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ADAC Formel Masters: Drei schwierige Rennen für die Schiller-Piloten in Sachsen

Schiller & Menzel sammelten weitere Punkte aber das erhoffte Podium blieb außer Reichweite

27.09.2014 (Speed-Magazin) Ein arbeitsreiches Rennwochenende erlebte das Siegburger Team Schiller Motorsport beim siebten Lauf des ADAC Formel Masters auf dem Sachsenring. Vor allem das wechselhafte Wetter und die sich ständig ändernden Streckenverhältnisse machten es erforderlich, die Dallara-Volkswagen von Fabian Schiller und Nico Menzel immer wieder umzubauen und das Fahrwerk der beiden Monoposti möglichst optimal an die jeweiligen Temperaturen sowie den teils trockenen und teils regennassen Asphalt anzupassen. Vor allem am Sonntag setzte ein heftiger Gewitterschauer den Kurs komplett unter Wasser, so dass die Teilnehmer nicht regulär starten konnten, sondern erst nach einigen Runden hinter dem Safetycar „fliegend“ ins Rennen gingen.

Fabian Schiller konnte zwar in allen drei Durchgängen auf der 3,645 km langen Berg-und-Tal-Bahn am Rande der Karl-May-Stadt Hohenstein-Ernstthal in die Punkteränge fahren, aber der erhoffte Podestplatz blieb leider außer Reichweite. So konnte der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy schließlich nur einen sechsten und zwei siebte Plätze mit nach Hause nehmen. Menzel, der von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt wird, verbuchte mit Rang neun sein bestes Resultat auf dem Sachsenring, musste jedoch nach der Kollision mit einem Konkurrenten auch einen Ausfall hinnehmen.

In der Fahrerwertung hat Nico Menzel sein Punktekonto auf 26 Zähler erhöht. Damit liegt der 16-jährige Kelberger zwar nach wie vor auf Rang 13, jedoch trennen ihn nur noch fünf Punkte von Platz zwölf. Der Troisdorfer Fabian Schiller durfte sich weitere 18 Zähler gutschreiben lassen und rangiert mit jetzt 150 Punkten an der siebten Stelle in der Meisterschaft. In den drei letzten Rennen am 4. und 5. Oktober auf dem Hockenheimring können die Formel Masters-Piloten wieder maximal 65 Punkte erreichen. Schiller und Menzel werden auf dem badischen Grand Prix Kurs mit Sicherheit alles daran setzen, noch einmal mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam zu machen und für sich und ihr Team für einen versöhnlichen Saisonabschluss zu sorgen.

Fabian Schiller (Start-Nr. 9): „Leider verlief das Wochenende nicht wie erhofft. In der bisherigen Saison waren wir im Regen sehr stark und konnten uns immer nach vorne arbeiten. Diesmal fuhren wir zumeist nur hinterher. In der Einführungsrunde zum dritten Rennen hatte ich noch ein gutes Gefühl. Gleich am Start versuchte ich, den Führenden zu überholen. In langsamen Kurven und während des Bremsens funktionierte unser Auto sehr gut, aber sobald ich einlenkte, hatte ich großes Übersteuern und so war es schwierig zu fahren. Wir haben aktuell noch keine Erklärung dafür, da wir das gleiche Regensetup wie in den letzten Rennen fuhren.“

Nico Menzel:
Nico Menzel: "Ich habe mich zu lange in Zweikämpfe verstricken lassen"
© Schiller Motorsport | Zoom
Nico Menzel (Start-Nr. 10): „In den ersten beiden Rennen war ich nicht aggressiv genug. Ich habe mich zu lange in Zweikämpfe verstricken lassen, anstatt die Chance zu nutzen, um weiter nach vorne zu fahren. Zudem hatte ich im zweiten Durchgang eine Kollision und musste vorzeitig aufgeben. Im dritten Lauf war der Regen so heftig, dass ich durch die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge kaum etwas sehen konnte. Dennoch lag mein Auto perfekt und ich konnte von P14 bis auf Rang neun vorfahren. Da wäre mit Sicherheit noch einiges mehr drin gewesen. Leider fand fast das gesamte Rennen hinter dem Safetycar statt und in den wenigen verbleibenden Runden ist mir die Zeit ausgegangen, um noch weitere Positionen gut zu machen.“


F. Wagner


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