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ADAC GT Masters: Elia Erhart "Eine schwierige und lehrreiche Saison liegt hinter uns"

01.10.2017 (Speed-Magazin.de) Mit den letzten beiden Läufen des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring endete für Elia Erhart die Motorsportsaison 2017. Gemeinsam mit seinem Team der Audi Sport racing academy hatte sich der Röttenbacher für das Finalwochenende noch einmal viel vorgenommen, doch trotz positiver Ansätze fehlte am Ende das nötige Rennglück. Rückblickend betrachtet war es für Elia Erhart ein schwieriges, aber gleichzeitig auch ein äußerst lehrreiches Jahr. 

„Natürlich hätten wir uns über die Saison hinweg teamintern bessere Ergebnisse erhofft. Trotzdem muss ich sagen, dass ich in diesem Jahr wirklich viele neue Erfahrungen sammeln konnte und dafür sehr dankbar bin. Für mich ist dieser Faktor unheimlich wichtig, da es erst meine zweite Saison im ADAC GT Masters war. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei der Audi Sport racing academy sowie bei meinem Teamkollegen Chris Höher bedanken“, so Erhart.

Vor allem anhand des Samstagslaufes auf dem Hockenheimring wurde deutlich, dass das Rennglück in diesem Jahr nicht unbedingt auf Seiten von Elia Erhart war. So wurde der Audi-Pilot bereits kurz nach dem Start unverschuldet in einen Unfall verwickelt und musste sein Fahrzeug schon nach wenigen Metern abstellen.

„Ich habe eigentlich einen sehr guten Start erwischt und konnte direkt ein paar Plätze gutmachen. Leider hat sich dann bei der Anfahrt auf die Parabolika ein Lamborghini gedreht und eine Kettenreaktion ausgelöst, da einige Fahrzeuge zum plötzlichen Abbremsen gezwungen waren. Das ist immer problematisch, wenn das Feld in der Anfangsphase noch so eng im Pulk beisammen ist. Wir waren auch mittendrin und haben uns in dieser Szene leider die Vorderrad Aufhängung gebrochen. Hoffentlich haben wir am Sonntag mehr Glück“, schilderte Erhart anschließend.

Nachdem man das Fahrzeug im ersten Rennen am Samstag also bereits frühzeitig abstellen musste, wollte man sich mit einem guten Ergebnis beim zweiten Rennen am Sonntag in die Winterpause verabschieden. Erharts Teamkollege Chris Höher setzte diese Zielvorgabe gleich perfekt um und konnte sich vom 21. Startplatz aus immer weiter nach vorne kämpfen. Zur Rennmitte übergab er dann aussichtsreich positioniert das Cockpit an Elia Erhart. Dieser musste allerdings gleich zu Beginn seines Stints eine Durchfahrtsstrafe an der Box absitzen. „Wir haben bei unserem Boxenstopp die vorgegebene Mindeststandzeit um zwei Zehntelsekunden unterschritten. Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn durch die Strafe hat man in diesem starken Feld einfach keine Chancen mehr vorne hineinzufahren“, so Erhart, der das Rennen letztlich auf dem 21. Platz beendete.

„Natürlich hätten wir uns einen besseren Saisonabschluss gewünscht. Im zweiten Rennen waren wir bis zur Strafe auch sehr gut unterwegs. Man erkennt daran aber wieder, wie nahe Glück und Pech im Motorsport einfach zusammenhängen.“


DaCo / RB


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