zur Startseite

ADAC Formel Masters Ergebnisse: Stimmen am Samstag - Was sagen die Formel Masters Piloten?

ADAC Formel Masters, Nürburgring

31.08.2014 (Speed-Magazin.de / Formel Masters Nürburgring 2014) Ergebnisse -  Die Stimmen zum Samstag: Was die Fahrer des ADAC Formel Masters nach den ersten beiden Rennen auf dem Nürburgring zu sagen hatten. Marvin Dienst (17, Lampertheim, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): Ich freue mich riesig über meinen Sieg auf dem Nürburgring. Es war aber nicht so einfach wie es aussah. Nach Mikkels Ausrutscher musste ich die Führung hart verteidigen. Speziell mein Teamkollege Maximilian hat mich unter Druck gesetzt. Ich fahre aber lange genug Rennen, um die Situation richtig einschätzen zu können. Ich wusste, dass ich einfach meine Geschwindigkeit fahren muss und mich nicht zu einem Fehler verleiten lassen darf. Ich war heute sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen schnell - schauen wir mal, was am Sonntag möglich ist.

Ralph Boschung (16, SUI, Lotus): "Dieser Podiumsplatz kommt für mich sehr unerwartet und ist deshalb umso schöner. Nach meinem Ausfall im ersten Rennen war ich frustriert. Jetzt kam mir der Regen entgegen, denn ich fahre sehr gern in nassen Bedingungen. Die Erfahrung spielt natürlich eine große Rolle. Ich kann einschätzen, wo ich die Bremspunkte später setzen kann. Dadurch gehe ich selbstbewusster zu Werke. Besonders großen Spaß hat das Duell mit Maximilian Günther um Platz zwei gemacht. Es war hart, aber immer fair. Wir sind erfahren genug, um uns nicht gegenseitig in die Autos zu fahren - das war pures Racing. Als ich ihn überholt hatte, wollte ich nur Rang zwei sicher ins Ziel bringen."

Maximilian Günther (17, Rettenberg, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): "Ich bin sehr glücklich, endlich wieder auf dem Podest zu stehen. Die Anfangsphase des Rennens lief sehr gut. Ich war schnell auf Rang zwei und machte Druck auf meinen Teamkollegen Marvin. Von hinten drohte zunächst keine Gefahr und ich fuhr einen kleinen Vorsprung heraus. Dann traf ich die Entscheidung, alles auf Sieg zu setzen und Risiken einzugehen. Das hat sich leider nicht ausgezahlt. Das Duell mit Ralph um Rang zwei hat großen Spaß gemacht. Gegen Ende war mir die Verteidigung meiner Position aber wichtiger als der Kampf um Platz zwei. Nun habe ich ein paar Punkte in der Meisterschaft aufgeholt. Im Moment konzentriere ich mich aber auf die einzelnen Rennen und schaue erst am Ende des Wochenendes wieder auf die Tabelle."

Joel Eriksson (16, SWE, Lotus): "Mein Start ins zweite Rennen war leider nicht optimal. Die Reifen drehten durch und ich verlor sofort einige Position. Mit der Gischt und dem stehenden Wasser war es nicht einfach, problemfrei durch das Rennen zu kommen. Hinzu kamen kleinere Schwierigkeiten mit dem Auto, die wir bis zum dritten Rennen aber wieder im Griff haben sollten. Ich entschied mich schließlich, keine weiteren Risiken einzugehen und das Rennen sicher auf dem vierten Platz zu beenden - wichtige Punkte für die Gesamtwertung."

Fabian Schiller (17, Troisdorf, Schiller Motorsport): "Die beiden Rennen heute waren leider nicht wie erhofft. Wir hatten uns für unsere Heimrennen natürlich mehr vorgenommen - zumal das Wochenende richtig gut begann. Leider kämpften wir etwas mit den niedrigen Temperaturen heute. Unsere Geschwindigkeit war aber speziell im zweiten Rennen recht gut, weshalb ich optimistisch bleibe. Morgen starte ich von Platz drei und erwartete mir an der Spitze ein spannendes Rennen. Wir waren bisher in allen Bedingungen konstant unterwegs und ich hoffe, dass am Sonntag noch ein gutes Ergebnis möglich ist."

Igor Walilko (16, POL, JBR Motorsport & Engineering): "Das zweite Rennen heute war sehr nass. Wir haben das Auto eine halbe Stunde vor Rennbeginn noch komplett auf Regen abgestimmt. Wie die meisten anderen Teams rechneten wir aber nicht mit diesen starken Regenfällen. Mein Reifendruck war daher nicht perfekt. Das kam mir in der ersten Rennhälfte zwar sehr entgegen, danach hatte ich aber etwas Grip-Probleme. Dennoch unterliefen mir keine Fehler und ich starte das Rennen am Sonntag von der Pole Position. Ich werde in einer Reihe mit Mikkel Jensen losfahren. Er ist vermutlich schneller als ich, dennoch ist das Ziel klar: Mein erster Podiumsplatz im ADAC Formel Masters."


Raphael Berlitz


Die Mobile-App von Speed-Magazin.de