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ADAC Procar: Aller guten Dinge sind drei - Eurospeedway leitet Zielgeraden ein

23.08.2012 (Speed Magazin) Noch drei Mal geben die Piloten der ADAC PROCAR alles. Die Veranstaltungstriologie, die die Saison 2012 abschliesst beginnt am kommenden Wochenende in der Lausitz. Am Lausitzring warten rund 4500, nicht ganz einfache Meter auf die Tourenwagen und ihre Bändiger. Für viele ist der Eurospeedway zwar keine neues aber immer noch eine nicht leicht zu bewältigende Herausforderung, vor allem wenn nur noch maximal sechzig Punkte zu vergeben sind und gleich mehrere Fahrer ihre Platzierung in der Meisterschaft weiter verbessern wollen. 

Es sind noch sechs Rennen bis die Meisterschaft 2012 in der ADAC PROCAR endgültig entschieden ist. Den Auftakt zur Zielgerade gehen die Fahrer der beiden Divisionen am kommenden Wochenende in Klettwitz an. Im Rahmen des ADAC

© ADAC | Zoom
Masters Weekends werden wie gewohnt am Sonntag Nachmittag zwei Rennen der populären Tourenwagenserie ausgetragen, die von einer 15-minütigen Reparaturpause unterbrochen sind.

In der Division 1 dürfen sich die Zuschauer auf neue Piloten freuen. Markus Huggler geht erstmals in dieser Saison mit einem BMW 320 si E46 an den Start. Der Schweizer ist aber in Rennfahrerkreisen kein unbekannter. Bereits im vergangenen Jahr „schnupperte“ er bei einem Gaststart in der ADAC PROCAR und wird das Starterfeld nun bis zum Ende der Saison ergänzen. Für ihn wie für alle anderen wird Jens Weimann derjenige sein, an dem er sich messen muss.

Der Thate Motorsport Pilot und sein BMW 320 si E90, der allen inzwischen besser unter dem Spitznamen „Ella“ bekannt ist, blicken auf eine unglaubliche Siegesserie in diesem Jahr zurück. Zehn Mal stand der Preetzer bis jetzt ganz oben auf dem Treppchen – das hat bislang kein PROCAR-Pilot in Folge geschafft. Engstler-Pilot Paul Green versucht zwar hartnäckig mit seinem baugleichen Auto an Weimann heranzukommen, doch biss sich bisher am konstant vorne wegfahrenden Konkurrenten die Zähne aus. Motivation für Green ist aber sicherlich die Lücke, die zwischen ihm und Weimann immer kleiner wird. „Ich arbeite ständig daran, noch schneller zu werden. Die langjährige Erfahrung von Jens kann ich aber natürlich noch nicht nachweisen und ich habe den Verdacht, dass diese ihn so schnell macht“, meint Green.

Milenko Vukovic, ein weiterer BMW-Pilot im Division 1-Starterfeld kann zwar bereits auf mehrere Jahre im

© ADAC | Zoom
Tourenwagensport zurückschauen, hat aber sein Arbeitsgerät erst zu Beginn der Saison erworben und ist noch in der Eingewöhnungsphase mit dem heckgetriebenen Boliden. „Ich musste am Red Bull Ring pausieren, möchte aber nun wieder voll angreifen und noch ein paar Meisterschaftspunkte sammeln in den verbleibenden Rennen“, erklärte der Schweizer.

Mit zusätzlicher, lokaler Unterstützung rechnet Michael Meyer. Der BMW-Pilot aus Sachsen hat am Eurospeedway quasi eine Heimveranstaltung. Nach der Veranstaltung am Sachsenring und in der Motorsport Arena Oschersleben, tritt der 32-Jährige nun zum dritten Mal in der ADAC PROCAR an, um sich mit den anderen Fahrern auf gleichwertigen Fahrzeugen zu messen.

Division 2
Mit Guido Thierfelder, Nils Mierscke und Ralf Glatzel sind die drei Pilote genannt, bei denen es in dieser Saison fast so aussieht als ob sie eine Treppchen-Garantie abgeschlossen haben. Thierfelder führt das Trio in der Meisterschaft an und hält Vorjahresmeister Mierschke bis jetzt auf Abstand. «Dass ich bislang doch so viele Siege einfahren konnte, überrascht mich, freut mich aber ebenso. Ich werde jetzt natürlich alles daran setzen, um die Meisterschaft zurück nach Troisdorf zu holen», meinte Thierfelder, dem bisher nur ein Mal von Lennart Marioneck der Sieg streitig gemacht werden konnte. Nils Mierschke fand bislang noch nicht den richtigen Weg, um Thierfelder ernsthaft unter Druck setzen zu können: «Er ist einfach eine verdammt gute Saison gefahren», so der Rookie. «Aber genau diese Saison ist noch nicht vorbei. Es wird zwar schwer, sich noch einmal an ihn heranzukämpfen, aber ich werde sicher nicht aufgeben bevor nicht das letzte Rennen gefahren ist!»

Motivation ohne Ende dürfte es auch bei Ralf Glatzel geben. Frisch verlobt reist er an den Lausitzring und hat wieder seinen jungen Teamkollegen David Griessner dabei, der einen weiteren Gaststart in der ADAC PROCAR absolviert.

Ginge es nach Lennart Marioneck, wäre ein problemfreies Wochenende mit Top-Zeiten mal wieder an der Tagesordnung. Der Student lauert auf seine Chance, die drei vor ihm Platzierten anzugreifen. Mit nur acht Punkten Rückstand auf Ralf Glatzel liegt der Rookie derzeit auf Platz 4, gefolgt vom Weissrussen Yury Krauchuk, der nach seinem wenig erfolgreichen

© ADAC | Zoom
Rennwochenende am Red Bull Ring sicherlich mit ein paar Meisterschaftspunkten Schadensregulierung betreiben und seinen Platz in der Tabelle festigen möchte.
Hinter ihm auf Platz sechs hat sich Julia Trampert nach vorn gearbeitet. Die junge Saarländerin fuhr konstant in die Punkteränge bei den letzten Rennen und möchte diese Serie am Lausitzring nicht abreissen lassen.

Für eine neue Serie, und diesmal eine erfolgreiche, würde Wilson Borgnino alles geben. Der Argentinier hatte bislang nicht viel zu lachen, machte doch sein Chevrolet Aveo immer wieder Probleme. Doch auch nach einem Motorschaden am Red Bull Ring wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, so dass Borgnino in der Lausitz wieder an den Start gehen kann, um unter Beweis stellen zu können, wie viel Talent in ihm steckt.


ADAC / J Patric


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