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Formel 1 Suzuka Crash update: Jules Bianchi Unfall im GP Japan - GoJules! ForzaJules!

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07.10.2014 (Speed-Magazin.de / F1 Thema Jules Bianchi Crash)  Die grosse Anteilnahme für die Genesung des schwer verunglückten Jules Bianchi wegen dem Horror-Crash des Marussia Piloten im Formel-1-Grand Prix von Japan löste nicht nur bei seinen Formel-1-Kollegen, sondern weltweit eine Socialmedia-Welle aus: Mit dem Hash-Tag GoJules bei Instagram, Pinterest, Twitter, Scoopnest, Twitpic, Facebook und anderen Socialmedia-Kanälen tauschen die F1 Fans und speziell die Marussia-Bianchi-Fans ihre Meinungen über den Unfallhergang, aber auch Ihre Genesungswünsche für den jungen Franzosen Bianchi. Die letzten Nachrichten über den Gesundheitszustand sind immerhin nicht schlechter als die ersten - sodass man weiter auf einen guten Ausgang hoffen darf...

Der Überlebenskampf von Jules Bianchi

Noch gibt es keine Entwarnung von seiten der Ärzte, die seit Sonntag mittag um das junge Leben von Jules Bianchi kämpfen, der in einen Bergungskran kracht und lebensgefährlich am Kopf verletzt wird. Sein Zustand ist nach wie vor kritisch, aber stabil (wie FIA Pressesprecher Matteo Bonciani ausdrückte). Eine erste Notoperation war direkt nach Einlieferung ins Krankenhaus durchgeführt worden, eine zweite OP in der darauffolgenden Nacht wurde anscheinend nicht nötig. Bianchi atmet selbst, was ebenfalls einen Hoffnungsschimmer gibt (im Gegensatz zur Situation von Michael Schumacher, der über Monate hinweg künstlich beatmet werden musste).

Socialmedia-Welle aus: Mit dem Hash-Tag GoJules bei Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter...
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  Originalstimme von Adrian Sutil im SKY-Interview nach dem F1 GP Japan zum Unfall von Jules Bianchi: "Also diese Kurve ist eine der schwierigsten und gefährlichsten wenn es regnet, weil dort soviel Aquaplaning ist, meiner Meinung nach. Ich denke man hätte danach (er meint den Unfall von seinem Sauber Boliden) gleich Safety Car machen können.... Aber wir sind danach immer schlauer."

Extreme Unfälle erfordern aussergewöhnliche Massnahmen

Während in Japan die Ärzte um das Leben von Jules Bianchi kämpfen, sitzen unterdessen die F1-Verantwortlichen an der Analyse des Unfallhergangs und versuchen herauszufinden welche Schwachstellen man künftig vermeiden kann. Es sind in diesem verheerenden Crash in Suzuka mehrere Faktoren unglücklich zusammengekommen - die regennasse Piste mit Aquaplanung als Auslöser, der Umstand dass Adrian Sutil eine Runde zuvor in der gleichen Kurve seinen Sauber Boliden verlor und der Abschlepptraktor immer noch innerhalb der Barriere stand. Und möglicherweise waren es auch die Flaggensignale, wobei es da unterschiedliche Aussagen gibt. Für den reibungslosen Ablauf dieser exclusiven Highspeed-Rennserie ist ausser der High-Tech Maschinerie immer auch eine Menge "Menschenmaterial" erforderlich. Und genau deswegen laufen zur Zeit die FIA und F1 Köpfe heiss...

Es gab kein Glück in diesem Unglück für Bianchi

Viele Fragen hat der Unfall ausgelöst: Hätte Charlie Whiting als Rennleiter den Grossen Preis von Japan früher abbrechen müssen? Die F1 Piloten kritisierten am Ende des GP die sehr schlechte Sicht und speziell Felipe Massa kreidet den Verantwortlichen an, dass sie einen grossen Fehler gemacht haben, weil sie die Gefahr nicht richtig eingeschätzt haben. Darf ein Kran an der Strecke stehen, ohne dass das Rennen unterbrochen wird oder das Safety Car herauskommt? Reicht in solch einer Situation die Anzeige der doppelt gelben Flaggen aus?

Es ist wie immer, oder doch nicht?

Nein, ich finde nicht dass es wie immer ist und erst etwas passieren muss, um danach über Verbesserungen zu diskutieren. Die FIA, die Formel-1 Verantwortlichen und alle, die unmittelbar an diesem Königssport involviert sind, haben die F1 über die Jahre hinweg sehr sicher gemacht. Man erinnert sich an den verheerenden Unfall von Robert Kubica: Bei dem Anblick des Crashs stockte einem genauso der Atem und man konnte kaum glauben dass Kubica mitsamt seinen Gliedmassen aus dem Wrack in einem Stück lebendig wieder rauskommt.

Jules Bianchi hatte ausnehmend viel Pech bei dem Unfall in Suzuka. Denn es ist Tatsache, dass der Monocoque eines Formel-1-Autos als sicher gilt. Die vielen spektakulär aussehenden Crashs in der letzten Zeit haben keine lebensgefährlichen Konsequenzen gehabt. Was man aber sicherlich neu überdenken muss ist die Tatsache dass der Kopf eines Fahrers nur bei einem Aufprall von hinten durch den Luftschacht ausreichend geschützt wird und eben nicht, wenn das Hindernis von vorne oder von der Seite kommt.

Die Formel-1 wird nach Jules Bianchi sicherlich die Regeln in punkto Safety Car und Abschleppwagen neu überdenken. Die Ingenieure und Designer werden sich wahrscheinlich schon jetzt darüber Gedanken machen müssen wie man den Kopf besser schützen kann - er ist immerhin das Wichtigste eines Menschen....

 
 
 


Raphael Berlitz

Japan - Suzuka: News & Ergebnisse | Bildergalerie


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