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24h Nürburgring und Lamborghini Super Trofeo: Konrad Motorsport - Ein Wochenende mit Licht und Schatten

Franz Konrad:

27.04.2017 (Speed-Magazin.de) Beim Doppellauf der Lamborghini Super Trofeo Europe in Monza/Italien überzeugten die beiden Fahrerteams mit guten Leistungen. Das Qualifikationswochenende für das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring beendete Konrad Motorsport ohne Rennresultat, da der Lamborghini Hurácan GT3 nach einem Unfall im Qualifying nicht repariert werden konnte.

Lamborghini Super Trofeo Europe

In Monza fuhren Hendrik Still aus Niederzissen in Rheinland-Pfalz und der auf Malta lebende Paul Scheuschner im ersten Rennen auf einen beachtlichen vierten Platz der Klasse Pro-Am. Luca Rettenbacher aus Österreich und der Schweizer Lucas Ayrton Mauron erreichten auf Rang 19 der Gesamtwertung das Ziel. „Ich bin stolz auf die Jungs. Sich in so einem großen Fahrerfeld durchzusetzen, war eine schwere Herausforderung“, sagte Teamchef Franz Konrad.

© Konrad Motorsport | Zoom
Beim ersten Rennen glänzten Scheuschner und Still mit einer überragenden Aufholjagd. Nach dem Start von Platz 21 und tollen Überholmanövern kämpfte sich das deutsche Duo auf Rang vier in der Klasse Pro-Am vor. Rettenbacher und Maron waren auf Position fünf liegend ebenfalls schnell unterwegs. Nach einer Durchfahrtstrafe fuhren die Piloten auf Platz 19 über die Ziellinie.

Noch besser begann für Rettenbacher der zweite Lauf am Sonntag. Nach starkem Qualifying ging der 22-Jährige von Startposition zwei ins Rennen. Beim Duell um die Führung musste Rettenbacher jedoch mit einem Reifenschaden das Rennen beenden. Mit dem zweiten Lamborghini von Konrad Motorsport startete Still von Platz zwei in seiner Klasse. Zusammen mit seinem Landsmann Scheuschner belegte der 29-Jährige am Ende Rang sechs in der Wertung Pro-Am.

Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring

© Konrad Motorsport | Zoom
Am Nürburgring ließ Konrad Motorsport sein Potenzial mit dem Lamborghini Hurácan GT3 aufblitzen. In der Nacht-Session am Samstag belegten sie mit einem noch nicht optimalen Set-up Platz 20 von 100 gestarteten Fahrzeugen. Am Sonntagmorgen kam es dann zum Drama in der letzten Qualifying-Session. In der ersten Runde schlug der Österreicher Christopher Zöchling am Ende der Döttinger Höhe in die Leitplanke ein. Die komplette rechte Seite des Autos wurde dabei so stark beschädigt, dass das Fahrzeug bis zum Vorstart des Sechs-Stunden-Rennens nicht repariert werden konnte.

„Christopher ist mit zu wenig Reifentemperatur auf die Curbs gekommen und dann kam der Einschlag. Laut Veranstalter sind wir trotzdem für das 24-Stunden-Rennen qualifiziert. Aber das war natürlich für uns alle frustrierend, denn das ganze Team hat im Vorfeld extrem am Auto geschuftet. Wir mussten wegen der Vergleichbarkeit zu den anderen Fahrzeugen – der BOP – unsere komplette Tankanlage umbauen. Hinzu kamen noch andere vom Veranstalter vorgeschriebene Änderungen. Das kann ein Privatteam so wie wir finanziell kaum noch stemmen. Der Wettbewerb gegen die stark werksunterstützen anderen Teams ist extrem schwierig. Ich muss schauen, ob wir einen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen mit Sponsoren gestemmt bekommen. Da müssen noch einige Gespräche geführt werden“, sagte Franz Konrad nach dem Aus.


Konrad Motorsport / RB


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