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Renault Clio Cup Central Europe: Team-Bilanzen aus Dijon-Prenois

19.07.2017 (Speed-Magazin.de) Vor der Saisonhalbzeit am kommenden Wochenende in Zandvoort schauen wir auf die Team-Resultate bei der dritten Veranstaltung auf dem Circuit Dijon-Prenois zurück. Auch nach dem dritten Wochenende in Dijon-Prenois hält das BM Racing Team den Spitzenplatz in der Team-Wertung.

Die fahrerische Speerspitze ist weiterhin Karol Urbaniak (#31). Der Pole sammelte in beiden Rennen Führungsrunden. Im ersten Lauf setzte Urbaniak allerdings auf Regenreifen und fiel in der Endphase auf Platz sieben zurück. Im zweiten Lauf verlor der 18-Jährige seine Siegambitionen in der drittletzten Runde beim Zusammentreffen mit Roland Schmid. Folglich wurde Karol Urbaniak erstmals vom Spitzenplatz der Rookie-Wertung verdrängt, der nun von Bartosz Paziewski gehalten wird.
Auch Urbaniaks Teamkollegen, Albert Legutko (# 17) und Tomasz Magdziarz (# 21) erlebten ein Wochenende mit gemischten Gefühlen.
Albert Legutko setzte im ersten Rennen ebenfalls auf Regenregen und schaffte es als Achter ins Ziel. In Lauf zwei drehte sich Legutko auf Rang drei liegend in der Startrunde und musste anschließend aufgeben.
Tomasz Magdziarz startete beide Rennen von hinten. In Lauf eins war nach einem Ausrutscher bereits in der ersten Runde Schluss. Im zweiten Rennen nahm der Pole dann Punkte für Rang 14 mit.

Seyffarth Motorsport feierte in Dijon-Prenois seinen ersten Sieg seit dem Einstieg im vergangenen Jahr. Damit schob sich die Mannschaft von Rüdiger Seyffarth auf Platz zwei der Team-Wertung nach vorne.
Bartosz Paziewski (# 20) lag mit seiner Entscheidung, für das erste Rennen unter Mischbedingungen Slicks aufzuziehen, richtig und feierte seinen ersten Sieg sowie den ersten Triumph von Seyffarth Motorsport. Damit wurde der Pole der jüngste Sieger im Clio Cup Central Europe. Das zweite Rennen startete Paziewski von der Pole Position. Nach den sehenswerten Podestkämpfen mit bis zu sieben Autos belegte Paziewski Rang vier. Damit löste er Karol Urbaniak an der Spitze der Rookie-Wertung ab.
Robin Rogalski (# 19) fuhr das zweite Auto im Team. Der Pole schied im ersten Rennen in der Startrunde aus, weil er sich bei den schwierigen Bedingungen von der Strecke drehte. Mit Platz 13 am Sonntag gelang dem 16-Jährigen dann aber mehr als nur eine Schadensbegrenzung, denn es bedeutete das bisher beste Resultat für Rogalski.

Erfolgreiches Wochenende für das Team No Name Fighter. 59 Punkte nahmen René Leutenegger (# 6) und Daniel Nyffeler (# 33) mit und fuhren damit die höchste Ausbeute aller Teams ein. Außerdem erreichten beide ihre bisher besten Ergebnisse der Saison.
Der Schweizer Leutenegger wurde in beiden Rennen Sechster. Im ersten Lauf fuhr der Routinier zeitweise noch weiter vorne, als seine Regenreifen noch die richtige Bereifung waren.
Sein Landsmann Nyffeler setzte dagegen auf Slicks, die in der Endphase besser funktionierten. Der Schweizer wurde Vierter in Rennen eins. Im zweiten Lauf fuhr Daniel Nyffeler auf Platz zehn.

Das Ahrens Racing Team erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Niklas Mackschin (# 66) startete das erste Rennen von der Pole Position. Doch der Auftaktsieger fiel mit Regenreifen auf abtrocknender Strecke zurück und verbüßte anschließend noch eine Durchfahrtsstrafe wegen Überschreitens der Track Limits. Mackschin kam als 15. ins Ziel. Im zweiten Rennen betrieb er Wiedergutmachung mit seinem zweiten Saisonsieg, der ihn in der Fahrer-Wertung bis auf sieben Punkte an den Führenden Tomáš Pekař heranbrachte.
Dominque Schaak (# 77) fuhr das zweite Auto im Team von Alf Ahrens. Schaak kam bei den wechselnden Bedingungen im Samstagsrennen als 18. ins Ziel. Im zweiten Lauf am Sonntag belegte Schaak Rang 17.

