24.07.2010
Der Start ins Rennwochenende zum 11. Formel 1 Lauf 2010 war nass. Über die 4.574km lange Rennstrecke in Hockenheim regnete es fast die gesamte Zeit der beiden Training Sessions. So konnten die Formel 1 Teams nach langer Zeit wieder mit Regenreifen ausrücken. Im technischen Debrief mit Alan Permane, dem leitendenden Renault F1 Renningenieur erklärt er wie das Wetter sich auf das Trainings Programm und die neue Fahbahnoberfläche auswirkte und spricht über die Erwartungen des Teams.
Wie funktionierte der Renault R30 im Nassen am Freitag Morgen?
Alan Permane: Insgesamt ziemlich gut. Wir fuhren am Vormittag mit beiden Regenreifen. Zunächst die sogenannten Full Wets, später dann auf abtrocknender Strecke die Intermediates. Beide Autos zeigten eine leichte Tendenz zum Untersteuern, aber es gab keine größeren Probleme. Tatsächlich kam Vitaly [Petrov] unter diesen Bedingungen mit dem Auto besser zurecht als Robert [Kubica].
Die Strecke erhielt in einigen Abschnitten eine neue Fahrbahnoberfläche. Konnten Sie herausfinden, wie sich das auf die Reifen auswirkt? Permane: Die Verhältnisse haben uns das Leben erschwert. Wir konnten nicht so viele Informationen sammeln, wie wir gewollt hätten. Ein Großteil des neuen Belags findet sich im Bereich von Turn 6. Und weil der Asphalt dort so dicht ist, dauerte es auch sehr lange, bis dieser Abschnitt abtrocknete.
Wie verhalten sich die super-weichen, wie die harten Reifen? Permane: In Montreal gab es mit der extrem weichen Mischung viele Probleme. Hier in Hockenheim scheint sich dieser Reifen ziemlich normal zu verhalten. Allerdings konnten wir die beiden Optionen nicht sehr intensiv mit einander vergleichen. Als wir zu Beginn des zweiten Trainings mit den harten Reifen fuhren, war es an vielen Stellen noch sehr feucht. Beide funktionierten eigentlich recht gut. Die harten brauchten ein paar Runden, um auf Temperatur zu kommen, wurden dann aber schneller und schneller. Die weichen hingegen liefern von Beginn an Performance, neigen aber zu einem untersteuernden Fahrverhalten.
Wie lautet Ihre Wettervorhersage für das Wochenende? Permane: Momentan sieht es so aus, dass es heute Abend auf jeden Fall und vielleicht auch morgen früh weiter regnet. Während Qualifying und Rennen sollte es aber trocken bleiben. Obwohl die Strecke heute noch ziemlich „grün“ war, konnten wir mit den weichen Pneus während der zweiten Session ohne Probleme einen langen Stint fahren. Über die Reifen machen wir uns daher keine Sorgen. Da es am Nachmittag zudem überwiegend trocken war, konnten wir auch ein Basis-Set-up erarbeiten und eine gute Vorstellung davon bekommen, wo wir in puncto Performance stehen.