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Formel 1 News: 20 Millionen Euro Antritt will Liberty Media für F1 GP Holland in Assen

Die holländischen Fans hoffen auf einen Grand Prix in Assen

08.08.2018 (Speed-Magazin.de / Thema Max Verstappen und die neue Formel1 Grand Prix Strecke in Holland)  Bisher hatte der Grosse Preis im Kalender im GP Belgien auf der berühmten Rennstrecke in Spa-Francorchamps die F1 Fans in Scharen angezogen. Doch das genügt den Holländern nun nach den Formel-1 Erfolgen des (noch-) Red Bull Piloten Max Verstappen nicht mehr. Sie wollen mehr: Der TT Circuit in Assen hat bereits mit den Eigentümern der Königsklasse seit letzten Winter Gespräche geführt und auch tatsächlich von Liberty Media und Charlie Whiting die Tauglichkeit der Strecke für einen Formel 1 Grand Prix der Niederlande bestätigt bekommen. Natürlich nach ein paar "kleinen" Änderungen, wie sich Lee van Dam gegenüber einer holländischen Zeitung ausdrückte. Lesen Sie hier im Speed-Magazin weiter, ob und wann es zum Heim-Grand Prix von Max Verstappen kommt...

Sowas gabs bisher noch nicht: Ein Formel 1 Pilot animiert tatsächlich ein ganzes Land für eine neue Grand Prix Rennstrecke!

 
Der TT-Circuit in Assen (ca.20min hinter der deutschen Grenze) ist bereit ein Formel 1 Rennen auszurichten und die holländischen F1 Fans könnten bereits in der nächsten Formel-1 Saison 2019 ihren ganz eigenen Heim-Grand-Prix bekommen. Der Promoter der Rennstrecke in Assen arbeitet mit Hochdruck am Comeback vom Grossen Preis der NiederlandeLee van Dam erklärte gegenüber der Zeitung Dagblat van het Noorden: "Die Rennstrecke ist bereit einen Formel1-Grand-Prix auszurichten." 
 
Bereits im letzten Winter hat eine FIA Abordnung mit Rennleiter Charlie Whiting den Kurs inspiziert und für tauglich befunden. Es wurden lediglich kleine Änderungen an den Kurbs und der Streckenbegrenzung gefordert.  Die Vermarkter waren beim Grossen Preis von Deutschland in Hockenheim zu Gast und haben mit den Verantwortlichen von Liberty-Media verhandelt: "Es wurden noch einmal zusätzliche Anforderungen gestellt, die wir aber schnell umsetzen können. Die Boxen sind zu klein, wir haben schon eine Lösung parat um den Platz zu verdoppeln. Es sind alles keine unüberwindbaren Probleme für uns, sonst hätten wir die Zusage der FIA nicht erhalten."
 
Bekommt Max Verstappen bereits zur F1 2019 in Assen sein Heimrennen?
Bekommt Max Verstappen bereits zur F1 2019 in Assen sein Heimrennen?
© Speedpictures | Zoom
Liberty-Media hatte beim Besuch des Moto-GP-Rennens am TT Circuit Assen bemängelt dass der Kurs für die Formel1 zu winkelig ist. Auch hier ist bereits eine Lösung parat. Die enge Strubben-Kurve soll für die Formel 1 verbreitert werden und die folgende Veenslang-Gerade wird nicht in der von der MotoGP benutzten Rechts-Links-Kombination münden. Die Gerade soll verlängert werden um vor Kurve Acht eine Ausbremsmöglichkeit zu schaffen. Für den geplanten Umbau wurde bereits der F1-Rennstrecken-Bauer Hermann Tielke kontaktiert. 
 
"Auch Charlie Whiting hat sich mit eingebracht und Vorschläge gemacht. Es sieht sehr gut aus", ist Lee van Dam überzeugt. In den nächsten Wochen wird eine Gruppe der FOM den Kurs besuchen um sich ein Bild des TT Circuits Assen zu machen. Wenn hier auch die Freigabe erfolgt, sind die grössten Hürden genommen. 
 
Um die finanziellen Forderungen zu stemmen wurde die Netherlands Grand Prix Foundation gegründet. Neben dem Promotor sind hier Vertreter der Rennstrecke, der Gemeinde und der Provinz tätig. Das Antrittsgeld liegt bei ca. 20 Millionen Euro und van Dam sieht darin kein Hindernis: "Wir sind mit mehreren Investoren in Verhandlung, die uns bei der Rückkehr in den Formel1-Kalender unterstützen wollen." 
 
Zu klären bleibt noch wo das Rennen zu platzieren wäre. "Das liegt nun nicht in unseren Händen, da müssen wir abwarten," ist sich van Dam bewusst. Was die Bewerbung von Assen angeht sieht er sich in einer sehr guten Position: "Die Strecke ist Formel 1 tauglich und die Finanzierung ist sicher. Es gibt schon 60000 Sitzplätze und das Kontingent kann noch erhöht werden. Es gibt rund 30000 Parkplätze und wir sind nur 20 Minuten von der deutschen Grenze entfernt und haben mit dem Airport Groningen-Elde einen Flughafen in der Umgebung. Die Infrastruktur rund um die Rennstrecke mit Hotels ist gut. Wir haben ein sehr anständiges Gesamtpaket."


Horst Bernhardt / DW


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