Stucki Motorsport feierte seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison. Wie schon beim Auftakt in Oschersleben holte Andreas Stucki (# 9) die Kohlen aus dem Feuer. Der Sohn des Teamchefs Josef Stucki wurde Zweiter im zweiten Rennen. Tags zuvor hatte sich der Schweizer auf Regenreifen noch mit Platz neun begnügen müssen.
Tomasz Wójcik (# 4) freute sich im zweiten Rennen über sein bisher bestes Resultat. Der Pole, der in Deutschland lebt, wurde Achter. In Lauf eins fuhr Wójcik auf die 13. Position.
Lisa Brunner (# 44) war auch in Dijon die einzige Frau im Starterfeld. Auf Rang 16 in Lauf eins folgte Platz 15 im zweiten Rennen.

Schläppi Race-Tec nahm in Dijon zwei Pokale mit. Beide Podesterfolge fuhr Daniel Hadorn (# 16) ein. Der Schweizer wurde zweimal Dritter und gewann damit in beiden Rennen die Gentlemen-Wertung. Im ersten Lauf verhalf Hadorn die Entscheidung, bei den wechselnden Bedingungen auf Slicks zu starten, zum Sprung auf das Podest. In Rennen zwei nutzte der Routinier seine Streckenkenntnis, um sich abermals Platz drei zu sichern. Am Freitag des Rennwochenendes feierte Hadorn seinen 49. Geburtstag.
Sein junger Teamkollege Loris Prattes (# 3) musste mit deutlich weniger Erfahrung in Dijon auskommen. Im ersten Durchgang belegte Prattes die 14. Position. Im zweiten Rennen verbesserte sich der frühere Kart-Pilot auf Platz 12.

Sechs Mannschaften kamen mit einem Auto nach Dijon-Prenois. Tomáš Pekař (# 11) zählte mit seinem eigenen Team, Carpek Service, in gewohnter Manier dazu. Der Tscheche liegt nach wie vor an der Spitze der Fahrerwertung. Pekař fuhr im ersten Rennen zum dritten Mal in Folge auf den zweiten Platz. Auch im Sonntagslauf kämpfte Pekař in der Führungsgruppe mit, fiel allerdings in der letzten Runde von den Podesträngen ab und wurde Fünfter.
Reto Wüst (# 48) und das Team Wüst Motorsport absolvierten in Dijon ihren ersten Start seit dem Finale 2016. Wüst zählte zu denen, die sich im ersten Lauf richtigerweise für Slicks entschieden. Der Schweizer wurde Fünfter. Rennen zwei endete für den früheren Clio Cup Meister auf Platz neun.
MAIR Racing Osttirol setzte gewohntermaßen das Auto des früheren Profi-Ski-Rennläufers Sandro Soubek (# 23) ein. Im ersten Rennen kämpfte der Österreicher zunächst im vorderen Feld. Später musste Soubek allerdings der Wahl der Regenreifen Tribut zollen und wurde Zwölfter. Im zweiten Lauf wurde der Motorsport-Neuling Siebter und verpasste damit sein bisher bestes Ergebnis um nur einen Platz.
Valente Motorsport und Routinier Roland Schmid (# 7) gingen dieses Jahr erstmals ins Rennen. Der Schweizer bestritt den ersten Lauf mit Regenreifen und konnte seine Streckenkenntnis dadurch nicht ausspielen. Schmid wurde Zehnter. Im zweiten Lauf kämpfte Schmid lange um den Sieg, kollidierte dann allerdings mit Karol Urbaniak in der drittletzten Runde und wurde noch auf Rang 19 gewertet.
Das Team Sesterheim Racing, geleitet von Reinhard Sesterheim, dem Clio Cup Meister von 1994, ging ebenfalls zum ersten Mal in dieser Saison an den Start. Markenpokal-Routinier Peter Scharmach (# 14) fuhr in beiden Rennen auf Platz elf. Zuletzt standen Scharmach und Sesterheim im vergangenen Jahr in Spa-Francorchamps am Start.
RTM Motorsport und Antonio Citera (# 24) zählen dagegen zu den Dauerstartern. Auch der Italiener musste sich in Dijon-Prenois erst einmal einschießen. Im ersten Rennen erreichte Citera Platz 17. Im zweiten Durchgang verbesserte er sich auf Rang 16.


Renault / ND


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