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FIA WEC: Tagesbestzeit für den Porsche 919 Hybrid in Shanghai

Teamchef Andreas Seidl:

04.11.2016 (Speed-Magazin.de) Der erste Trainingstag zum vorletzten von neun Laeufen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Shanghai verlief ueberwiegend positiv für das Porsche Team mit den beiden 919 Hybrid. Die noch amtierenden Weltmeister Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) belegten in den beiden 90-Minuten-Sitzungen auf dem 5,451 Kilometer langen Formel-1-Kurs in China Platz eins. Die Tagesbestzeit fuhr Brendon Hartley am Nachmittag in 1.44,594 Minuten. Die Tabellenfuehrer Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) waren mit dem Schwesterauto am Vormittag wegen eines vorsorglichen Batteriewechsels kaum zum Fahren gekommen. Am Nachmittag belegten sie Position drei, hier fuhr Marc Lieb die schnellste Runde in 1.46,264 Minuten. Insgesamt legten die sechs Fahrer mit den beiden Le-Mans-Prototypen am Freitag bei konstant milder und trockener Witterung 122 Runden zurueck.

Die Mannschaft aus Weissach hofft, in Shanghai bereits vorzeitig den zweiten WM-Titel in Folge zu holen. Für den Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft muss Porsche nach dem Sechsstundenrennen am Sonntag noch 44 von den derzeit 59 WM-Punkten Vorsprung haben.

Teamchef Andreas Seidl erklärte: „Das war ein solider Auftakt für uns heute. Wir konnten verschiedene Abstimmungsoptionen ausprobieren und haben in die richtige Richtung gearbeitet. Unsere Zeiten sind sowohl auf eine einzelne schnelle Runde als auch über längere Distanzen konkurrenzfähig. Leider büßten wir bei der Startnummer 2 am Vormittag eine Stunde Trainingszeit ein: Weil sich nicht alle Parameter der Hochvoltbatterie wie erwartet verhielten, haben wir die Batterie vorsorglich gewechselt. Der Zeitverlust ist natürlich ein Nachteil für diese drei Jungs, und entsprechend sind sie auch noch nicht zufrieden mit der Abstimmung. Jetzt müssen wir die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen von heute ziehen und beide Autos für morgen optimal vorbereiten.“

© Porsche | Zoom
Das Qualifying der LMP1-Fahrzeuge findet am Samstag von 14:00 bis 14:20 Uhr Ortszeit (7:00 bis 7.20 Uhr MEZ) statt. Das Sechsstundenrennen startet am Sonntag um 11:00 Uhr (04:00 MEZ).

Stimmen vom ersten Trainingstag:

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Timo Bernhard (35, Bruchmühlbach-Miesau): „Im zweiten Training hatten wir ein kleines Problem, das uns eine Viertelstunde kostete. Danach konnten wir aber noch das Maximum herausholen und viel Abstimmungsarbeit für das Rennen erledigen: die Reifen verstehen lernen und die vielen Parameter des Autos ins optimale Funktionsfenster bringen. Die Strecke ist besser geworden, aber noch immer sehr schmutzig. Die Reifen sammeln wieder viel Schmutz auf, das könnte auch aus diesem Grund ein sehr vielschichtiges Rennen werden. Wir haben verschiedene Sachen probiert, jetzt müssen wir die Puzzleteile noch zusammensetzen – und ich glaube, das war bislang immer unsere Stärke.“

Brendon Hartley (26, Neuseeland): „Im ersten Training fuhren wir längere Distanzen am Stück, und die Rundenzeiten waren dabei recht vielversprechend. In der zweiten Sitzung haben Mark und ich für das Qualifying geübt, auch das funktionierte gut. Timo hat danach die Rennvorbereitung fortgesetzt.“

© Porsche | Zoom
Mark Webber (40, Australien): „Bei uns lief alles glatt. Das Ergebnis der Qualifyingsimulation sieht jetzt natürlich gut aus. Eine Minute und 44 Sekunden – das ist hier eine wirklich gute Rundenzeit.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Romain Dumas (38, Frankreich): „Das Auto fährt noch nicht perfekt, fühlt sich aber schon ganz okay an. Bezüglich der Traktion können wir die Abstimmung noch verbessern. Es ist ganz schön was los auf der Strecke, und die Rundenzeiten hängen auch immer davon ab, wo man in den Überrundungsverkehr gerät. Insgesamt bin ich recht zuversichtlich.“

Neel Jani (32, Schweiz): „Wir hatten einen etwas schwierigen Start ins Wochenende, weil wir im ersten Training kaum zum Fahren kamen. Deshalb mussten wir im zweiten Training quasi ein Notprogramm für die Rennvorbereitung absolvieren. Wir wollen am Auto noch einiges verbessern.“

Marc Lieb (36, Ludwigsburg): „Auch im zweiten Training besaß die Strecke noch relativ wenig Grip. Die Reifen bauen schnell ab und zeigen einen extremen Leistungssprung zwischen neu und alt. Wegen der Unterbrechung am Morgen hinken wir unserem Programm zwar hinterher, aber ansonsten lief nach dem Batteriewechsel wieder alles okay.“


Porsche / DW


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