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FIA WEC Silverstone 2018 Ergebnis: Sieg für Toyota - Spannend bis zuletzt!

Sieg Nr. drei für Alonso-Nakajima-Buemi

19.08.2018 (Speed-Magazin.de / 6-Stunden WEC Silverstone Ergebnis)  Im dritten Lauf der FIA WEC Saison 2018 haben die Toyota Fans wieder ihre Favoriten am Siegespodest gesehen: Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso. Schon werden die Stimmen laut, dass das Toyota Trio auch den WM-Titel für die jetzige WEC Saison 2018/2019 holt. Richtig spannend waren die 6 Stunden der WEC wieder einmal, die Fahrer der GT Am und GT Pro waren nicht weniger kämpferisch als die LMP1 und LMP2 Piloten.... aber lest selbst!

Ergebnis des FIA WEC 6h-Rennen in Silverstone

Nach der zweimonatigen Sommerpause ging nun in Silverstone am 19.August 2018 der dritte Saisonlauf der WEC-Super-Saison über die Bühne. Trotz der Zugeständnisse für mehr Motorleistung bei den privaten LMP1 Teams war Toyota schon im Qualifying nicht annähernd zu schlagen. Zur Erinnerung: Im WEC-Qualifying werden die jeweils schnellste Rundenzeit von zwei Fahrern je Fahrzeug zur Ermittlung der Startplätze gewertet.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez im #7 Toyota TS050 sicherten sich die Pole-Position mit einer Rundenzeit von 1:36.895sek. Lediglich 0.411sek zurück lagen die Toyota Teamkollegen Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso. Der Spanier hat in der letzten Woche seinen Rücktritt aus der Formel1 bekanntgegeben. Der von SMP-Racing eingesetzte BR1 mit Stephane Sarrazin und Egor Orudzhev auf Startplatz drei hatte bereits über zwei Sekunden Rückstand.

Erstes Podium für Project1 in der GT-Am
Erstes Podium für Project1 in der GT-Am
© Speedpictures | Zoom
Wie erwartet setzten sich beide Toyota gleich nach dem Start des 3.WEC Laufs in Silverstone an die Spitze des Feldes. Nach einer Stunde war der Rest des Feldes bereits einmal überrundet. Auf Platz drei der Rebellion R13 mit Neel Jani und Andre Lotterer. Das Duo musste das Rennen ohne Bruno Senna fahren, der sich bei einem Unfall im ersten Training am Freitag den Knöchel im rechten Fuss gebrochen hat.

Bei Rennhalbzeit liegt der #8 Toyota TS050 der WM-Führenden Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso in Front, gefolgt vom zweiten TS050 Hybrid mit knapp 4sek Rückstand. Die Rebellion von Jani und Lotterer fahren auf Platz drei (+zwei Runden) und Mathias Beche / Thomas Laurent und Gustavo Menezes mit drei Runden Rückstand auf Platz vier. Nach 131 Rennrunden, bzw. zwei Stunden vor Ende führen nun wieder Conway / Kobayashi / Lopez mit gut fünfzehn Sekunden vor Buemi / Nakajima / Alonso. Die beiden Toyota Werksautos liegen nun drei Runden vor Jani / Lotterer im Rebellion und dem SMP-Dallara BR1 mit Sarrazin / Orudzhev. Eine dreiviertel Stunde vor Schluss hat der Leader Kamui Kobayashi einen wilden Ausritt durch die Wiese und Sebastien Buemi übernimmt die Führung.

Nach den letzten Boxenstopps liegen die WM-Führenden und Le Mans Sieger Buemi / Nakajima / Alonso in Front und gewinnen das dritte Rennen in Folge.

Dritter Sieg im dritten Rennen für Fernando Alonso-Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi
Dritter Sieg im dritten Rennen für Fernando Alonso-Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi
© Speedpictures | Zoom
Der WM-Titel dürfte dem Trio sicher sein. Conway / Kobayashi / Lopez werden mit 19 Sekunden Rückstand Zweiter, vor Mathias Beche / Thomas Laurent und Gustavo Menezes im Rebellion, die vier Runden auf die Spitze verloren haben.

LMP2 Doppelsieg für die Oreca 07-Gibson von Jackie Chan Racing

Ho Pin Tung / Gabriel Aubry / Stephane Richelmi schlagen knapp das malaysische Trio Jazeman Jaafar / Weiron Tan / NabilJeffri. Der dritte Rang ging an den Alpine A470 von Nicolas Lapierre / Andre Negrao und Pierre Thiriet.

GT-Pro war der Höhepunkt in Silverstone

Die Werks-GT-Klasse war wieder das Highlight des dritten WEC-Saison-Rennens in Silverstone. Im Vorfeld wurden die BoP Einstufungen zu Gunsten von Aston Martin und Ferrari angepasst. Beide Hersteller dürfen mit mehr Ladedruck fahren, das sich signifikant auf die Leistung ausgewirkt hat. Fuhr Aston Martin in den beiden ersten Rennen gnadenlos hinterher, war man in Silverstone absolut konkurrenzfähig. Im Qualifying lagen alle fünf Hersteller innerhalb einer Sekunde. Zur Halbzeit führen Alessandro Pier Guidi / James Calado im Ferrari vor Michael Christensen und Kevin Estre im Porsche. Nicki Thiim / Marco Sörensen im Aston Martin auf drei vor dem zweiten Porsche mit Richard Lietz und Gimmi Bruni.

Die Top Acht der GT-Pro liegen alle innerhalb von nur 50 Sekunden! Das Pech ereilte Augusto Farfus und Antonio Felix da Costa im BMW M8. Mit gebrochener Radaufhängung musste das Duo aufgeben. Thiim / Sörensen sind nach Getriebeproblemen kurze Zeit später raus aus dem Kampf um die Podiumsplätze. In der Schlussphase wird es dann noch richtig spannend! Ferrari vor den beiden Porsche, Ford Aston Martin und BMW. Alle fünf Hersteller liegen noch in der gleichen Runde! Harter Fight um den letzten Podiumsplatz zwischen Michael Christensen im 911 RSR und Harry Tincknell im Ford GT. In einem harten Manöver presst sich der Brite im Ford an dem Porsche vorbei. Christensen gibt nicht nach und drückt den Ford über die Streckenbegrenzung hinaus. Tincknell bleibt vorne und der Porsche-Pilot erhält eine Verwarnung.

Alessandro Pier Guidi und James Calda gewinnen im AF-Corse 488 die GT-Pro
Alessandro Pier Guidi und James Calda gewinnen im AF-Corse 488 die GT-Pro
© Speedpictures | Zoom
Der Sieg ging an Alessandro Pier Guidi und James Calado im AF-Corse Ferrari 488 EVO, und 14.3 Sekunden später kamen Richard Lietz / Gianmaria Bruni im 911 RSR ins Ziel.

GT-Am mit spannenden Kämpfen!

Porsche Erfolg für die Dempsey-Proton Crew Christian Ried / Julien Andlauer / Matt Campbell vor Jonathan Adam / Charles Eastwood / Salih Yoluc im Aston Martin von TF-Sport. Spannender Kampf auch um Platz drei in der Amateur-Klasse. Pedro Lamy im Aston Martin und Jörg Bergmeister im Project1 Porsche liefern sich einen sehenswerten Kampf in den letzen fünf Minuten, den der Langenfelder Porsche Pilot in der letzten Runde für sich entschied. Der dritte Platz von Jörg Bergmeister / Patrick Lindsey und Egidio Perfetti ist die erste Podiums-Platzierung für das neu in die WEC eingestiegene Project1-Team.


Horst Bernhardt / DW


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