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Mercedes Fahrerlager-Geschichten – Robert Wickens: „Du überholst buchstäblich ein oder zwei Autos pro Runde“

24h Dubai: Dritter Platz für BLACK FALCON zum Auftakt der Saison beim Langstrecken-Highlight

18.01.2017 (Speed-Magazin.de) Was für eine ereignisreiche Woche! Ein Podiumsplatz zum Saisonauftakt beim 24-Stundenrennen in Dubai, ein neuer Silberpfeil-Fahrer und ein Weltmeister als Botschafter. 2017 hat endgültig begonnen...

Neue Aufgabe für den Weltmeister: Einen Tag nach der Bekanntgabe seines Nachfolgers absolvierte Nico Rosberg seinen ersten Arbeitstag des neuen Jahres. Der Formel 1-Champion von 2016 übernimmt in diesem Jahr eine Rolle als Botschafter des Teams. Seinen ersten Auftritt in dieser Funktion hatte Nico am Dienstag in Genf, wo er gemeinsam mit seinem ehemaligen Teamkollegen Lewis Hamilton im Namen von Teampartner IWC Schaffhausen auf dem Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) auftrat.

© Daimler | Zoom
Das Puzzle 2017: Der vergangene Montag wird als denkwürdiger Tag in die Geschichte der Formel 1 eingehen. Gleich drei Fahrerbekanntgaben setzten das große Fahrer-Puzzle für die Saison 2017 zusammen. Neben dem Comeback von Felipe Massa bei Williams und der Verpflichtung von Valtteri Bottas durch die Silberpfeile wurde Mercedes-Junior Pascal Wehrlein als Stammfahrer bei Sauber bestätigt. Bevor Pascal in seine zweite F1-Saison durchstartet, steht für den DTM-Champion des Jahres 2015 am kommenden Wochenende das Race of Champions in Miami auf dem Programm. Dort gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit seinen F1-Kollegen Felipe Massa, Sebastian Vettel und Jenson Button.

Podiums-Serie in Dubai: Mercedes-AMG feiert einen erfolgreichen Einstand in die Motorsport-Saison 2017. Bei der zwölften Auflage der Hankook 24H Dubai (12.-14. Januar) im Rahmen der Creventic 24H Series sicherte sich BLACK FALCON mit dem Mercedes-AMG GT3 #3 Platz drei und konnte damit an die tollen Erfolge aus den Vorjahren anknüpfen. In den vergangenen Jahren (2011 bis 2017) fuhr BLACK FALCON immer auf das Podium: Das Team konnte die 24 Stunden von Dubai bereits drei Mal gewinnen, wurde einmal Zweiter und dreimal Dritter – darunter auch der erste 24-Stunden-Sieg eines Mercedes-Benz SLS AMG GT3 im Kundensportprogramm von Mercedes-AMG im Jahr 2012.

Klassensieg: Als Titelverteidiger der Team- und Fahrerwertung in der 24H Series konnte Hofor Racing seinen Vorjahressieg – damals noch mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 – beim 24-Stunden-Rennen in Dubai in der Klasse A6-Am wiederholen. Im neuen Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #1 kam das Schweizer Team zudem auf dem siebten Gesamtrang ins Ziel. Mit SPS automotive-performance fuhr ein weiteres AMG-Kundensportteams auf dem Dubai Autodrome auf Platz acht in die Top-10 und komplettierte das gute Gesamtergebnis der Mercedes-AMG GT3.

Zahlen & Fakten – 24H Dubai

Gutes Pflaster: Seit 2011 hat BLACK FALCON jedes Rennen der 24h Dubai auf dem Podium beendet
Schnellste Rennrunde: In 1:59.198 Minuten umrundete Yelmer Buurman (Mercedes-AMG GT3 #3, BLACK FALCON) als Schnellster den Dubai Autodrome
Führungsrunden: Der BLACK FALCON Mercedes-AMG GT3 #2 führte das Feld von Runde 1 bis 35 und 108 bis 114 an (42 Runden insgesamt)
Pole Position: Jeroen Bleekemolen (Mercedes-AMG GT3 #2, BLACK FALCON) in 1:57.705 Minuten
Klassensieger: Zum zweiten Mal in Folge sichert sich Hofor Racing den Klassensieg (A6-Am) bei den 24 Stunden von Dubai
Teilnehmer: 92 Fahrzeuge sind gestartet, 65 kamen ins Ziel
Code 60-Phasen: Insgesamt 22 Mal durften die Fahrzeuge den Dubai Autodrome nur mit 60 km/h umrunden
17.924,68 Kilometer: Das ist die Summe der zurückgelegten Kilometer aller sieben gestarteten Mercedes-AMG Kundenteams
3 Fragen an Robert Wickens

Wie ist deine Winterpause bislang verlaufen? Was hast du alles gemacht?

Robert Wickens: Die Winterpause verlief für mich sehr gut. Ich hatte überraschend viel zu tun seit dem letzten Rennen in Hockenheim. Ich habe an einem Kartrennen in Las Vegas teilgenommen, habe Karli bei ihrer Arbeit geholfen und bin dann nach den DTM-Tests in meine Heimat nach Kanada geflogen. Weihnachten und den Jahreswechsel habe ich auf Barbados verbracht – das war einfach fantastisch. Von dort ging es direkt zum Daytona-Test. Es war also richtig viel los. Jetzt bin ich gerade für ein Kartrennen in Homestead, Florida.

© Daimler | Zoom
Du hast am „Roar before Rolex 24“ teilgenommen. Erzähle uns doch bitte noch etwas mehr über deinen Start bei den 24 Stunden von Daytona...

Robert Wickens: Ich starte in diesem Jahr mit Starworks Motorsport in der LM PC Klasse bei den 24 Stunden von Daytona. Bislang ist es gut gelaufen. Das Auto ist fordernd und ich freue mich sehr auf mein erstes 24-Stundenrennen. Hoffentlich kann ich in Zukunft noch mehr solcher Rennen bestreiten. Ich würde sehr gerne mal mit dem Mercedes-AMG GT3 in Spa-Francorchamps mitfahren, aber auch in Dubai oder bei den 24 Stunden von Le Mans – davon träume ich schon mein gesamtes Leben. Das wäre wirklich klasse.

Was erwartest du dir von deinem ersten 24-Stundenrennen?

Robert Wickens: Da es meine erste Teilnahme an einem 24-Stundenrennen ist, weiß ich natürlich noch nicht genau, was mich erwartet. Ich habe aber schon einmal einen 30-Stundentest in einem Mercedes-AMG GT3 in Portimao absolviert. Dadurch weiß ich immerhin schon einmal ungefähr, wie es ist, ein 24-Stundenrennen zu bestreiten. Der einzige Unterschied ist, dass damals keine andere Autos auf der Strecke waren. Das war selbst beim „Roar before Rolex 24“ anders, bei dem 50 oder 60 Autos dabei waren – und Daytona ist keine besonders große Strecke. Es wird sicher hektisch. In der LM PC überholst du ständig GT- und GT LM-Autos. Du passierst buchstäblich ein oder zwei Autos pro Runde. Meine Erwartungen sind ehrlich gesagt, einen Sieg zu holen. Starworks Motorsport ist ein großartiges Team, das im vergangenen Jahr die LM PC Meisterschaft gewonnen hat. Vielleicht gelingt uns das ja in Daytona auch und ich kann die Strecke mit einer funkelnden neuen Armbanduhr verlassen.


Daimler / DW


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