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Renault Clio Cup Central Europe: Doppelsieg für Team Bleekemolen auf dem Nürburgring

Legutko und Bleekemolen kämpfen erneut um die Führung

07.08.2017 (Speed-Magazin.de) Von Startplatz neun kämpfte sich Melvin de Groot (Team Bleekemolen) im zweiten Rennen zum Renault Clio Cup Central Europe auf dem Nürburgring an die Spitze und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Mit dem sechsten Podium in seinem sechsten Rennen komplettierte Sebastiaan Bleekemolen den Doppelerfolg für das Team Bleekemolen. Andreas Stucki (Stucki Motorsport) stand, mit Platz drei, als einziger Titelanwärter auf dem Podest. Seine Kontrahenten, Niklas Mackschin (Ahrens Racing Team) und Tomáš Pekař (Carpek Service), nahmen mit den Rängen vier und fünf aber ebenfalls wichtige Punkte mit. Beinharte Kämpfe, zwei Safety Car Phasen und eine kuriose Zieldurchfahrt prägten das Rennen.

Rookie Bartosz Paziewski (Seyffarth Motorsport) gab beim Start sofort die Führung an Albert Legutko (BM Racing Team) ab. Durch weitere Quersteher fiel Paziewski in der ersten Runde noch weiter zurück und kollidierte bei der Anfahrt auf die Veedol-Schikane auch noch mit Sandro Soubek (MAIR Racing Osttirol). Während Paziewski mit weidwundem Auto weiterfuhr, musste Soubek aufgeben. Robin Rogalski (Seyffarth Motorsport) zog sich beim Ausweichversuch eine Beschädigung zu und stellte sein Auto an der Box ab. Das Safety Car rückte aus.

Bei der Wiederfreigabe des Rennens hielt Albert Legutko den Spitzenplatz. Sebastiaan Bleekemolen, der von Rang sieben gekommen war, lag aber schon in Schlagdistanz auf Platz drei.

Dessen Vater, Michael Bleekemolen (Team Bleekemolen), wurde von Alf Ahrens (Ahrens Racing Team) in der ersten Kurve in einen Dreher geschickt. Lisa Brunner (Stucki Motorsport) wich ins Kiesbett aus, wo ihr Clio stecken blieb. Das Safety Car kam zum zweiten Mal auf die Strecke.

LEGUTKO UND BLEEKEMOLEN KÄMPFEN ERNEUT UM DIE FÜHRUNG

Nach dem Restart lebte der Kampf zwischen Albert Legutko und Sebastiaan Bleekemolen wieder auf. Beide hatten sich schon vor zwei Wochen in Zandvoort um den Sieg duelliert.

Beim Angriff auf die Führung erhielt Bleekemolen so viel Gegenwehr von Legutko, dass beide einige Plätze einbüßten. Nutznießer war Melvin de Groot, der nur von Position neun gestartet war und nun in Führung lag.

PEKAŘ FÄHRT MIT RÜCKSICHT AUF SEIN PUNKTEPOLSTER

Dahinter kämpften die drei Titelaspiranten um die Verfolgerplätze. Andreas Stucki folgte Melvin de Groot auf Platz zwei, musste sich aber bald hinter dem zurückschlagenden Sebastiaan Bleekemolen einreihen. Dahinter kämpften Tomáš Pekař, Niklas Mackschin und der britische Debütant Brett Lidsey (MRM Racing). Als dahinter Albert Legutko und Karol Urbaniak (beide BM Racing Team) am Ende der Start-Ziel-Gerade kollidierten und auf die erste Kurve hinzuschlitterten, wich Pekař weiträumig aus und ließ Mackschin und Lidsey ziehen.

Trotz beinharter Kämpfe blieb die Reihung an der Spitze bestehen. Daran änderte auch eine kuriose Zieldurchfahrt nichts. Spitzenreiter de Groot kreuzte die Messlinie genau mit dem Ablaufen der 30-minütigen Rennzeit. Die Piloten fuhren noch eine weitere Runde im Renntempo. Letztlich wurde allerdings das Ergebnis der vorherigen Runde gewertet.

TITELANWÄRTER DIREKT HINTER TEAM BLEEKEMOLEN IM ZIEL

Melvin de Groot und Sebastiaan Bleekemolen erzielten, wie schon im zweiten Lauf vor zwei Wochen in Zandvoort, einen Doppelsieg für das Team Bleekemolen. Andreas Stucki nahm, mit Position drei, unter den Titelanwärtern die meisten Zähler mit und liegt in der Tabelle noch vier Punkte hinter Niklas Mackschin. Der wurde Vierter, obwohl er nur vom zehnten Platz gestartet war. Rang fünf ging an Vortagessieger Pekař, der die Meisterschaftsführung damit verteidigte.

Brett Lidsey krönte seinen Einstand im Renault Clio Cup Central Europe mit dem sechsten Platz.

KEVIN LANDWEHR BESCHENKT SICH SELBST ZUM GEBURTSTAG

Daniel Hadorn (Schläppi Race-Tec) gewann die Gentlemen-Wertung als Gesamtsiebter. Dahinter entschied Kevin Landwehr (Schlaug Motorsport) an seinem 20. Geburtstag die Rookie-Wertung mit Position acht für sich. Mit Karol Urbaniak und Bartosz Paziewski komplettierten zwei weitere Rookies die Top Ten.

GRÖßTE KULISSE DES JAHRES BEIM VORLETZTEN WOCHENENDE

In vier Wochen startet Tomáš Pekař vor heimischer Kulisse. Beim Czech Truck Prix im Autodrom Most werden knapp 100.000 Tschechen auf den prallgefüllten Naturtribünen dem Tabellenführer die Daumen drücken.

FAHRERSTIMMEN

Melvin de Groot (Team Bleekemolen)
„Das war ein wirklich unterhaltsames Rennen. Es gab sehr viele Duelle. Die konnte ich gut nutzen, um mich durch das Feld zu kämpfen. Ich habe versucht, immer die Ideallinie zu fahren, um so zu profitieren. Genau so war es dann bei Albert und Sebastiaan. Als mein Teamkollege Sebastiaan dann wieder hinter mir war, wusste ich, dass es jetzt einfacher wird. Das hat Spaß gemacht.“

Sebastiaan Bleekemolen (Team Bleekemolen)
„Der Start lief super. Nach der ersten Runde war ich schon Dritter. Die anderen hatten wahrscheinlich noch kalte Reifen und wenig Grip. Albert Legutko hat nicht nachgegeben. Nachdem ich zurückgefallen war, musste ich zurückschlagen. Ich konnte unglaublich spät bremsen. Das war gut, denn schnell genug war ich nicht. Am Ende war es ein Doppelsieg für das Team. So habe ich mir das vorgestellt.“

Andreas Stucki (Stucki Motorsport)
„Das war ein gutes Wochenende, auch wenn heute noch mehr möglich gewesen wäre. Aber der Weg an die Spitze ist eben schwierig. Auch heute gab es bei den Kämpfen wieder viele Berührungen und das kostet immer Zeit. Mit Platz drei in dem ganzen Trubel bin ich aber zufrieden.“


Renault / ND


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