zur Startseite
speed-magazin facebookspeed-magazin twitterspeed-magazin google plusspeed-magazin youtube
mediasports network
Suche
Service

FIA WEC: Porsche baut Führung in Weltmeisterschaft mit Sieg in Fuji weiter aus

Kevin Estre (F), Michael Christensen (DK), Porsche GT Team (l-r)

14.10.2018 (Speed-Magazin.de) Das Porsche GT Team siegte im Sechs-Stunden-Rennen auf dem Fuji Speedway in Japan. Im vierten Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC fuhren Kevin Estre (F) und Michael Christensen (DK) im rund 510 PS starken Porsche 911 RSR in der Kategorie GTE-Pro auf Platz eins. Das Schwesterauto mit Richard Lietz (A) und Gianmaria Bruni (I) beendete das Rennen als Fünfter. Porsche baut somit seine Führung in der Hersteller- und in der Fahrerwertung weiter aus. In der Kategorie GTE-Am gewann Porsche am Sonntag ebenfalls: Das Newcomer-Team Project 1 mit Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister aus Langenfeld, Patrick Lindsey (USA) und Egidio Perfetti (N) sicherte sich seinen ersten Sieg in der WEC. 

Zehn Fahrzeuge von fünf Herstellern kämpften in der Klasse GTE-Pro bei wechselnden Witterungsbedingungen um den Sieg. Nachdem es zum Rennstart noch nieselte, trocknete die Strecke in der ersten Rennstunde während einer halbstündigen Safety-Car-Phase langsam ab. Nach dem frühen Wechsel auf Trockenreifen arbeiteten sich Estre und Christensen mit einer konzentrierten fahrerischen Leistung nach vorn. Die französisch-dänische Fahrerpaarung fuhr mit einem optimalen Set-up und einer geschickten Boxenstopp-Strategie kontinuierlich in Richtung Spitze. Rund 1,5 Stunden vor Rennende übernahm Christensen die Führung. Beim letzten Stopp mit Fahrerwechsel bei der Startnummer 92 gelang dem Porsche GT Team erneut ein optimales Timing und Estre sah auf Platz eins die Zielflagge. Das Schwesterauto sammelte mit dem fünften Rang wichtige Punkte, aber Bruni und Lietz kämpften mit einem nicht optimalen Boxenstopp und am Ende auf der 4,563 Kilometer langen Strecke mit abbauenden Reifen.

© Porsche | Zoom
In der Klasse GTE-Am jubelte Project 1 über den ersten WEC-Sieg und Dempsey Proton Racing über Platz zwei. Porsche Young Professional Matteo Cairoli (I), der japanische Lokalmatador Satoshi Hoshino und Giorgio Roda aus Italien freuten sich über die diesjährige Premiere auf dem Podium. Ein erfolgreiches Debüt feierte auch Porsche-Junior Thomas Preining (A), der gemeinsam mit Michael Wainwright (GB) und Ben Barker (GB) für Gulf Racing den fünften Platz belegte. Ein Reparaturstopp warf Porsche Young Professional Matt Campbell (AUS), Christian Ried (Schöneburg) und Porsche-Junior Julien Andlauer zurück. Als Achter sammelte der zweite 911 RSR von Dempsey Proton Racing noch wichtige Meisterschaftspunkte und liegt in der GTE-Am Wertung weiterhin an der Spitze.

Das fünfte Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC findet am 16. November in Schanghai/China statt.

Stimmen zum Rennen

Alexander Stehlig (Programm-Manager Werkseinsätze GT Motorsport): „Nach der Enttäuschung über das Qualifying-Ergebnis war heute ein wirklich guter Tag. Ein Mega-Wochenende für Porsche mit den Siegen beim Petit Le Mans in den USA und den beiden Erfolgen in der Pro- und Am-Wertung in Fuji. Wir haben im Rennen fast immer die richtigen Entscheidungen getroffen, das Auto war gut und schnell. Die Startnummer 92 ist ein fehlerfreies Rennen gefahren, die 91 hatte leider Probleme beim Boxenstopp. Außerdem war die Balance im letzten Stint nicht mehr so gut. Alles in allem sind wir sehr zufrieden.“

© Porsche | Zoom
Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Die wechselnden Wetter- und Streckenbedingungen waren eine Herausforderung, die wir sehr gut gemeistert haben. Wir haben eher als die anderen auf Trockenreifen gewechselt. Das war sicherlich ein wichtiger Baustein zum Erfolg. Die Wettervorhersage war ungewiss, aber wir haben auf die Autos geschaut, die schon auf Slicks waren und sind dann das Risiko gegangen. Das hat sich am Ende ausgezahlt.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Ich bin unheimlich glücklich über unseren Sieg. Unser Set-up war einfach großartig und die gute Bremsleistung war ein wichtiger Teil des Erfolgs in Fuji. Nachdem wir in der Safety-Car-Phase zu Beginn des Rennens auf Slicks gewechselt haben, konnten wir mit unserer Abstimmung später bremsen als die anderen und dadurch Plätze gut machen. Auch die Strategie der Boxenstopps passte bei uns perfekt.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Zuallererst möchte ich den Siegern hier in der GTE Pro- und Am-Kategorie und natürlich auch in den USA beim Petit Le Mans gratulieren. Das war ein gutes Wochenende für Porsche, aber leider nicht für unser Auto. Wir hatten mehrere kleine Probleme, die wir jetzt analysieren und dann natürlich abstellen müssen. Es lag sicher nicht an der Performance der Fahrer oder am Speed des 911 RSR. Wir werden in Schanghai stärker zurückkommen.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Das war ein sehr schwieriges Rennen für uns. Leider haben wir wertvolle Zeit bei den Boxenstopps verloren und somit auch Plätze auf der Strecke. Wir schauen uns das jetzt in Ruhe an, werden daran arbeiten und es hoffentlich beim nächsten Rennen besser machen. Das Wetter mit den wechselnden Bedingungen war auch nicht so einfach, aber wir haben das alles in allem gut hinbekommen.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #56): „Das Rennen begann zunächst wie das gesamte Wochenende: Nicht so zufriedenstellend. Wir hatten eine Berührung, einen Dreher und mussten die Tür wechseln. Zur Mitte des Rennens drehte sich das Blatt und wir fuhren zu einem erfreulichen Sieg. Es ist mein erster WEC-Sieg und auch der erste Sieg für Project 1 in der WEC. Das ist auch in der Punktewertung ein guter Schritt für uns. Wir sind alle happy damit und es geht in die richtige Richtung.“

