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Formel 1 - Lewis Hamilton nach Barcelona: "Lang, hart und es war unglaublich schwierig"

Lewis Hamilton nicht happy mit seinem McLaren-Mercedes

10.05.2009 Der amtieren Weltmeister Lewis Hamilton belegte beim Grand Prix von Spanien den neunten Platz. Sein McLaren-Teamkollege Heikki Kovalainen fiel nach sieben von 66 Runden wegen Getriebeproblemen aus. Nach 307,104 km erzielten die Brawn Mercedes Fahrer Jenson Button und Rubens Barrichello einen Doppelsieg. Nach fünf von 17 Rennen der Formel 1 Saison 2009 führt Button nach seinem vierten Sieg in der Fahrerwertung mit 41 Punkten vor seinem Brawn-GP-Teamkollegen Rubens Barrichello mit 27 Zählern. Hamiton ist Siebter mit neun Punkten.

Lewis Hamilton (Platz 9): „Das war heute kein einfaches Rennen, denn wir haben nicht soviel Abtrieb wie die Spitzenautos. Anfangs machte ich mir Sorgen um meine Reifen, denn ich war nach dem Unfall vor mir in der zweiten Kurve über mehrere Wrackteile gefahren. Das Rennen war lang und hart und es war unglaublich schwierig, das Auto auf der Straße zu halten. Manchmal war es, als ob ich auf Eis fahren würde, besonders kurz vor meinem zweiten Boxenstopp, als ich mit den weicheren Reifen kaum noch Grip hatte. Ich gab das ganze Rennen über alles, deshalb ist der neunte Platz nicht die richtige Belohnung für die harte Arbeit des Teams am ganzen Wochenende. In Monaco sollten wir besser aussehen, denn dort gibt es keine Hochgeschwindigkeitskurven. Ich freue mich schon darauf.“
 

Heikki Kovalainen

Heikki Kovalainen nach Getriebeproblemen ausgefallen

Zoom

© mercedes

Heikki Kovalainen (Getriebeproblemen): „Ich habe zur Zeit einfach kein Glück. Das ganze Wochenende war schwierig. Die Leistungsfähigkeit des Autos entspricht nicht unseren Erwartungen, auch wenn wir uns gegenüber den Testfahrten hier vor rund zwei Monaten deutlich gesteigert haben. Ich freue mich bereits auf Monaco, wo ich noch härter kämpfen werde – ich lasse mich nicht unterkriegen.“

Martin Whitmarsh: „Lewis startete sehr gut, doch er verlor ohne eigene Schuld Zeit, als er dem Unfall auswich und er an das Ende des Feldes zurückfiel. Danach hatte er es nicht leicht, denn in Barcelona ist das Überholen nicht einfach. Zudem bauten seine Reifen während des zweiten Stints ab und nach dem zweiten Boxenstopp lag Alonso vor ihm. Als Neunter kämpfte Lewis bis zum Schluss mit der Hoffnung, dass eines der Autos vor ihm ausfallen würde und er einen hart erarbeiteten WM-Punkt holen könnte. Leider sollte es nicht sein, doch er zeigte seinen beeindruckenden Kampfgeist. Heikki startete ordentlich, doch ein Getriebeschaden beendete sein Rennen vorzeitig. Wir hatten vorher gesagt, dass dies Rennen einen Tiefpunkt in unserer bisherigen Saison darstellen würde, und das hat sich bewahrheitet. In zwei Wochen, auf einer Strecke mit ganz anderer Charakteristik als hier in Barcelona, sollten wir deutlich besser aussehen. Doch wir sind immer noch nicht da, wo wir hinwollen, und wir arbeiten weiter ohne Unterlass, um das zu ändern.“

Norbert Haug: „Wir wussten seit den Testfahrten hier, was wir mit unserem Auto auf dieser Rennstrecke zu erwarten hatten. Überrundet zu werden war ein schlechter Lohn für Lewis‘ fahrerische Leistung heute - er erreichte alles, was mit seinem Auto auf dieser Strecke möglich war – wir kommen mit den Hochgeschwindigkeitskurven einfach noch nicht so zurecht wie unter dem alten Reglement und müssen uns deshalb speziell in dieser Anforderung in den nächsten Wochen und Monaten dramatisch steigern. Gott sei Dank holte das Brawn-Team mit unserem Mercedes-Benz Motor für Mercedes hier erneut die Kastanien aus dem Feuer und bemerkenswert ist, dass Jenson Button mit ein- und demselben Motor hintereinander den Grand Prix in Bahrain und jetzt den Spanien Grand Prix innerhalb von 14 Tagen gewann. Auch beim nächsten Rennen in Monaco wird derselbe Mercedes V8 Buttons Auto antreiben. Glückwunsch an Jenson, Rubens, Ross, Nick und das gesamte Team - Ihr seid seit Saisonbeginn die Messlatte.“
 
Alle Ergebnisse aus Barcelona finden Sie hier beim Speed-Magazin.de


Jean-Pierre Stewart / mercedes

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