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ADAC Formel 4: Van Amersfoort Racing - Motorsport-Talentschmiede seit 1975

2016 stellte VAR mit Joey Mawson den Champion und wurde Zweiter der Teamwertung

23.03.2017 (Speed-Magazin.de) "Leidenschaft. Hingabe. Tradition." - Auch 42 Jahre nach der Gründung von Van Amersfoort Racing lebt Teamchef Frits Van Amersfoort das Motto der Motorsport-Talentschmiede jeden Tag aufs Neue. "Ich genieße die Herausforderung, mit jungen Fahrern zu arbeiten, ihnen bei der Entwicklung zu helfen und sie erfolgreich zu machen", sagt der ADAC Formel 4-Teamchef aus den Niederlanden. 

In diesem Jahr werden diese jungen Fahrer in der ADAC Formel 4 Felipe Drugovich (16, Brasilien), Louis Gachot (17, Großbritannien) und Kami Laliberté (17, Kanada) sein. "Wir sind sehr zufrieden mit unseren drei Piloten", sagt Van Amersfoort, der die "leistungsstarke ADAC Formel 4 für den optimalen Ausbildungsplatz" hält: "Felipe Drugovich hat im vergangenen Jahr eine tolle Entwicklung hingelegt, Louis Gachot war bei den Tests schon sehr schnell, und Kami Laliberté hat die vergangene Saison mit einem Sieg und zwei weiteren Podiumsplatzierungen beim Finale in Hockenheim abgeschlossen."

Kami Laliberté gewann 2016 ein Rennen und landete dreimal auf dem Podium
Kami Laliberté gewann 2016 ein Rennen und landete dreimal auf dem Podium
© ADAC | Zoom
Gemeinsam soll das Trio die Lücke schließen, die Joey Mawson (20, Australien) hinterlassen hat. Der Champion der ADAC Formel 4 2016 steigt innerhalb des Rennstalls in die nächste Klasse auf und wird in der kommenden Saison als Rookie in der FIA-Formel-3-EM starten. Genau darin sieht Van Amersfoort eine der großen Stärken. "So können wir die jungen Fahrer von Beginn an formen und mit ihnen die nächsten Schritte auf der Leiter nehmen, wenn sie bereit sind. Joey Mawson ist dafür das beste Beispiel", sagt der 62-Jährige.

Auch ohne den Australier will der Rennstall in diesem Jahr in der ADAC Formel 4 an seine starke Vorsaison anknüpfen, an deren Ende neben Mawsons Meistertitel auch Rang zwei in der Teamwertung heraussprang. "Die Devise lautet gewinnen - ganz einfach", meint Frits Van Amersfoort. Bei den Niederländern finden die Fahrer beste Voraussetzungen vor, um diese Zielvorgabe auch zu erfüllen. Die Piloten werden umfassend betreut, die Zentrale in Zeewolde ist hochmodern mit Fitnessräumen und drei eigene Simulatoren. Dazu kommt, dass viele Mechaniker, Ingenieure und Verantwortliche schon lange gemeinsam arbeiten und die Abläufe daher eingespielt sind.

Van Amersfoort: Intensive Förderung auf und abseits der Rennstrecke

Louis Gachot gibt 2017 für Van Amersfoort Racing Gas
Louis Gachot gibt 2017 für Van Amersfoort Racing Gas
© ADAC | Zoom
Frits Van Amersfoort hat den Rennstall 1975 gegründet und bereits zahlreiche Talente auf ihrem Weg zur Spitze begleitet. Zuletzt gelang dem ehemaligen VAR-Fahrer Max Verstappen der Sprung in die Formel 1. "Aber wir dürfen all die Jungs nicht vergessen, die bei uns gefahren sind und jetzt ihren Lebensunterhalt als Werksfahrer verdienen", sagt der Niederländer: "Wir sind uns sicher, dass alle Fahrer, die mit uns in diesem Jahr in der Formel 4 und der Formel 3 unterwegs sind, alles mitbringen, um im Motorsport erfolgreich zu sein."

Es geht aber nicht einzig um Erfolg auf der Rennstrecke. Van Amersfoort will den jungen Fahrern auch abseits des Asphalts als Unterstützer zur Seite stehen. "Man muss jeden Fahrer individuell betrachten. Es gibt 15-Jährige, die schon erwachsener sind als andere. Daher müssen wir jeden Einzelnen differenziert fördern, um ihn in seiner Entwicklung als Fahrer und auch als Person zu unterstützen", erklärt Van Amersfoort.

Auf diesen Aspekt habe man sich in den vergangenen Jahren besonders konzentriert, meint der 62-Jährige: "Wie können wir als Rennstall diesen jungen oder künftigen Erwachsenen helfen, sich im und durch den Motorsport weiterzuentwickeln? Wir möchten, dass alle im Motorsport Fuß fassen - aber die Wahrheit ist, dass nicht alle dafür auserwählt sind. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie als Sportler und Personen reifen können."


ADAC / DW


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