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FIA WEC: Stefan Mücke erneut als Zweiter auf dem Podest

In WM-Wertung der GT-Fahrer jetzt Dritter

09.11.2016 (Speed-Magazin.de) Mit einem Podestplatz in der GTE Pro Klasse im Gepaeck ist Sportwagen-Pilot Stefan Mücke aus Berlin von der achten (vorletzten) Saisonstation der FIA World Endurance Championship (WEC) am Wochenende (5./6. November) im chinesischen Schanghai zurückgekehrt. 

Beim dem Sechs-Stunden-Rennen wurde der Ford-Werksfahrer auf der 5,451 Kilometer langen Strecke zusammen mit seinem Fahrerkollegen Olivier Pla aus Frankreich im Ford GT mit der Startnummer 66 am Sonntag (6. November) zum zweiten Mal in Folge Zweiter. Das Duo kam wie Mitte Oktober im japanischen Fuji hinter dem Schwester-Auto (#67) mit Andy Priaulx und Harry Tincknell (beide Großbritannien) am Steuer ins Ziel und komplettierte damit den zweiten Doppel-Erfolg des Teams Ford Chip Ganassi Racing UK. In der Weltmeisterschafts-Wertung der GT-Fahrer ist der 34-Jährige jetzt Dritter – mit neun Punkten Rückstand auf die Zweitplatzierten und 21 Zählern zu den Spitzenreitern sowie punktgleich mit den Fahrern auf Rang vier.

Geht das noch etwas in Richtung WM-Titel beim Saisonfinale am 18./19. November bei den 6 Stunden von Bahrain in Sakhir? „Es geht auf den vorderen Plätzen sehr eng zu. Theoretisch ist noch alles möglich, aber realistisch dürfte es für uns um Platz zwei oder drei gehen“, sagt Stefan Mücke. „Aber ich freue mich jetzt erst einmal über meinen zweiten Podiumsplatz in Folge. Unter den Umständen beim Rennen in Schanghai ist das ein prima Ergebnis, auch wenn im Endeffekt ein Sieg drin gewesen wäre“, erklärt der Berliner.

Stefan Mücke und Olivier Pla, die sich im Rennen stündlich im Ford GT abgewechselten, hatten im Qualifying Startplatz zwei hinter ihren Teamkollegen erreicht. „Ich bin dann den Start gefahren und konnte mich gleich an die Spitze unserer Klasse setzen. Doch bereits in der ersten Kurve gab es eine Schrecksekunde. Ein LMP2-Renner drehte sich vor mir und ich musste voll in die Bremse, trotzdem hat mich dieses Auto und auch ein GT-Renner noch getroffen und den Ford leicht beschädigt, der danach da komplette Rennen etwas aus der Balance war“, berichtet der Berliner, der sich dann wieder auf den zweiten Platz nach vorn arbeiten konnte. „Wir waren später bis auf eine Sekunde an unserem Schwesterauto dran, ehe ich bei meinem zweiten Stint nach einem schleichenden Plattfuß am Auto einen zusätzlichen Boxenstopp mit Reifenwechsel einlegen musste. Das hat uns 50 Sekunden gekostet. Und am Ende hatten wir diese 50 Sekunden Rückstand zum Klassensieger.“

Nun freut sich der Berliner auf den neunten und letzten Lauf der diesjährigen FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in knapp zwei Wochen in Bahrain. „Auf der Wüsten-Piste zu fahren, ist immer ein besonderes Erlebnis. Ich hoffe, dass wir wieder einen Platz auf dem Podest herausfahren können“, sagt Stefan Mücke, der sich dann selbst vorzeitig ein schönes Geschenk zum 35. Geburtstag (22. November) machen könnte.


Roland Hanke / DW


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