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FIA WEC: Porsche-Piloten vor Aufholjagd im Titelkampf

Porsche 911 RSR (91), Porsche GT Team: Richard Lietz, Frederic Makowiecki

18.11.2017 (Speed-Magazin.de) Im Qualifying zum Sechsstundenrennen in Bahrain, dem Saisonfinale der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, fuhren Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) die sechstschnellste Zeit in der stark besetzten Klasse GTE-Pro. Mit ihrem 510 PS starken Porsche 911 RSR (Startnummer 91), der von Porsche Motorsport in Weissach für diese Saison neu entwickelt wurde, können sie am Samstag mit einer Aufholjagd im Rennen trotzdem die Fahrerweltmeisterschaft gewinnen. Der sicherste Weg zum Titel ist ein Sieg auf dem 5,407 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs südwestlich von Manama, der Hauptstadt des Königreichs am Persischen Golf. Weltmeister können sie aber auch mit einem zweiten oder dritten Platz werden – vorausgesetzt, sie kommen vor ihren Titelkonkurrenten von Ferrari und Ford ins Ziel. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 92 belegten Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) den siebten Platz. 

Das Rennen in Bahrain startet am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ). In voller Länge ist es von 13.30 bis 20.30 Uhr als kostenloser Livestream auf www.sport1.de zu sehen, ebenso live im Pay-TV bei Motorsport.TV von 13.45 bis 20.05 Uhr. Sport 1 überträgt von 13.45 bis 17.00 Uhr sowie von 19.00 bis 20.30 Uhr live. Eurosport ist von 17.15 bis 20.10 Uhr live dabei. Die in der Basisversion kostenlose FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Porsche GT Team: Richard Lietz, Frederic Makowiecki (l-r)
Porsche GT Team: Richard Lietz, Frederic Makowiecki (l-r)
© Porsche | Zoom
Stimmen zum Qualifying
Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: „Das ist sicherlich keine ideale Ausgangsposition für das Rennen. Mit unserer Nummer 91 haben wir uns in diesem Qualifying voll auf das Rennen konzentriert, haben nur einen Satz Reifen verwendet. Ich hoffe, das zahlt sich aus. Für uns war es bisher kein einfaches Wochenende, doch ich glaube, dass wir über die Distanz auf jeden Fall näher an den Schnellsten sein werden als in einer Qualifyingrunde. Unsere Devise für das Rennen ist klar: Wir fahren voll auf Angriff.“

Richard Lietz (911 RSR #91): „Das ist natürlich nicht das erhoffte Ergebnis. Ich sehe dieses Qualifying trotzdem positiv, da wir jetzt
Porsche 911 RSR (92), Porsche GT Team: Michael Christensen, Kevin Estre
Porsche 911 RSR (92), Porsche GT Team: Michael Christensen, Kevin Estre
© Porsche | Zoom
einen gut abgestimmten 911 RSR für das Rennen haben. Vor dem Qualifying haben wir noch eine Setupänderung vorgenommen, das hat sich positiv ausgewirkt.“

Frédéric Makowiecki (911 RSR #91): „Das Team hat unseren 911 RSR gut für dieses Qualifying abgestimmt. Wir hatten im freien Training kleinere Probleme, doch so gut wie jetzt war unser Auto in den Trainingssessions nie. Richard ist mit gebrauchten Reifen eine starke Runde gefahren. Das macht uns zuversichtlich, über die Distanz konstant schnell zu sein.“

Michael Christensen (911 RSR #92): „Dieses Qualifying lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Unser Auto ist gut, auf eine Runde aber offensichtlich nicht schnell genug. Doch morgen wartet ein langes Rennen auf uns. Da kann viel passieren.“

Porsche GT Team: Kevin Estre, Michael Christensen, Magnus Walker, Richard Lietz, Frederic Makowiecki
Porsche GT Team: Kevin Estre, Michael Christensen, Magnus Walker, Richard Lietz, Frederic Makowiecki
© Porsche | Zoom
Kévin Estre (911 RSR #92): „Ich hatte eine gute Aufwärmrunde, machte dann aber zwei kleine Fehler, so dass ich meine erste schnelle Runde abbrechen musste. Die Strecke geht extrem auf die Reifen. Die zweite schnelle Runde war fehlerfrei, aber nicht gut genug, um in diesem Qualifying weiter vorne zu landen.“

Ergebnis Qualifying
Klasse GTE-Pro
1. Rigon/Bird (I/GB), Ferrari 488 GTE, 1:56,033 Minuten
2. Turner/Adam (GB/GB), Aston Martin, + 0,339 Sekunden
3. Priaulx/Tincknell (GB/GB), Ford GT, + 0,430
4. Calado/Pier Guidi (I/I), Ferrari 488 GTE, + 0,848
5. Thiim/Soerensen (DK/DK), Aston Martin, + 0,986
6. Lietz/Makowiecki (A/F), Porsche 911 RSR, + 1,483
7. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, + 1,489
8. Mücke/Pla (D/F), Ford GT, + 1,551

Klasse GTE-Am

1. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CAN/P/A), Aston Martin, 2:00,111 Minuten
2. Mok/Sawa/Griffin (MYS/J/IRL), Ferrari 488 GTE, + 0,174 Sekunden
3. Ried/Cairoli/Dienst (D/I/D), Porsche 911 RSR, + 0,284
4. Flohr/Castellacci/Molina (CH/I/E), Ferrari 488 GTE, + 1,241
5. Barker/Foster/Wainwright (GB/AUS/GB), Porsche 911 RSR, nicht gestartet


Porsche / ND


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