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Formel-1 2016: Erster F1-Test der Saison dient der Entwicklung der Regenreifen - Fünf Piloten fuhren über 650 Runden und 2.300KM

Der zweitägige Regenreifentest von Pirelli ist beendet

28.01.2016 (Speed-Magazin.de / Formel-1 2016) Der zweitägige Regenreifentest von Pirelli ist beendet. Die Piloten von Ferrari, Red Bull und McLaren fuhren auf dem modernen Circuit Paul Ricard in Südfrankreich. Die Ergebnisse fliessen unmittelbar in die Entwicklung der Regenreifen für die Formel 1-Saison 2016 ein.

Pirelli hatte sämtliche Formel 1-Teams zu diesem Test eingeladen. Ferrari, McLaren und Red Bull waren der Einladung gefolgt. Der Circuit Paul Ricard verfügt über eine leistungsstarke Sprinkler-Anlage, die es Pirelli ermöglichte, bei unterschiedlich hohen Wasserständen auf der Fahrbahn zu testen. Auf diese Weise ließ sich ein breites Spektrum an Nässebedingungen simulieren. Dabei setzten die Fahrer mehrere Regenreifen-Prototypen ein, deren Mischungen und Konstruktionen sich vom bekannten `Full Wet`-Reifen Cinturato Blue der Saison 2015 unterscheiden. 

Da es sich um einen sogenannten Blindtest handelte, trugen die Reifen keine Farb- Markierung auf der Flanke. Daher wussten weder die Teams, noch die Fahrer, welche Spezifikationen sie gerade testeten. Bei den Autos im Testeinsatz handelte es sich ohne Ausnahme um die unveränderten Modelle der Saison 2015. 

Das Test- und Entwicklungsprogramm dauerte zwei komplette Tage. In dieser Zeit legten die fünf teilnehmenden Fahrer auf einer verkürzten Strecken-Konfiguration 659 Runden zurück. Das entspricht einer Gesamtdistanz von 2.326 Kilometern. 

An beiden Tagen herrschten kühle Temperaturen. Die Höchsttemperatur betrug elf Grad Celsius. Obwohl die äußeren Bedingungen nicht optimal waren, konnten die Experten ein breites Daten-Spektrum erheben, das nun in den kommenden Tagen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Pirelli in Mailand analysiert wird. 
Stoffel Vandoorne (McLaren) war als einziger Fahrer an beiden Testtagen im Einsatz. Für Ferrari fuhr Kimi Raikkönen am Montag, während Sebastian Vettel am Dienstag ins Lenkrad griff. Für Red Bull testete Daniel Ricciardo am ersten und Daniil Kvyat am zweiten Tag. 

Die schnellsten Rundenzeiten an beiden Testtagen Vettel (Ferrari) 1,06750 Min. (134 Runden) Kvyat (Red Bull) 1,06833 Min (113 Runden) Vandoorne (McLaren) 1,07758 Min (87 + 127 Runden) Ricciardo (Red Bull) 1,08713 Min (99 Runden) Raikkönen (Ferrari) 1,09637 Min (99 Runden) 

Im nächsten Schritt wird Pirelli die Telemetrie-Daten der Teams mit seinen eigenen Daten vergleichen, um ein komplettes Bild der Performance jedes Prototypen zu erhalten.
 
Der erst vorsaisonale Test des Jahres findet dann vom 22. – 25. Februar in Barcelona, Spanien, statt.


DW


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