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ADAC Procar: Wasserschlacht am Salzburgring

Läufen 9 und 10 der ADAC Procar am Salzburgring

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© leidinger

28.07.2010 Am vergangenen Wochenende startete Johannes Leidinger in den Läufen 9 und 10 der ADAC Procar am Salzburgring. Der zweite Auslandseinsatz innerhalb von 14 Tagen wird dem 23-Jährigen BMW-Piloten noch länger in Erinnerung bleiben: Pünktlich zum Qualifying am Freitag begann es heftig zu regnen, was nicht nur das Zeittraining, sondern auch die beiden Rennen am Samstag beeinflusste.

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Mit seinen 60 kg Zusatzgewicht im Auto, war Johannes Leidinger bereits vor dem Rennwochenende klar, dass es am Salzburgring nicht einfach für ihn werden würde. Auf den langen Geraden am Salzburgring ist Topspeed gefragt und dieser ist auch vom Fahrzeuggewicht abhängig. „Am besten kommt man hier voran, wenn man einen anderen Fahrer vor einem findet, an den man sich hängen kann und dessen Windschatten man nutzen kann. Aber darauf kann man sich nicht verlassen“, erklärt Leidinger, der in den freien Trainings versuchte, den BMW 320 si E90 bestmöglich auf die kommende Herausforderung vorzubereiten.

Im Zeittraining am Freitag Nachmittag sollte sich dann zeigen, ob die geleistete Abstimmungsarbeit sich auszahlt. Leidinger war trotz einsetzendem Regen vorne mit dabei und setzte einige respektable Zeiten. „Ab dem Moment, in dem es darauf ankam,  waren wir voll da“, so der Saarländer. „Aber ich muss zugeben, dass mir das Wetter auch geholfen hat. Ich fahre einfach gerne im Regen und mag die schwierigen Bedingungen, die wir auf der Strecke vorfanden“, fügt er hinzu. Ein gerissener Krümmer verhinderte am Ende weitere schnelle Zeiten und Leidinger holte sich Startplatz 3 hinter Oliver Mayer und seinem Teamkollegen Roland Hertner.

Die Bedingungen am Rennsamstag verschlechterten sich kurz vor dem ersten Rennen, das um 9.50 Uhr gestartet wurde, abermals. Der Regen wurde heftiger und es bildeten sich teilweise große Pfützen auf der Strecke. „Die Sicht ging durch den heftigen Regen gegen Null und man schwamm immer wieder auf. Ich fuhr am Ende hinter Oliver Mayer – die Gischt machte das Fahren hinter ihm nicht wirklich einfacher. Ich weiß, dass mehr drin gewesen wäre, aber ein Angriff wäre immer mit einem großen Risiko verbunden gewesen. Daher habe ich mich dagegen entschieden und blieb hinter Mayer, was am Ende Platz 4 für mich bedeutet“, fasste Leidinger zusammen.

In das zweite Rennen startete er daher aus der zweiten Startreihe, konnte sich aber im Rennverlauf immer weiter nach vorne kämpfen bis er hinter Roland Hertner, dem Führenden, angekommen war. „Es war wie ein déjà-vu. Erneut saß ich fest. Ich hätte Roland überholen können, aber mir das Risiko zu groß. Ich fahre hier, um Punkte zu sammeln. Das ist wichtiger als ein einzelner Sieg“, so Leidinger, der Platz 2 sicher ins Ziel fuhr.   

In der Meisterschaftswertung liegt er nun hinter Roland Hertner auf Platz zwei, doch trennen ihn nur drei Punkte vom Führenden. „Es sind noch sechs Läufe, da kann sich noch viel tun. Aber ich freue mich jetzt schon darüber, dass ich in meinem ersten Jahr in der Division 1 so weit vorne mitmischen kann – egal wie es am Ende ausgeht“, erklärte Leidinger. In der Rookie-Wertung hat er die alleinige Führung übernommen und sich außerdem einen kleinen Vorsprung erkämpfen können.

Die Läufe 11 und 12 der Saison 2010 werden am 15. August 2010 auf dem Eurospeedway in der Lausitz im Rahmen des ADAC Masters Weekends ausgetragen.

Von Daisy Dukes / leidinger
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