16.07.2010
Nach drei Rennwochenenden mit neun Läufen und nach sieben Wochen Pause starten das Team Mücke Motorsport aus Berlin und seine Fahrer Andrina Gugger (Schweiz) und Pascal Wehrlein (Worndorf) mit einer gehörigen Portion Optimismus am Wochenende in die zweite Saisonhälfte des ADAC Formel Masters.
Im niederländischen Assen stehen die ADAC Formel Masters Läufe zehn bis zwölf auf dem Programm. Die West-Tour des Rennstalls aus der deutschen Hauptstadt, der die Farben des ADAC Berlin-Brandenburg vertritt, vervollständigt Teamchef Peter Mücke, der im Ford Capri RS seinen ersten Renneinsatz bei zwei Läufen der niederländischen Youngtimer-Trophy im belgischen Zolder bestreitet.
Das Team-interne Fernduell um die besten Platzierungen zwischen den Youngstern und dem „alten Hasen“ – Peter Mücke holte seit 1973 als Rennfahrer bisher mehr als 500 Siege – verspricht ein interessantes Wochenende. „Das ist allerdings nicht die Hauptsache, um die es geht“, wehrt der Teamchef ab. „Ich habe meinen Spaß, mal wieder selbst hinterm Lenkrad zu sitzen und Rennen zu fahren. Für Andrina und Pascal geht es darum, am Beginn ihrer Rennfahrer-Karrieren weitere Duftmarken zu setzen und sich mit vorderen Platzierungen in der Meisterschaft zu verbessern sowie für weitere Aufgaben im Motorsport zu empfehlen.“
Dass die beiden Youngster das in der Nachwuchsserie mit den 145 PS starken Einheitsautos Formel ADAC powered by Volkswagen können, haben sie bereits unter Beweis gestellt. Der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Formel-Neuling Wehrlein ist Vierter der Gesamtwertung und stand bislang viermal auf dem Podest (je einmal Erster und Zweiter, zweimal Dritter). Die Schweizer Lehrerstudentin Andrina Gugger (Gesamtplatz 13) hatte zum Saisonstart in Oschersleben mit Rang fünf ihr bisher bestes Ergebnis und in den folgenden Rennen allerhand Pech. „Für beide sollte es jetzt in Assen in Richtung Top Fünf gehen. Wichtig ist dort vor allem, schon im Qualifying mit vorderen Positionen den Grundstein dafür zu legen. Sie wollen nachweisen, dass sie in ihrer Entwicklung ein weiteres Stück vorangekommen sind“, sagt Teamchef Peter Mücke.
Dass erst selbst – trotz der aufgrund seiner immer vielfältigeren Aufgaben als Chef des größten privaten Rennstalls in Deutschland weniger gewordenen eigenen Renneinsätze – nichts verlernt hat, will der 63-jährige Berliner der Konkurrenz in Zolder zeigen. Nach dem ersten Rollout mit dem rund 450 PS starken Ford Capri RS 3100 (3,4 Liter Hubraum, Baujahr 1974) Ende Juni auf dem Schleizer Dreieck, geht es nun in Belgien um Top-Platzierungen. Sein Sohn Stefan Mücke, selbst als Sportwagen Pilot und Aston Martin Werksfahrer unter anderem in die FIA GT1 World Championship unterwegs, hat das legendäre Rennauto wieder perfekt vorbereitet. In Zolder wird der 28-Jährige als Renningenieur und Teamchef seinem Vater die Marschrichtung vorgeben.