Formel 1: Ross Brawn wehrt sich: Meine Fahrer sind gleichberechtigt - Keine Stallregie!
12.05.2009 Das Thema im Formel 1 Paddock ist das Honda-Nachfolge Team Brawn GP von Ross Brawn. Nicht nur wegen der Dominanz in der bisherigen Formel 1 Saison, sondern auch wegen einer möglichen Stall Regie. Brawn GP hat in fünf Rennen vier Mal siegen können, und das jeweils mit Jenson Button. Doch beim letzten Rennen im spanischen Barcelona sah es endlich nach einem Sieg für Buttons Teamkollege Rubens Barrichello aus, was dann aber irgendwie nicht klappte.
Das allseits bekannte Genie Brawn wehrt sich jetzt gegen die Vorwürfe einer Stall Regie bei Brawn GP und macht klar, dass seine Fahrer gleichberechtigt sind . Und dass es auch so bleiben wird, bis es mathematisch keine Chance mehr für einen Fahrer gibt.
Rubens Barrichello gewann von Startplatz 3 den Start zum GP von Spanien und obwohl der Brasilianer nach dem Start ein wenig absetzen konnte, klagt sein Brawn GP Teamkollege Jenson Button am Radio, dass er schneller fahren könnte. Nach einem Strategiewechsel bei Button zeigte sich dann das gleiche Bild wie beim Saisonauftakt in Melbourne: Doppelsieg für Brawn GP mit Jenson Button ganz oben, vor Rubens Barrichello. Sofort gingn die Spekulationen los, dass Button seinen vierten Sieg holen ´musste´, um seinen Vorsprung in der WM zu vergrössern.
Das Bild auf dem Podium in Barcelona zeigt Barrichello und Button als engste Teamkollegen in der Formel 1 und das wurde auch nochmals vom Teamchef später bestätigt. Brawn sagte die Kommentare seiner Fahrer wurden beim Rennen auf dem Circuit de Catalunya "übertrieben". Er stellte klar, dass es nicht so wie damals mit Michael Schumacher im Ferrari ist. "Wir haben nicht einen Fahrer, wir haben zwei Fahrer," so Brawn im Radio Interview mit ´BBC Radio 5 Live´. "Beide haben die gleichen Bedingungen und Konditionen. Als er [Barrichello] zurückkam und wir alles besprachen war es in Ordnung. Rubens ist ein grosser Team-Player. Jeder arbeitet so gut zusammen und Rubens und Jenson erkennen das. Die Tatsache, dass wir so eine grossartige Atmosphäre haben treibt uns an und das wollen wir nicht verlieren. Wir sind immer ehrlich mit unseren Fahrern. Sie kennen die Situation und die Ingenieure wissen das - es gibt keine Bevorzugung."
Hinsichtlich weiterer Siege und den Weltmeister Titel sagte Brawn weiter: "Unser Plan ist beiden Fahrern die gleiche Gelegenheit zu geben, ausser es gibt eine mathematische Chance, dass es einer nicht schafft. Wenn ein Fahrer es schaffen kann und der andere nicht mehr, dann erst müssen wir den Schwerpunkt auf den einen Fahrer setzen."
Jackie Weiss
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