Patrick Lindsey (USA), Egidio Perfetti (N), Joerg Bergmeister (D), Team Project 1 (l-r)
Patrick Lindsey (USA), Egidio Perfetti (N), Joerg Bergmeister (D), Team Project 1 (l-r)
© Porsche | Zoom
Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #88): „Ein gutes Ergebnis für uns. Das erste Podium in der WEC-Saison. Ich habe es sehr genossen, hier im 911 RSR zu fahren. Es hat sich richtig gut angefühlt. Besonders die Zweikämpfe und Überholmanöver auf der Strecke haben Spaß gemacht. Eigentlich hätten wir gewinnen können, denn wir waren die Schnellsten in unserer Kategorie. Besonders mein Teamkollege Hoshino hat mich beeindruckt. Er saß erst zum zweiten Mal im RSR und war wirklich schnell.“

Thomas Preining (Porsche 911 RSR #86): „Das war eine gute, erste Erfahrung in der WEC. Im Rennen lagen wir zwischenzeitlich mit unserem Team sogar in Führung und meine Teamkollegen haben einen super Job gemacht. Ich bin am Ende einen Doppelstint gefahren und konnte mich mit unserem RSR bis auf Platz fünf nach vorn arbeiten. Für Schanghai werden wir versuchen, noch ein paar Dinge zu optimieren. Ich freue mich, dass ich da nochmal mit dabei sein darf.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Ich bin etwas frustriert. Zur Mitte des Rennens lagen wir in aussichtsreicher Position, waren schnell und hatten Kontakt zu den Führenden. Leider hat uns ein Elektrik-Problem 25 Runden gekostet. Am Ende müssen wir zufrieden sein, dass wir noch ein paar Punkte für die Meisterschaftswertung gesammelt haben. Aber der Speed des 911 RSR war klasse und wir gehen optimistisch zum nächsten Rennen nach Schanghai.“

Julien Andlauer (Porsche 911 RSR #77): „Das Rennen begann gut, wir waren schnell. Dann hatten wir leider technische Probleme und mussten in die Box. Ich konnte erst 25 Runden später zurück auf die Strecke. Das Auto hat sich dann aber wieder sehr gut angefühlt, die Balance und der Speed stimmten. Es ist sehr schade, da niemand einen Fehler gemacht hat, sondern uns die Technik ausgebremst hat. Das konnte man einfach nicht verhindern. Ich denke, wir hätten gewinnen können, aber das ist Racing.“

Rennergebnis
Klasse GTE-Pro
1. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 207 Runden
2. Blomquist/da Costa (S/P), BMW M8 GTE, 207 Runden
3. Priaulx/Tincknell (GB/GB), Ford GT, 207 Runden
4. Pier Guidi/Calado (I/GB), Ferrari 488 GTE EVO, 207 Runden
5. Lietz/Bruni (A/I), Porsche 911 RSR, 207 Runden
6. Mücke/Pla (D/F), Ford GT, 206 Runden
7. Sorensen/Thiim (DK/DK), Aston Martin Vantage GTE, 206 Runden
8. Tomczyk/Catsburg (D/NL), BMW M8 GTE, 206 Runden
9. Lynn/Martin (GB/B), Aston Martin Vantage GTE, 206 Runden
10. Rigon/Bird (I/GB), Ferrari 488 GTE EVO, 202 Runden

Klasse GTE-Am
1. Bergmeister/Lindsey/Perfetti (D/USA/N), Porsche 911 RSR, 201 Runden
2. Hoshino/Roda/Cairoli (J/I/I), Porsche 911 RSR, 201 Runden
3. Yoluc/Adam/Eastwood (TR/GB/GB), Aston Martin Vantage GTE, 201 Runden
4. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CDN/P/A), Aston Martin Vantage GTE, 201 Runden
5. Wainwright/Barker/Preining (GB/GB/A), Porsche 911 RSR, 201 Runden
6. Flohr/Castellacci/Fisichella (CH/I/I), Ferrari 488 GTE, 200 Runden
7. Mok/Sawa/Griffin (MAL/J/IRL), Ferrari 488 GTE, 200 Runden
8. Ried/Andlauer/Campbell (D/F/AUS), Porsche 911 RSR, 176 Runden
9. Ishikawa/Beretta/Cheever (J/MC/I), Ferrari 488 GTE, 14 Runden


Porsche / ND


Die Mobile-App von Speed-Magazin.de