16.03.2009
Außer Spesen nicht viel gewesen: Für die beiden Renault Clio R3-Piloten Carsten Mohe und Mark Wallenwein endete der Auftakt zur Deutschen Rallye-Meisterschaft 2009 bereits, bevor er richtig begonnen hatte. Auf der allerersten Wertungsprüfung am Freitagnachmittag mussten beide ihre Wettbewerbsgeräte mit technischem Defekt abstellen. Bei Carsten Mohe verhinderte ein Motorschaden die Weiterfahrt, Mark Wallenwein rollte mit defekter Antriebswelle nur rund zehn Meter weiter aus. Der junge Stuttgarter konnte die Veranstaltung nach der Reparatur unter SupeRally-Bedingungen zwar fortsetzen. Trotz mehrer Bestzeiten hatte er aufgrund der gesammelten Strafminuten allerdings keine Chance mehr auf einen der vorderen Plätze.
„So ist nun einmal der Motorsport“, kommentierte Carsten Mohe knapp. „So etwas passiert, da kann eigentlich keiner etwas dafür – am wenigsten ich und mein Team.“ Der Crottendorfer hatte erst zwei Tage zuvor einen neuen 2,0-Liter-Motor der jüngsten Spezifikation von Renault Sport Technologies (RST) aus Frankreich geliefert bekommen. In der jüngsten Entwicklungsstufe leistet der Vierzylinder rund 250 PS, ein Plus von etwas mehr als zehn Prozent gegenüber der bisherigen Version. „Die erste Analyse vor Ort ergab, dass ein Pleuellager gebrochen ist“, so Mohe weiter. „Der anwesende RST-Ingenieur war mindestens so enttäuscht wie wir. Er hat mir versprochen, dass sie den Motor gründlich untersuchen und den Fehler finden werden. Zwar sind es bis zum nächsten Lauf nur drei Wochen. Aber ich bin sicher, dass wir da wieder voll angreifen können.“
Wie es aussehen kann, wenn mit einem Renault Clio R3 „voll angegriffen“ wird, zeigten am zweiten Tag der Rallye Oberland Mark Wallenwein und sein Beifahrer Stefan Kopczyk eindrucksvoll auf: Vier Klassen-Bestzeiten markierten die beiden auf den zehn Wertungsprüfungen des Samstags. Zwar konnten sie die aufgrund des SupeRally-Reglements verhängten 15 Strafminuten – fünf pro nicht beendeter Wertungsprüfung am Freitag – nicht wettmachen, sammelten dafür aber weitere wertvolle Erfahrungen mit ihrem rund 230 PS starken Fronttriebler. Im Gesamtklassement der Rallye Oberland belegten Wallenwein/Kopczyk schließlich Rang 34, in der Division 2 Platz fünf von fünf gewerteten Teams.
Der zweite Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft 2009, die ADAC-Wikinger-Rallye rund um Schleswig, findet am 3. und 4. April statt.