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Pikes Peak International Hill Climb: Flotter Franzose - Romain Dumas im Interview

18.06.2018 (Speed-Magazin.de) Volkswagen setzt bei der Rückkehr zum Pikes Peak International Hill Climb auf Erfahrung. Romain Dumas wird am 24. Juni im I.D. R Pikes Peak beim berühmtesten Bergrennen der Welt an den Start gehen. Dumas hat das „Race to the Clouds“ im US-Bundesstaat Colorado bereits dreimal gewonnen. Der Franzose hat außerdem Erfahrung mit Hybrid-Prototypen in der FIA World Endurance Championship (WEC) gesammelt und holte im Jahr 2016 als Porsche Werksfahrer den Weltmeistertitel in der WEC.

Herr Dumas, Ihr insgesamt fünfter Start beim Pikes Peak International Hill Climb ist nur noch wenige Tage entfernt. Wie sehen die Vorbereitungen in der Rennwoche aus?
Gemeinsam mit dem Team arbeite ich an den letzten kleinen Details, um die Abstimmung zu optimieren, damit wir am Ende ganz vorne sind. Nach dem Trainingsstart am Dienstag steht am Mittwoch das Qualifying an, bei dem die Startreihenfolge für das Rennen am Sonntag bestimmt wird. Dazu kommen dann noch Interviews mit Journalisten und eine Autogrammstunde beim Fanfest am Freitag. Ansonsten freue ich mich aber auch, wenn ich mal eine ruhige Minute habe.

Sie haben den Pikes Peak International Hill Climb bereits dreimal gewonnen. Warum klappt es in diesem Jahr zum vierten Mal?
Der I.D. R Pikes Peak und das Team hier bei Volkswagen sind fantastisch. Es ist kein einfaches Projekt, alles ist neu und noch sehr frisch, aber wir haben in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt und gemeinsam mit den Ingenieuren und Mechanikern sehr gute Vorarbeit geleistet. Ich bin mir sicher, dass sich das am 24. Juni auszahlt.

Am Pikes Peak fahren Sie einen Supersprint über 19,99 Kilometer, eine Distanz, die nicht einmal anderthalb Runden in Le Mans entspricht. Wie schwer fällt der Umstieg?
Überhaupt nicht schwer. Die Unterschiede sind sehr groß – ein komplett anderes Auto, eine komplett andere Strecke, komplett andere Herausforderungen. Das alles erfordert eine grundsätzlich andere Denkweise. Le Mans ist wie ein Marathonlauf, Pikes Peak dagegen das 100-Meter-Finale.

Wie fühlen Sie sich körperlich, wenn Sie im Renntempo auf dem Gipfel ankommen?
Schlecht, sehr schlecht. In rund neun Minuten bewältigt man 1.440 Höhenmeter. Das spürt man, und es fühlt sich nicht gut an. Es ist wichtig, seinen Körper gut zu kennen und im Bedarfsfall mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen. Im Ziel auf 4.302 Metern ist die Luft so dünn, dass das Atmen schwerfällt, vor allem nach so einer Belastung.

In diesem Jahr gehen Sie mit dem I.D. R Pikes Peak an den Start, dem ersten voll elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen. Was ist der Unterschied zu einem Verbrenner?
Das Feedback von einem Elektrorennwagen ist sehr eingeschränkt. Es gibt kaum Geräusche vom Motor oder vom Getriebe. Normalerweise sind das wichtige Indikatoren, um seine Geschwindigkeit zu kontrollieren. Im I.D. R Pikes Peak habe ich nur den Blick nach draußen und meine Anzeige auf dem Lenkrad. Das fehlende Feedback macht es sehr schwierig, aber ich stelle mich gerne Herausforderungen.

Glauben Sie, dass elektrische Antriebe die Zukunft im Motorsport sind?
Am Pikes Peak ist der Elektroantrieb im Hinblick auf die Performance in der Höhe definitiv die beste Wahl. Auch bei sehr kurzen Rennen, wie im Rallycross, macht es Sinn. Aber auf der Langstrecke kann ich mir das im Moment nicht vorstellen.

Ab dem Jahr 2020 bringt Volkswagen mit der I.D. Familie seine erste Baureihe mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt. Glauben Sie an die Elektromobilität auf der Straße?
Ja, davon bin ich überzeugt. Insbesondere in Städten wird das ein großer Vorteil für die Menschen sein, und wenn die Entwicklung der Batterien weiter voranschreitet, könnte das sogar ein Thema für die Mittel- und Langstrecke sein. Der Motorsport kann hier eine wichtige Rolle spielen, da die Erfahrungen aus der Entwicklungsarbeit in der Serie helfen.


Volkswagen Motorsport / AH


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