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ADAC Opel Rallye Cup: Jari Huttunen mit meisterlicher Abschluss

Cup-Champion Jari Huttunen gewinnt auch das Finale bei der ADAC 3-Städte Rallye

22.10.2016 (Speed-Magazin.de) Jari Huttunen hat eine ueberragende Debuetsaison im ADAC Opel Rallye Cup mit seinem sechsten Saisonsieg gekroent. Bei der ADAC 3-Staedte Rallye lieferte sich der 22-jaehrige Finne einen packenden Zweikampf mit dem in der Cup-Wertung nicht punktberechtigten tschechischen Gaststarter Matej Kamenec. In der Endphase der traditionsreichen Rallye rund um Kirchham setzten sich der bereits als Cup-Champion feststehende Pilot des Teams Schmack Motorsport und sein Beifahrer Antti Linnaketo entscheidend ab und fuhren bis ins Ziel einen Vorsprung von 12,4 Sekunden heraus. 

"Was für eine unglaubliche Saison", freute sich Huttunen. "Wir hatten vor der ersten Rallye gehofft, dass wir in diesem starken Cup konkurrenzfähig sein würden. Aber dass es so fantastisch laufen würde, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Und nach einmal mehr hartem Fight hier noch das Finale zu gewinnen, ist wirklich die Krönung." 

Kristensson entscheidet das schwedische Duell um den Vizetitel gegen Åhman für sich
Kristensson entscheidet das schwedische Duell um den Vizetitel gegen Åhman für sich
© ADAC | Zoom
Spannend verlief der Kampf um die Vizemeisterschaft zwischen den beiden schwedischen Audex Motorsport-Piloten Pontus Åhman und Tom Kristensson, die nur um einen Punkt getrennt nach Niederbayern gereist waren. Am Ende erwies sich Kristensson als etwas nervenstärker und fing mit dem zweiten Rang in der Cup-Wertung seinen Landsmann und Teamkollegen noch ab. "Mir fehlen die Worte", jubelte Kristensson, der erstmals auf die Ansagen des routinierten Beifahrers Henrik Appelskog vertraute. "Wir haben in dieser Rallye bewiesen, dass wir den Speed haben, um Huttunen unter Druck zu setzen und sogar in einigen Prüfungen zu schlagen. Und der Vizetitel ist eine großartige Draufgabe auf eine tolle Saison. Die Entscheidung, hier im ADAC Opel Rallye Cup zu fahren, war die beste, die wir treffen konnten. Der Opel ADAM Cup ist ein ideales Fahrzeug, um den Rallyesport von der Pike auf erlernen zu können."

Sehr enttäuscht war zunächst der knapp unterlegene Åhman, der sich gemeinsam mit Copilot Johan Johansson mit Rang vier in der Cup-Wertung begnügen musste. "Wir haben alles versucht, um Tom am Ende noch abzufangen, aber der Rückstand war zu groß. Leider hat die Rallye mit einem dicken Fehler in WP1 schon schlecht begonnen. Und als wir in der letzten Prüfung einmal auf zwei Rädern durch die Kurve gefahren sind, haben wir beschlossen, dass es nun genug ist. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, weil ich die Vizemeisterschaft wollte. Aber mit ein wenig Abstand werde ich mich sicher über eine starke Saison und meinen ersten Cup-Laufsieg in Thüringen freuen", erklärte Åhman.

Mit dem zweiten Podestplatz des Jahres schließt Stötefalke eine starke Saison ab
Mit dem zweiten Podestplatz des Jahres schließt Stötefalke eine starke Saison ab
© ADAC | Zoom
Riesig war der Jubel derweil bei Niklas Stötefalke und seinem Beifahrer Tobias Braun, die nach einer feinen Leistung beim Saisonabschluss ihren zweiten Podestplatz des Jahres herausfuhren und damit als bestes deutsches Team den vierten Rang in der Schlusstabelle sicherten. "Das ist der absolute Knüller", strahlte der 26-jährige Buschmann-Pilot aus Bad Oeynhausen. "Für dieses Ergebnis hätte ich vor dem Finale sofort unterschrieben. Vor allem in der zweiten Saisonhälfte haben die Umstrukturierungen innerhalb der Mannschaft Früchte getragen. Alle Beteiligten haben tolle Arbeit geleistet. Und dann nochmal ein Podestplatz zum Abschluss - gigantisch!"

Mit leicht gemischten Gefühlen kommentierten Sebastian von Gartzen und sein Beifahrer Hans-Peter Loth den fünften Rang in der Rallye, mit dem sie sich in der Endtabelle nur vier Punkte hinter dem Slowenen Tim Novak mit Platz sechs begnügen mussten. Von Gartzen: "Wir haben ein besseres Ergebnis durch eine nicht optimale Reifenwahl in der zweiten Schleife des Tages verloren. Der Rückstand, den wir uns vor allem auf der 27 Kilometer langen St. Salvator-Prüfung eingehandelt haben, war nicht mehr aufzuholen. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit meiner Leistung, fahrerisch habe ich mir nichts vorzuwerfen. Es war zweifellos meine stärkste Saison im Cup. Aber wenn die da vorne keine Fehler machen, werden Kleinigkeiten eben entscheidend."

Schon mit dem Abschluss der vierten begannen die Planungen für die fünfte Saison des ADAC Opel Rallye Cups. Einzelheiten und Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.


ADAC / EW


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