10.01.2008
Am 8. Januar kamen die Rennwagen an, die 6 Wochen unterwegs nach Dubai waren. Gestern, am 9.Januar, reiste Martin Kinzler und das Team Ebbing Motorsport an. Im Tagebuch berichtet der Deutsche Pilot über sein ersten Tag in Dubai:
Endlich da. Nach einem entspannten Flug von Stuttgart über Amsterdam sind wir heute morgen in Dubai gelandet. Der erste Tag eines langen Rennwochenendes. Die Begrüßung, die uns die Wüstenmetropole um 6 Uhr morgens gewährt, ist freundlich. 12 Grad und ein gut gelaunter indischer Taxifahrer. Und das Beste: Schon auf der Fahrt zum Hotel sehe ich die ersten Kamele. Jetzt weiß ich, dass ich wirklich angekommen bin in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Schade ist nur, dass sich mein Traum von 1001 Nacht nicht hundertprotzentig erfüllt. Das Hotel ist schön, aber eben nicht der erwartete arabische Traum, sondern eher europäisch nüchtern angehaucht. Entschädigt werde ich dafür, als wir wenige Stunden später endlich Richtung Dubai Autodrome aufbrechen. Ein Rennkurs umgeben von Baggern, Sandhaufen und anderen Baumaschinen. Dass inmitten dieser überdimensionalen Baustelle überhaupt eine Rennstrecke Platz findet, hat mich umgehauen. Aber das ist Dubai.
Diese Stadt ist eine faszinierende Großbaustelle. Doch Baustelle hin oder her. Der Anblick des Tracks verursacht bei mir Gänsehaut, die Luft brennt und mich packt das Rennfieber. Hallo Dubai! Das lässt mich auch die über zweistündige Taxifahrt hierher vergessen. Eine Irrfahrt, bei dem ich als Fremder dem Fahrer auch noch den Weg erklären musste. Aber ich habe mir sagen lassen, dass das ganz normal ist in dieser Stadt der Superlative. Und der Taxifahrer ist eben auch kein Rennfahrer. Dubai hat mich überrumpelt mit seinem Verkehr – Autos Stoßstange an Stoßstange auf einer sechsspurigen Straße – seinen riesigen Baustellen und nicht zuletzt mit dieser fabelhaften Rennstrecke. Ein anstrengender Tag geht zu Ende und für mich ist es Zeit, ins Bett zu gehen. Morgen steht die Qualifikation auf dem Programm. Da muss ich fit sein. Gute Nacht Dubai.