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ADAC Formel Masters: Fahrerlagergeschichten vom Sachsenring

Podestpremiere beim Heimspiel von JBR Motorsport & Engineering aus Kirchheim

23.09.2014 (Speed-Maagazin) Das ADAC Formel Masters bestritt vom 19. bis 21. September auf dem Sachsenring das siebte und vorletzte Rennwochenende der Saison 2014. Im Rahmen des ADAC GT Masters sahen am Wochenende mehr als 10.000 Zuschauer die drei Rennen der Highspeedschule des ADAC.

Meisterlich: Mikkel Jensen sicherte sich mit dem Sieg im zweiten Rennen auf dem Sachsenring vorzeitig die Meisterschaft im ADAC Formel Masters. Damit geht der Neuhauser Racing-Pilot als siebter Meister in die Geschichtsbücher ein. Jensen tritt die Nachfolge von Alessio Picariello an. „Als ich über die Ziellinie fuhr, hörte ich meinen Teamchef Hannes über Funk brüllen: We are the Champions! Das war ein unglaubliches Gefühl“, erinnert sich der Däne an den Zieleinlauf nach dem zweiten Rennen. Auf seinem Weg zum Titelgewinn erzielte Jensen neun Siege, 14 Podiumsplatzierungen und acht Pole Positions. Jensen dominierte das Geschehen auf dem Sachsenring mit der Doppel-Pole, zwei Siegen sowie zwei schnellsten Rennrunden.

Der Schnellste: Auf dem Weg zum vorzeitigen Meisterschaftsgewinn gelang Mikkel Jensen ein historischer Erfolg. Mit zehn schnellsten Rennrunden führt er die ewige Liste in dieser Kategorie nun als alleiniger Spitzenreiter an. Auf dem Sachsenring war der Däne in zwei von drei Rennen am schnellsten unterwegs. Damit überholte er die bisherigen Führenden Richie Stanaway, Meister von 2010 sowie den Vize-Meister von 2012, Gustav Malja. Beide Piloten erzielten je neun Mal die schnellste Runde in einem Rennen.

Mikkel Jensen feiert vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft!
Mikkel Jensen feiert vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft!
© ADAC | Zoom
Meisterfeier im Fahrerlager: Nach Mikkel Jensens Titelgewinn war bei Neuhauser Racing Party angesagt. Die Truppe aus Zell am Ziller feierte den ersten Meisterschaftssieg im ADAC Formel Masters gebührend. Zahlreiche Piloten aus anderen Teams freuten sich mit dem frisch gebackenen Champion und gratulierten persönlich im Zelt der österreichischen Mannschaft. Vor dem Saisonfinale in Hockenheim (3. bis 5. Oktober) ist ein weiterer Titelgewinn in greifbarer Nähe. Neuhauser Racing reist mit 90 Punkten Vorsprung in der Teamwertung zum letzten Rennwochenende der Saison. Gelingt der große Coup auf der badischen Traditionsstrecke, ginge Neuhauser Racing als siebter und letzter Teammeister in die Geschichte der Nachwuchsserie ein. Ab der Saison 2015 ersetzt die ADAC Formel 4 das ADAC Formel Masters.

Podiumspremiere beim Heimrennen: Für JBR Motorsport & Engineering verlief das Heimspiel auf dem Sachsenring äußerst erfolgreich. Igor Walilko sorgte für das beste Rennwochenende des Teams in der Geschichte des ADAC Formel Masters. Der Pole erzielte im Qualifying mit zwei fünften Startplätzen seine persönliche Bestleistung und fuhr im zweiten und dritten Rennen auf das Podium - es waren die ersten Podestplätze sowohl für Walilko als auch für JBR Motorsport & Engineering aus Kirchheim. Der Teamsitz liegt nur rund eine Stunde Autofahrt entfernt von der sächsischen Traditionsstrecke.

Zu Gast in der Heimat: Ein alter Bekannter aus dem ADAC Formel Masters war ebenfalls auf dem Sachsenring unterwegs: Marvin Kirchhöfer. Der Champion 2012 nutzt die kurze Anfahrtszeit aus seiner Heimat Leipzig, um seinem ehemaligen Team Lotus vor Ort die Daumen zu drücken. Am Samstag überreichte Kirchhöfer, der dieses Jahr in der GP3-Serie startet, die Siegerpokale auf dem Podium. Außerdem unterstützte er das Kommentatoren-Team des ATS Formel 3 Cup, der im Rahmen des ADAC GT Masters gastiert, als Experte am Mikrofon.

Alte Bekannte: Zum ersten Mal gastierte der Porsche Carrera Cup im Rahmen des ADAC GT Masters. Mit dabei waren gleich drei ehemalige Piloten des ADAC Formel Masters: Sven Müller, Jeffrey Schmidt und Antti Buri. Porsche-Junior Müller knüpfte auf dem Sachsenring an die Erfolge in seinem Debütjahr im Markenpokal an. Der 22-Jährige fuhr im zweiten Rennen auf das Podium und belegt den vierten Rang in der Gesamtwertung. Müller startete 2010 sowie 2011 in der Highspeedschule des ADAC.


Francoise McKee


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