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ADAC GT Masters: Elia Erhart erlebt ein schwieriges Rennwochenende in der Steiermark

14.06.2017 (Speed-Magazin.de) Nach dem deutlichen Aufwärtstrend in der Lausitz musste Elia Erhart bei der dritten Saisonstation des ADAC GT Masters im österreichischen Spielberg einen kleinen Rückschlag hinnehmen. So kam der 29-jährige Röttenbacher trotz einer starken Rennperformance auf dem Red Bull Ring nicht über die Plätze 16 und 18 hinaus. 

„Wir sind mit dem guten Gefühl aus der Lausitz angereist und hatten uns sehr viel vorgenommen. Leider kamen jedoch an diesem Wochenende einige Faktoren zusammen, die ein besseres Ergebnis verhindert haben. Insbesondere im Qualifying war bei uns im wahrsten Sinne des Wortes der Wurm drin. Schade, denn unser Rennspeed war unheimlich gut und es wäre einiges möglich gewesen“, so Erhart.

Der Mittelfranke nahm für die Audi Sport racing academy das erste Qualifying in Angriff. Auf den Audi-Piloten warteten dabei keine einfachen Bedingungen, denn die Strecke war infolge eines Gewitters zu Beginn stellenweise noch feucht. Es blieb somit nur ein kleines Zeitfenster am Ende der 20-minütigen Session, um eine schnelle Rundenzeit zu erzielen. „Ich war zwar zum richtigen Zeitpunkt auf der Strecke unterwegs, habe allerdings auf meiner schnellen Runde einen kleinen Fahrfehler gehabt, was mich extrem ärgert. Von der reinen Performance her wäre sicher ein Platz unter den Top-20 möglich gewesen“, so Erhart, der sich nach dem Qualifying mit der 26. Startposition begnügen musste.

© Gruppe C | Zoom
Im Samstagsrennen konnte Elia Erhart dann allerdings unter Beweis stellen, dass deutlich mehr Potential in ihm und dem Audi R8 LMS der Audi Sport racing academy steckt. So konnte er bereits in der Anfangsphase des Rennens einige Positionen gutmachen. „Ich bin schnell in meinen Rhythmus gekommen und habe auf der Strecke schöne Kämpfe mit den Markenkontrahenten von Porsche und Mercedes gehabt. Beim Fahrerwechsel zur Mitte des Rennens waren wir schon unter den Top20.“

Ein zu kurzer Boxenstopp sorgte allerdings dafür, dass die Aufholjagd von Erhart und seinem Teamgefährten Chris Höher erst einmal unterbrochen wurde. „Laut Reglement muss ein Boxenstopp mindestens 65 Sekunden andauern. Wir sind leider eine Zehntelsekunde zu früh wieder auf die Strecke gegangen, sodass wir eine Durchfahrtsstrafe bekommen haben.“ Doch trotz dieser Strafe konnten sich Erhart und Höher bis zum Ablauf der einstündigen Renndistanz mit ihrem Audi R8 LMS noch weiter nach vorne arbeiten. Am Ende überquerten sie auf dem 16. Platz die Ziellinie. „In Anbetracht dieser Umstände haben wir noch das Maximum herausgeholt. Ohne die Strafe wäre heute der 12. oder 13. Platz für uns in Reichweite gewesen.“

Am Sonntag ging das Fahrerduo von Startplatz 25 aus ins Rennen. Erharts Teamkollege Chris Höher fiel nach einem leichten Verbremser zu Beginn kurzzeitig auf den 28. Rang zurück, konnte sich danach allerdings Stück für Stück wieder nach vorne arbeiten. Erhart, der das Steuer von Höher zu Rennmitte übernahm, brachte den Audi R8 LMS schließlich nach einer fehlerfreien Leistung auf dem 18. Platz ins Ziel.

„Der Red Bull Ring kommt von seiner Streckencharakteristik anderen Fahrzeugen sicherlich deutlich mehr entgegen als uns. Trotzdem müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen, denn im ersten Sektor haben wir pro Runde auch auf die anderen Audi R8 LMS einiges verloren. Bis zum nächsten Rennen in Zandvoort müssen wir nun genauer analysieren, woran es letztlich gelegen hat. Wenn uns das gelingt, dürfte einiges möglich sein. Der Kurs in Zandvoort liegt dem Audi R8 LMS sehr gut.“


DaCo / JM


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