28.07.2010
Der Hungaroring wurde Mitte der 1980er Jahre konstruiert und liegt bei Mogyoród, nur 19 km von Zentrum Budapests entfernt. Die Strecke mit einer Länge von 4,381 km ist sehr eng, wellig und kurvenreich und jede Kurve führt direkt weiter zur nächsten, was das Überholen sehr schwierig macht. Der Kurs setzt hohe Ansprüche an die Physis der Fahrer, die kaum Zeit haben um zu verschnaufen oder durchzuatmen. Der Hungaroring ist zu Beginn des Rennwochenendes noch „grün“ und schmutzig, aber das Gripniveau steigt im Laufe der Veranstaltung an. Der Kurs, auf dem ein hohes Maß an Abtrieb erforderlich ist, zählt zu einem der sichersten im gesamten Formel 1-Kalender. Das Rennen in Ungarn ist das letzte Rennen vor der Sommerpause und die Temperaturen sind für gewöhnlich extrem hoch, so dass es im Inneren des Cockpits über 60°C heiß werden kann.
Hispania Racing, HRT F1 Team, ist gerüstet, um wieder um Positionen zu kämpfen und die Lücke zu den anderen Teams zu schließen. Das spanische Team versucht beim Großen Preis in Ungarn, zum fünften Mal in dieser Saison mit beiden Autos die Ziellinie zu überqueren und mit einem positiven Ergebnis in die Sommerpause zu gehen.
Teamchef Dr. Colin Kolles:
“Das Rennen in Ungarn wird eines der härstesten Rennen der Saison werden. Die hohen Temperaturen und der enge, kurvenreiche Streckenverlauf bringen sowohl die Fahrer als auch die Rennaustos an ihre Grenzen. Da das Überholen in Budapest fast unmöglich ist, ist ein gutes Ergebnis im Qualifying mit wenig Benzin im Tank sehr wichtig. In Ungarn benötigt man ein Auto mit mechanischem Grip, einen drehmomentstarken Motor und Fahrer, die den hohen physischen Anforderungen standhalten können. Wir hoffen darauf, das Rennen erneut mit beiden Autos zu beenden und ein gutes Ergebnis vor der Sommerpause zu erreichen.“
Sakon Yamamoto: “Ich kann es kaum erwarten, zum Hungaroring zurückzukehren, da ich die Strecke seit meinen Formel 1-Rennen mit Super Aguri und Spyker F1 und von der GP2 Serie mit ART sehr gut kenne. Die Rennen dort sind immer sehr anstrengend, da es keine Abstände zwischen den Kurven gibt. Man braucht ein Auto, das stabil beim Bremsen ist und eine gute Traktion besitzt. Ich werde alles geben und ich hoffe, dass wir hier etwas mehr Glück haben als in Hockenheim.“
Bruno Senna:
“Ich freue mich auf Ungarn, weil die Atmosphäre immer sehr gut ist und die Zuschauer die Show dort genießen. Ich bin auf dem Hungaroring bereits in der GP2 Serie gefahren und bin dort 2008 zwei Mal auf dem Podium gestanden. Es ist ein Kurs, der viel Abtrieb erfordert und viele lange, wellige Kurven besitzt und von Auto und Fahrer sehr viel abverlangt. Wir hoffen darauf, dass wir eine bessere Leistung zeigen können, als von uns erwartet wird und wir die Zuschauer überraschen können.“