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GT Masters am Sachsenring: Audi-Sieg im Duell der ADAC GT Masters-Titelkontrahenten

Tabellenführer Kelvin van der Linde/René Rast feiern zweiten Saisonsieg

20.09.2014 (Speed-Magazin) Der Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Auf dem Sachsenring kämpften am Samstag die drei erstplatzierten in der Tabelle um den Sieg. In einem spannenden Duell setzten sich die Tabellenführer Kelvin van der Linde und René Rast im Audi R8 gegen den Porsche 911 mit ihren engsten Titelkontrahenten Jaap van Lagen sowie Christian Engelhart durch. Das Podium war am Samstag ein Abbild des Tabellenstandes: Rang drei ging an Claudia Hürtgen und Dominik Baumann im BMW Z4. „Der zweite Saisonsieg hat deutlich länger gedauert, als wir uns das gewünscht haben“, jubelte van der Linde nach dem Rennen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir vor allen unseren Verfolgern ins Ziel gekommen sind und damit nun etwas mehr Luft an der Tabellenspitze haben.“

Van der Linde agiert in der Startphase souverän

Pole-Setter van der Linde brauchte in der ersten Rennhälfte gute Nerven. Der Audi-Pilot setzte seinen ersten Startplatz in die Führung um, doch dann bremsten zwei Safety-Car-Phasen in den ersten sieben Runden das Feld ein. Nach einem Kontakt zwischen zwischen Alon Day (22, IL / BKK MOBIL OIL Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG und Max Sandritter (25, Raubling / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 in der Startrunde und einem technischen Defekt an der auf der Strecke stehenden Corvette von Patrick Assenheimer (22, Heilbronn / Callaway Competition) in Runde sechs rückte das Safety-Car aus.

Der Start auf dem Sachsenring
Der Start auf dem Sachsenring
© ADAC | Zoom
Nach den Restart verteidigte van der Linde stets die Führung vor Verfolger Engelhart im Porsche 911, konnte sich aber nicht von seinem Kontrahenten absetzen. Erst nach dem Fahrerwechsel von van der Linde auf Rast konnte sich der Audi an der Spitze einen Vorsprung von bis zu 3,5 Sekunden auf nun von van Lagen gesteuerten Porsche herausfahren. Der Vorsprung egalisierte sich allerdings zehn Minuten vor Rennende, als das Safety-Car abermals auf die Strecke ging, nachdem Corvette-Pilot Sebastiaan Bleekemolen (36, NL / Callaway Competition) auf der Strecke nach technischem Defekt ausgerollt war. Sechs Minuten vor dem Rennende wurde das Rennen für fünf Runden wieder freigegeben, in denen sich Rast und van Lagen ein Duell um Rennsieg und Tabellenführung lieferten. Der Audi-Pilot behielt die Spitze und siegte mit 1,3 Sekunden Vorsprung.

„Die Safety-Car-Phase zum Schluß hat uns nicht geholfen, ich konnte dann auf den letzten Runden aber noch eine kleine Lücke herausfahren“, so Rast nach seinem siebtem ADAC GT Masters-Laufsieg. „Wir mussten heute mit der Strategie aufpassen. Eigentlich stoppen wir im ersten Rennen im früh, doch in dem Fall hätte der Porsche vielleicht Zeit gewinnen können und dann wäre es nochmals eng geworden. Daher haben wir die Strategie auf den Porsche abgestimmt und sind spät an die Box gekommen.“

Baumann/Hürtgen halten sich mit Rang drei im Titelkampf

Eine gute Strategie brachte auch Hürtgen und Baumann auf Rang drei und hielt das BMW-Duo im Titelrennen. Hürtgen lag nach dem Start auf Rang sechs, durch einen frühen Stopp konnte Baumann in der zweiten Rennhälfte auf Rang drei nach vorn fahren. Sebastian Asch (28, Ammerbuch) und Philip Frommenwiler (25, CH / beide Farnbacher Racing) hatten nach längerer Durststrecke wieder ein Erfolgserlebnis und kamen im Porsche 911 als Vierte ins Ziel. Über sein bisher bestes Saisonergebnis durfte Philip Geipel (27, Plauen) jubeln. Der Lokalmatador fuhr bei seinem Heimspiel gemeinsam mit Markus Winkelhock (34, Berglen-Steinach / beide YACO Racing) im Audi R8 LMS auf den fünften Rang.

Eine Durchfahrtsstrafe nach einem Tempoverstoss in der Boxengasse vereitelte einen möglichen Podiumsplatz von Luca Stolz (19, Brachbach) und Maximilian Götz (28, Uffenheim / HTP Motorsport). Nachdem das Mercedes-Benz-Duo in der Startphase auf Rang drei lag, kam der Flügeltürer nach absolvieren der Strafe auf Rang sieben hinter ihren Markenkollegen Maro Engel (29, München) und Jan Seyffarth (28, Querfurt / ROWE RACING) ins Ziel.

David Jahn (23, Leipzig) und Sven Barth (33, Weinheim / RWT Racing Team) steuerten die schnellste Corvette auf Rang acht vor Fabian Hamprecht (19, Hagen) und Nicki Thiim (25, DK / beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Herbert Handlos (31, A), Tabellenführer und Klassensieger in der Gentlemen-Wertung, holte als Zehnter im Porsche 911 mit Alfred Renauer (29, München / beide TONINO Team Herberth) noch einen Punkt.

Handlos hat am Sonntag Chance auf den Gentlemen-Titel

Porsche-Pilot Handlos kommt Gentlemen-Titel mit achtem Saisonsieg näher
Porsche-Pilot Handlos kommt Gentlemen-Titel mit achtem Saisonsieg näher
© ADAC | Zoom
In der Gentlemen-Wertung hielten Dominic Jöst (36, Absteinach) und Florian Scholze (41, Leipzig / beide TONINO Team Herberth) den Titelkampf weiter spannend. Zwar holte Handlos auf dem Sachsenring seinen achten Laufsieg vor seinen Teamkollege Jöst/Scholze. Durch das Punktesystem in der Gentlemen-Wertung, das die Fahrerkombination auf einem Fahrzeug berücksichtigt, konnte der Österreicher seinen Vorsprung in der Tabelle nur um 1,5 Punkte ausbauen. Das Corvette-Duo Remo Lips (32, CH) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Lennart Marioneck (25, Bamberg / Callaway Competition) beendete das Rennen als Dritte.

Audi im Rennen zwei auf den ersten drei Startplätzen

Die Sieger aus ersten Lauf haben auch im zweiten Rennen am Sonntag (Rennen live ab 11:45 Uhr bei kabel eins) einen vielversprechenden Startplatz und gehen hinter ihren Audi-Markenkollegen Nicki Thiim und Daniel Dobitsch (30,A / kfzteile24 APR Motorsport) als Dritte ins Rennen. Rast startet am Sonntag aus der zweiten Startreihe neben dem Porsche von Titelkontrahent van Lagen.

Ergebnis Rennen 1 (Top-Sechs):
1. Kelvin van der Linde/René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), 40 Runden
2. Christian Engelhart/Jaap van Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 1,342 Sek.
3. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3), +3,460 Sek.
4. Philipp Frommenwiler/Sebastian Asch (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R), +5,102 Sek.
5. Philip Geipel/Markus Winkelhock (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra), +5,775 Sek.
6. Maro Engel/Jan Seyffarth (ROWE RACING-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), +6,351 Sek.


Jean-Pierre Stewart

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