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FIA WEC: Le-Mans-Doppelsieger Porsche reist als Tabellenführer nach Silverstone

Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (91), Richard Lietz (A), Gianmaria Bruni (I)

13.08.2018 (Speed-Magazin.de) Der dritte Saisonlauf der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC findet am 19. August in Silverstone statt. Das Porsche GT Team reist nach dem Doppelsieg in Le Mans als Tabellenführer der Fahrer- und Herstellerwertung in der Klasse GTE-Pro nach England. Sechs 510 PS starke Porsche 911 RSR, zwei in der Klasse GTE-Pro und vier in der GTE-Am, treten auf der 5,901 Kilometer langen Traditionsstrecke in den englischen Midlands an.

Das Rennen
2017 feierte in Silverstone die neueste Generation des Porsche 911 RSR ihr WEC-Debüt. Auf der englischen Strecke schafften die Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) gleich im ersten Lauf den Sprung aufs Podium. Die Vizeweltmeister aus 2017 beendeten das Rennen in Großbritannien als Dritte. 1950 fand in Silverstone das erste Formel-1-Rennen der neueren Grand-Prix-Geschichte statt. Auf dem Areal des ehemaligen Militärflughafens reihen sich legendäre Kurven wie Becketts, Copse und Stowe aneinander.

Die Fahrer des Porsche GT Teams

Kevin Estre (F), Porsche GT Team
Kevin Estre (F), Porsche GT Team
© Porsche | Zoom
Mit der Startnummer 91 gehen Richard Lietz und Gianmaria Bruni in das Sechsstundenrennen. Der Italiener Bruni gewann 2012 und 2015 den WEC-Lauf in Silverstone, Lietz überquerte 2014 als Erster die Ziellinie. Den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 teilen sich die Le-Mans-Champions Kévin Estre aus Frankreich und Michael Christensen aus Dänemark. Nach dem Sieg beim härtesten Langstreckenrennen der Welt führen beide Piloten die Fahrerwertung in der Klasse GTE-Pro an. Porsche liegt aktuell auf dem ersten Rang im Herstellerklassement.

Die Kundenteams
Drei Kundenteams setzen vier weitere 911 RSR in der Kategorie GTE-Am ein. Porsche-Junior Julien Andlauer (Frankreich), Christian Ried aus Schöneburg und Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien) starten mit der Nummer 77. Das Trio von Dempsey Proton Racing reist nach dem Klassensieg in Le Mans als Spitzenreiter in der Fahrer- und Teamwertung an. Im Schwesterauto treten Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien), Khaled Al Qubaisi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Italiener Giorgio Roda an. Die Fahrer der Startnummer 88 holten in Le Mans die beste Startposition aller Teams in der Klasse GTE-Am. Für Project 1 pilotieren Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), der Amerikaner Patrick Lindsey und Egidio Perfetti (Norwegen) den 911 RSR. Die beiden Briten Michael Wainwright und Ben Barker wechseln sich mit Alex Davison aus Australien im Neunelfer des britischen Kundenteams Gulf Racing ab.

Der Porsche 911 RSR
Der Porsche 911 RSR feierte 2017 in Silverstone sein Debüt in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. In diesem Jahr belegte der Rennwagen aus Weissach in Le Mans die ersten beiden Plätze in der Kategorie GTE-Pro und holte den Klassensieg in der GTE-Am. Der wassergekühlte Vierliter-Boxermotor basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 und leistet je nach Restriktor rund 510 PS. In Le Mans gingen die Startnummern 91 und 92 in historischen Sonderdesigns an den Start. Beim Lauf in Silverstone wird das Porsche GT Team wieder im Werksdesign mit den Grundfarben Weiß, Rot und Schwarz antreten.

Die Zeiten
Der sechs Stunden dauernde Lauf in Silverstone beginnt am Sonntag, 19. August 2018, um 12:00 Uhr Ortszeit.

