04.09.2012 (Speed-Magazin) Während der Start-Crash auf der Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps vieles überschattete, fuhr Michael Schumacher sein Jubiläumsrennen in seinem ´Wohnzimmer´. Mit dem siebten Platz im Gepäck reist der Deutsche nun nach Monza wo es am kommenden Wochenende in die 13. Runde der Formel-1-Saison 2012 geht.
"Das war sehr abwechslungsreich und hat viel Spaß gemacht", erklärte Michael Schumacher nach dem Rennen im Gespräch mit ´RTL´. "Vor allem am Anfang, wo es deutlich nach vorne ging." Man ist nicht davon ausgegangen mit einem Lotus kämpfen zu können. "Später haben aber die Reifen abgebaut und wir mussten noch mal rein."
Man hatte einen Plan, sich langsam nach vorn zu arbeiten und aus allem herauszuhalten. "Das wäre auch aufgegangen, wenn nicht kurz vor Rennende der 6 Gang bei mir aufgegeben hätte", erklärt Schumacher das Problem zu Ende des Rennens. "Warum ich nicht in den Start-Crash verwickelt war? Ich habe mir die vergangenen Jahre des GP hier angeguckt und mich an gewisse Regeln gehalten - das hat funktioniert."
Was die Situation zwischen dem Doppelweltmeister Sebastian Vettel und Michael Schumacher kurz vor der Einfahrt in die Boxengasse angeht, hat Schumacher folgende Theorie. "Ich habe Sebastian nicht abgedrängt. Er kann nicht wissen, dass ich in die Box wollte - klar. Aber unsere Aktionen in der Situation haben sich ausgeglichen, denke ich."
Neben Sebastian Vettel bekam es auch der Finne Kimi Räikkönen mit dem Rekordweltmester zu tun. "Der Schlagabtausch mit Kimi Räikkönen hat Spaß gemacht", freute Schumacher sich. "Ich wusste aber, dass ich das auf meinen alten Reifen nicht bis zum Ende durchhalten kann. Er war auf den Geraden sehr langsam, ich dachte mal gucken, wie sich das entwickelt."
Dennoch müsse man Sportsmann genug sein, um zu erkennen wenn jemand stärker ist, "deshalb habe ich da auch keine Gewaltaktionen gestartet", erklärte Schumacher abschließend.
Stephan Carls
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