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FIA WEC: Trainingstag in Bahrain - Fordernder Start ins letzte Rennwochenende

Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team: Earl Bamber, Timo Bernhard, Brendon Hartley

17.11.2017 (Speed-Magazin.de) Für das Porsche LMP Team und den 919 Hybrid hat in Bahrain das letzte Rennwochenende begonnen. In den ersten beiden freien Trainings zum Finale der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017 belegten Neel Jani (CH), André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) die Plätze drei und vier. Die neuen Weltmeister Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) kamen auf die gleichen Positionen in umgekehrter Reihenfolge. Die schnellste Runde mit dem Porsche 919 Hybrid fuhr Hartley in 1.40,773 Minuten; die Spitzenplätze in beiden Trainings gingen an Toyota. 

Auf dem 5,41 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in der Wüste des Königreichs geht mit dem Sechsstundenrennen am Samstag eine Ära zu Ende. Nach drei Le-Mans-Gesamtsiegen in Folge sowie dem Gewinn der Fahrer- und Hersteller-Weltmeisterschaft in den Jahren 2015, 2016 und 2017 zieht sich Porsche aus der Le-Mans-Prototypenkategorie zurück. Bei seinem finalen Renneinsatz trägt der außergewöhnlich erfolgreiche Rennwagen im roten Streifen seiner Beklebung die Vornamen von all jenen, die zu diesem Kapitel der Porsche-Motorsportgeschichte beigetragen haben. Außerdem weist die Finne auf die Social-Media-Kampagne #919tribute hin. Die schönsten Abschiedsgrüße und Glückwünsche auf Facebook, Instagram und Twitter mit diesem Hashtag werden auf der offiziellen Porsche-Homepage http://porsche.com/919tribute und in der LED-Leuchtschrift am Porsche Museum in Zuffenhausen veröffentlicht.

Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team: Neel Jani
Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team: Neel Jani
© Porsche | Zoom
Das erste Training musste wegen Streckenreparatur- und -reinigungsarbeiten für 37 Minuten unterbrochen werden. Später stand der 919 Hybrid von Jani/Lotterer/Tandy wegen eines Kurzschlusses in einem Kabelbaum noch einige Minuten in der Box. Die zweite 90-minütige Session fand komplett bei Dunkelheit und Temperaturen um 25 Grad Celsius statt. Kurz vor Trainingsende touchierte Bamber einen LMP2-Rennwagen, konnte aber zur Box zurück fahren.

Das Qualifying für die Le-Mans-Prototypen findet am Freitag von 17:30 – 17:50 Uhr Ortszeit (15:30 – 15:50 Uhr MEZ) und damit ebenfalls bei Dunkelheit statt. Der Start zum Sechsstundenrennen erfolgt am Sonntag um 16:00 Uhr Ortszeit (14:00 MEZ). Um 16:46 geht bereits die Sonne unter.

Stimmen nach dem Training

Andreas Seidl, Teamchef: „Im Großen und Ganzen war es ein guter erster Trainingstag. Wir konnten wie geplant einige Abstimmungsoptionen testen und die verschiedenen Reifenmischungen über längere Distanzen ausprobieren. Wir sind mit der Balance und der Performance der beiden 919 noch nicht zufrieden und wollen versuchen, für morgen noch einen Schritt nach vorne zu machen. Im ersten Training haben wir mit dem Auto Nummer 1 etwa 15 Minuten verloren, weil wir einen Schaden im Kabelbaum reparieren mussten.“

Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team: Neel Jani, Andre Lotterer, Nick Tandy
Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team: Neel Jani, Andre Lotterer, Nick Tandy
© Porsche | Zoom
Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Neel Jani (33, Schweiz): „Das erste Training war ganz okay, das Auto lag nicht schlecht. Im zweiten Training wollten Nick und ich eine Qualifying-Simulation fahren, aber es war schwierig, im Verkehr eine halbwegs freie Runde zu finden. Danach haben wir an der Rennvorbereitung gearbeitet.“

André Lotterer (35, Deutschland): „Ich bin im zweiten Training Longruns gefahren. Das Auto fühlte sich recht gut an. Wie wir im Vergleich zur Konkurrenz aussehen, ist noch nicht gut abzusehen. Wir haben Reifen verglichen und müssen jetzt die Daten analysieren. Einmal hat mich heute ein Ferrari umgedreht, als ich schon am Ausgang der Kurve war. Bei Nacht zu fahren ist für manche nicht immer leicht.“

Nick Tandy (33, Großbritannien): „Abgesehen von dem Problem mit dem Kabelbaum im ersten Training war es ein guter Tag. Dabei haben wir allerdings ein paar Runden verloren. Das spielt durchaus eine Rolle, denn bevor wir Fortschritte erarbeiten können, müssen wir erst einmal das Basisprogramm erledigen. An diesem Wochenende wird der Wettkampf mit Toyota auf jeden Fall eine harte Nuss.“

Porsche LMP Team: Andre Lotterer
Porsche LMP Team: Andre Lotterer
© Porsche | Zoom
Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Earl Bamber (27, Neuseeland): „Insgesamt lief es ganz gut heute. Unser Speed über längere Distanzen scheint zu stimmen, da kommen wir einigermaßen an die Toyota heran. Wir wollen bis morgen noch einiges abarbeiten, weil das Auto noch nicht hundertprozentig passt – aber ich denke, wir können am Samstag ein Wörtchen mitreden.“

Timo Bernhard (36, Deutschland): „Im ersten freien Training haben wir an der Rennabstimmung gearbeitet. Zu Beginn des zweiten führten wir eine Qualifyingsimulation durch. Anschließend fuhr Earl einen Long-Run um zu sehen, wie die Reifen über eine längere Distanz halten. Das wird hier der Schlüssel für ein gutes Ergebnis.“

Brendon Hartley (28, Neuseeland): „Nach den freien Trainings gibt es noch nicht allzu viel zu sagen. Die erste Session lief nicht so toll, wir haben nach der richtigen Balance gesucht. Im zweiten Training hatte ich den Eindruck, dass einige Änderungen, die wir vorgenommen haben, gut funktionieren.“


Porsche / ND


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