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Formel 1: Lotus Renault GP R31 in Zahlen und Fakten

Der neue Renault R31 in Valencia

08.02.2011 Die Formel 1 Saison 2011 ist voller Neuheiten. Die Teams mussten beim  Entwickeln der neuen F1 Boliden vieles berücksichtigen und neue Wege gehen. Was alles ausser dem verstellbaren Heckflügel, die kompaktere Motorabdeckung und dem Ausbau der Sicherheitssysteme neu am Renault R31 ist, lesen Sie hier im Speed-Magazin.de

Was ist neu am neuen R31?
1. Kein doppelter Diffusor
Der Weltverband FIA hat das Technische Reglement im Hinblick auf die Gestaltung der Unterböden konkretisiert. Anders als im Vorjahr ist der Einsatz eines „Doppeldecker“-Diffusors damit nicht mehr zulässig.

Formel 1:  Lotus Renault GP R31 in Zahlen und Fakten

Renault R31: Längerer Radstand

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© lotus renault

2. Längerer Radstand
Um das Energierückgewinnungssystem KERS unterzubringen, besitzt der R31 einen längeren Radstand als sein Vorgänger.

3. Fester Frontflügel
Die Flaps des Frontflügels dürfen in diesem Jahr nicht vom Cockpit aus verstellt werden. Wer mit einem anderen Flügelwinkel das Handling beeinflussen möchte, muss das in der Box erledigen lassen.

4. Verstellbarer Heckflügel
2011 wird es erstmals in der modernen Formel 1 verstellbare Heckflügel geben. Die Fahrer können ein Flügelelement während der Fahrt flacher stellen, um die Endgeschwindigkeit zu erhöhen, ein Überholmanöver zu starten oder die eigene Position zu verteidigen. Der verstellbare Flap darf sich maximal 50 Millimeter im Verhältnis zum Hauptblatt des Flügels bewegen. Im Qualifying ist die Nutzung des Systems freigestellt. Während des Rennens erhält der Fahrer per LED am Lenkrad die Freigabe zum Verstellen des Flügels, wenn der Abstand zum Vordermann weniger als eine Sekunde beträgt – jedoch nicht innerhalb der ersten beiden Rennrunden.

5. Pull-rod-Aufhängung an der Hinterachse
Die Hinterradaufhängung wurde gegenüber den Vorjahren grundlegend neu konstruiert. Die Torsionsfedern und -dämpfer des R31 werden nun über ein Zugstreben-Layout (Pull rod) betätigt statt wir bisher über Schubstreben (Push rod). Diese Bauart eröffnet größere aerodynamische Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem angesichts der neuen Diffusor-Regeln.

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2011 wird es erstmals in der modernen Formel 1 verstellbare Heckflügel geben

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© lotus renault


6. Pirelli-Reifen
Der bisherige Alleinausrüster Bridgestone zieht sich nach 14 Jahren aus der Formel 1 zurück. Für die nächsten drei Jahre wurde Pirelli als exklusiver Ausrüster der Grand Prix-Teams verpflichtet.

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Kompaktere Motorabdeckung beim Renault R31

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© lotus renault

7. Kompaktere Motorabdeckung
Der R31 besitzt eine deutlich kleinere Motorabdeckung als sein Vorgänger. Gemäß der neuen Regeln, die keine durchgehende Verbindung zwischen Karosserie und Heckflügel zulassen, entfiel auch die bisherige Finne hinter der Airbox.

8. Rückkehr von KERS
Das Energierückgewinnungssystem KERS (Kinetic Energy Recovery System) kehrt nach einem Jahr zurück. KERS ist ein kostengünstiges Hybrid-System, das einen Teil jener Energie, die sonst beim Bremsen in Hitze umgewandelt wird, für den Antrieb zurückgewinnt. Sobald der Motor nicht mehr unter Last ist, lädt ein Generator eine Akku-Einheit auf. Wird wieder Schub benötigt, fließt Strom in den Generator, der nun als Elektromotor zusätzliches Drehmoment in den Antriebsstrang gibt.

9. Kein F-Schacht
Die zentrale technische Neuerung von 2010, der sogenannte F-Schacht, wurde von der FIA verboten. Das Prinzip bestand darin, bei Bedarf Luft durch einen Kanal auf den Heckflügel zu leiten, um dort gezielt einen Strömungsabriss zu erzeugen und damit auf den Geraden den Luftwiderstand zu senken.

10. Neues Lenkrad-Layout
Der R31 erhielt ein neu gestaltetes Lenkrad. Die Bedienknöpfe sind nun übersichtlicher angeordnet, um den Fahrern die Nutzung der zahlreichen Zusatzfunktionen zu erleichtern.

11. Festgelegte Gewichtsverteilung
Damit alle Teams bei der Umstellung auf die neuen Pirelli-Reifen eine vergleichbare Ausgangslage haben und keine kostspieligen Fehlversuche riskieren müssen, haben sich die Rennställe auf eine weitgehend einheitliche Gewichtsverteilung der Autos geeinigt. Demnach müssen zwischen 45,5 und 46,5 % des Fahrzeuggewichts auf der Vorderachse ruhen.

12. Ausbau der Sicherheitssysteme
Das ohnehin hohe Sicherheitsniveau der Grand Prix-Boliden wurde für 2011 nochmals verbessert: Jedes Rad – genau genommen jeder Radträger – wird nun durch zwei Halteseile gesichert statt bisher einem. Die beiden Seile müssen durch verschiedene Arme der Aufhängung geführt werden, um bei einem Unfall eine doppelte Sicherung gegen wegfliegende Räder zu erzielen. Zudem schützen nun Zylon-Platten auf dem Monocoque auch die Beine des Fahrers statt wie bisher nur den Oberkörper. Zylon ist eine praktisch nicht brennbare Kunstfaser, die schnittsicher, extrem reißfest und zugleich sehr elastisch ist.





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Desiree Blanc


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