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Formel 1: Red Bull Sieg und Weltmeistertitel für Vettel durch falsche Ferrari-Strategie

Lewis Hamilton (Zweiter) Sebastian Vettel (Sieger) Jenson Button (Dritter)

15.11.2010 (Speed-Magazin.de) Es war der Formel 1 Grand Prix der Strategien und der Emotionen. Erst am Ende des 55 Runden langen Rennens war es ganz sicher: Deutschland hat einen neuen F1 Weltmeister, und der heisst Sebastian Vettel. Mit Red Bull Teamgeist und Köpfchen ging es zum Sieg in Abu Dhabi und zum ersten Formel 1 Titel für das österreichisch-englische Team. Vettels spanischer Rivale um die Krone, Fernando Alonso, erlebte dagegen ein enttäuschendes Rennen. Sein 7.Platz bringt dem Ferrari Star "nur" die Vize-Weltmeisterschaft in der Formel 1 Saison 2010.

Die Formel 1 Saison 2010 hätte nicht spannender enden können als es gestern Nacht in Abu Dhabi geschah. Noch bei der Zielüberquerung von Sebastian Vettel nach 55 Runden als Erster auf dem Yas Marina Circuit war es nicht sicher, ob er nun der jüngste Formel 1 Weltmeister aller Zeiten ist. Er musste erst auf den spanischen Ferrari Pilot Fernando Alonso warten, der sein grösster Rivale im Kampf um die F1 Krone war. Doch als dieser die Zielline als Siebenter überquerte hat nicht nur Vettel aufgeatmet, sondern mit ihm die gesamte Red Bull Mannschaft und möglicherweise auch ganz Deutschland (oder zumindest die Rennsport-Begeisterten der Nation!) Der 10. Formel 1 Sieg von Vettel war möglich geworden durch das, was sich während dem Rennen auf den Positionen hinter ihm abspielte. 
 

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Das Formel 1 Saisonfinale 2010: Der Grosse Preis der Strategie!

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© mspb

Vor dem Grand Prix Start um 17 Uhr Ortszeit galt der zweifache Formel 1 Weltmeister Fernando Alonso als WM-Sieger Favorit. Der von Platz 3 startende Spanier hätte "nur" als einer der ersten vier Fahrer ins Ziel kommen müssen um seinen 3. Weltmeister Titel zu feiern. Doch als die Ampeln für ein letztes Mal in dieser Saison auf Grün sprangen, kam es ganz anders. Alonso verlor seinen 3. Rang gleich am Start an McLaren Pilot Jenson Button. Eine falsche Strategie und ein zu früher Boxenstop brachten den Ferrari Piloten erst wieder als 12., hinter Kamui Kobayashi und Vitaly Petrov, auf die Strecke. Allerdings vor Mark Webber, der einige Kurven lang vom Toro Rosso Fahrer Jaime Alguersuari aufgehalten wurde. Der Red Bull Pilot Webber war von Rang 5 gestartet, und schon in der 11. Runde zum Reifenwechsel an die Box gefahren. Trotz einem fantastischen Boxenstop, der sagenhafte 3.9 Sekunden dauerte, schaffte es der Australier nicht mehr am Ferrari vorbei. Petrov, Kobayashi und noch einige andere Fahrer waren zu Beginn der Safetycar-Phase, die durch eine heftige Kollision zwischen Mercededs GP Pilot Michael Schumacher und Force India Fahrer Vitantonio Liuzzi ausgelöst wurde, an die Box gefahren.

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Sebastian Vettel und Red Bull gewinnen die WM mit Fairplay!

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© red bull


Während Alonso sein Maximum und noch mehr dazu gab um am F1 Rookie Petrov vorbeizufahren, konnte sich Renault Teamkollege Robert Kubica Dank einem späten Stop in der Reihenfolge hocharbeiten. Kubica hatte den F1 Grand Prix auf den besseren harten Bridgestone Reifen gestartet, da er den Einzug ins Q3 am Samstag verpasste. Als Lewis Hamilton und Sebastian Vettel ihre Boxenstops absolvierten fuhr Vettel nach einem 3.8 Sekunden Reifenwechsel vor Kubica auf die Strecke, während Hamilton erst hinter dem Renaultfahrer zurück auf die Strecke kam. 
 

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F1 Rookie Vitaly Petrov wird Sechster in Abu Dhabi und sichert sich Platz 13 in der WM

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© renault

So wie sich schon Alonso an Petrov die Zähne ausbiss, schaffte es auch der McLaren Pilot Hamilton nicht am zweiten Renault mit Kubica vorbei. Als der Pole in Runde 45 von 55 endlich an die Box fuhr, hatte Vettel schon 10 Sekunden Vorspung und Kubica eine Lücke von 24 Sekunden auf die Petrov-Alonso Gruppe nach hinten ausgebaut. Der Pole stoppte, und fuhr vor Teamkollege Petrov wieder auf die Strecke. Hamilton fuhr den 2.Platz nach Hause, vor McLaren Teamkollege Jenson Button, der ebenfalls von einem späten Boxenstop profitierte. 
 

Nico Rosberg holt sich Platz 4 beim spektakulären Formel 1 Saisonfinale in Abu Dhabi

Nico Rosberg holt sich Platz 4 beim spektakulären Formel 1 Saisonfinale in Abu Dhabi

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© mercedes

Vor der Renault-Alonso Gruppe sah Nico Rosberg im Mercedes GP das Ziel als Vierter. Der Teamkollege von Michael Schumacher gehörte zu diesen Fahrern, die gleich bei der Safetycar-Phase an die Box fuhren. Hinter dem Ferrari von Alonso auf Platz 7 sah Red Bull Pilot Mark Webber das Ziel. Der Australier konnte das Tempo vom Ferrari zwar mitgehen, war aber nicht fähig ihn zu überholen. Der Jungspanier und Toro Rosso Pilot Jaime Alguersuari und der Brasilianer Felipe Massa im zweiten Ferrari rundeten die Top 10 ab.

Die deutschen Fahrer Adrian Sutil (Force India) und Nico Hülkenberg (Williams-Cosworth) beendeten die Formel 1 Saison als 13. und 16., während Timo Glock (Virgin Racing) genauso wie Michael Schumacher (Mercedes GP) das Ziel in Abu Dhabi nicht erreichte.



Jackie Weiss

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