinem elften Saisonsieg entgegen. Im zweiten Rennen liess Weimann Green wenig Chancen und nahm neben den Gratulationen zu seinem Start-Ziel-Sieg auch die Glückwünsche zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft entgegen. „Wir freuen uns sehr über die makellose Bilanz und natürlich über den Titel. In den letzten zwei Rennen verstärkt Johannes Leidinger, der Meister des Jahres 2011, unser Team und wir sind sehr gespannt auf den Ausgang der verbleibenden vier Rennen.“
Neueinsteiger Markus Huggler, der nach dem Qualifying noch eine Schrecksekunde erlebte und das Getriebe wechseln musste, wurde in beiden Rennen Dritter und freut sich jetzt bereits auf die kommenden Rennen der ADAC PROCAR.

In der Klasse der 1600er sorgten besonders zwei Piloten für Aufsehen. Einerseits erkämpfte sich Lennart Marioneck seinen ersten Doppelsieg, andererseits überzeugte der österreichische Rookie David Griessner durch zwei dritte Plätze. Marioneck profitierte im ersten Rennen vom Ausfall von Nils Mierschke, der seinen Ford Fiesta ST wegen einer gebrochenen Antriebswelle gar nicht in die Einführungsrunde bewegen konnte. „Für Nils ist es sehr schade, vor allem weil er mit um die Meisterschaft kämpft. So hatte ich aber die Möglichkeit, die Division 2 anzuführen und tolle Zweikämpfe mit Ralf Glatzel. Doch am besten an einem Sieg ist der Motivationsschub für das zweite Rennen, dem ich jetzt entgegen fiebere“, fasste Marioneck zusammen, der das erste Rennen vor Glatzel und Griessner gewann.

Im zweiten Rennen ging Marioneck von der Pole Position ins Rennen, doch seine Führung währte nicht lange. Ralf Glatzel schob sich an ihm vorbei und fuhr sogar einen kleinen Vorsprung heraus. Ab der zweiten Runde fiel Glatzel dann jedoch nicht nur hinter Marioneck, sondern noch viel weiter zurück. „Wir haben festgestellt, dass wir Luft aus den Reifen verlieren. Das Auto wird dann irgendwann unfahrbar, so dass ich die Box ansteuern musste. Das kostete mich zwar eine Runde, aber ich konnte immerhin weiterfahren“, so Glatzel. An der Spitze dominierte Marioneck daraufhin das Geschehen, während sich hinter

Lausitzring brachte spannende Rennen
Lausitzring brachte spannende Rennen
© ADAC | Zoom
ihm Nils Mierschke und Guido Thierfelder in Zweikämpfen duellierten, bei denen manchmal nicht einmal mehr der sprichwörtliche papierdicke Abstand gewahrt wurde.

Hinter den beiden Konkurrenten kämpfte sich David Griessner Meter um Meter heran, um auch seine Absicht auf einen weiteren Podestplatz deutlich zu machen. Kurz bevor die Division 2-Fahrzeuge abgewunken wurde, machte Griessner dann noch einen Platz gut und ging als Dritter durch s Ziel. Zweiter wurde Mierschke, der seinen zweiten Gesamtrang in der Meisterschaft gegen Lennart Marioneck zwar verteidigte, aber jetzt nur noch sechs Punkte Vorsprung hat.

Routinier Guido Thierfelder liess in beiden Rennen dem Nachwuchs den Vortritt und hielt sich mit Angriffen eher zurück. „Meine Rennen kommen in drei Wochen am Nürburgring. Das ist meine Heimveranstaltung, da ist Angriff Pflicht“, erklärte der Peugeot-Pilot.


ADAC / J.M


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