Das Rennen im TV und Internet
Der dritte Saisonlauf ist als kostenloser Livestream von 12:30 bis 19:30 Uhr auf www.sport1.de zu sehen. Sport 1 sendet das Rennen zudem zwischen 14:30 und 14:45 Uhr sowie 15:45 bis 19:15 Uhr im Free-TV. Auf dem kostenpflichtigen Sender Sport 1 Plus wird das Rennen ab 13:30 übertragen. Eurosport 1 zeigt den Lauf zwischen 18:15 und 19:10 Uhr im Free-TV. Darüber hinaus ist das gesamte Rennen im kostenpflichtigen Eurosport Player zu sehen. Der Pay-TV-Sender Motorsport.TV zeigt das Sechsstundenrennen von 12:45 bis 19:15 Uhr. Die FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge)
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge)
© Porsche | Zoom
Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Nach dem engen Fight in Le Mans sind wir bereit für die nächste Herausforderung. Unser Ziel ist es, die Tabellenführungen zu behalten. Silverstone hat eine große Tradition und ist für alle Fahrer und Motorsport-Enthusiasten ein ganz besonderer Ort. Die Konkurrenz ist groß, doch wir sind perfekt vorbereitet. Der Porsche 911 RSR hat in Le Mans erneut bewiesen, dass er große Belastungen optimal annimmt und zuverlässig ist.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Durch das hohe Griplevel in Silverstone werden besondere Anforderungen an die Abstimmung des 911 RSR gestellt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nur wer das richtige Setup wählt, kann um den Sieg mitfahren. Wir waren in Spa bis zum Schluss vorn mit dabei und haben in Le Mans einen Doppelsieg eingefahren – so soll es in Silverstone weitergehen.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Unsere Podiumsplatzierung im vergangenen Jahr zeigt, dass dem 911 RSR die Strecke gut liegt. Das wurde bei unserem letzten Test noch einmal bestätigt. Der neue Asphalt ist allerdings sehr aggressiv, deshalb müssen wir auf unsere Reifen achten. Es kommen immer sehr viel Fans an die Strecke. Ich freue mich, dass es nach Le Mans nun endlich weitergeht!“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Richard und ich geben alles, um das Optimum für Porsche herauszuholen. Ich konnte schon zweimal in Silverstone gewinnen und möchte jetzt den nächsten Sieg in England holen. Während der Sommerpause habe ich in Italien vor allem an meiner Fitness gearbeitet, um perfekt vorbereitet in die nächsten Rennen zu gehen.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Nach dem Sieg in Le Mans reisen wir mit großem Selbstvertrauen nach Silverstone. Dank des zweiten Platzes in Spa und des Sieges in Frankreich führen wir in der Meisterschaft. Um vorn zu bleiben, müssen wir weiter Punkte sammeln. Vor allem bei hohen Temperaturen werden die Reifen wegen der Kurvenkombinationen in Silverstone stark belastet. Darauf müssen wir Rücksicht nehmen.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Die Strecke in Silverstone liegt dem 911 RSR. In der Vergangenheit haben wir dort gute Ergebnisse erzielt. Ich erwarte, dass wir auch dieses Jahr um die vorderen Plätze kämpfen werden, auch wenn die Konkurrenz sehr stark ist. Nach dem Sieg in Le Mans habe ich einige Rennen in Amerika bestritten, konnte meine Akkus aber wieder voll aufladen. Ich bin bereit für die nächsten WEC-Läufe.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #56): „Ich bin sehr zuversichtlich vor dem Lauf in Silverstone. Wir hatten in den letzten Rennen in Spa und Le Mans eine gute Pace. Es fehlte lediglich das Rennglück, um noch weiter vorn zu landen. In England möchten wir das Podium erreichen.“

Porsche 911 RSR, Project 1 (56), Joerg Bergmeister (D), Patrick Lindsey (USA), Egidio Perfetti (N)
Porsche 911 RSR, Project 1 (56), Joerg Bergmeister (D), Patrick Lindsey (USA), Egidio Perfetti (N)
© Porsche | Zoom
Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Silverstone kenne ich aus dem vergangenen Jahr, als ich mit dem Porsche Mobil 1 Supercup angetreten bin. Besonders durch die hohen Geschwindigkeiten und die Kurvenkombinationen im mittleren Streckenabschnitt hat man als Fahrer viel Spaß im Porsche 911 RSR. Nach dem ersten Sieg in Le Mans für Dempsey Proton Racing reisen wir mit viel Selbstbewusstsein nach England.“

Julien Andlauer (Porsche 911 RSR #77): „Ich freue mich sehr auf das Rennen. Unser Ziel ist es, den Spirit aus den Läufen in Spa und Le Mans mitzunehmen. Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal mit dem Porsche Mobil 1 Supercup in Silverstone angetreten und konnte erste Eindrücke von der Strecke gewinnen. Das wird mir sicher helfen. Zur Vorbereitung bin ich den Parcours im Simulator gefahren und habe mir Videos vom 911 RSR aus dem vergangenen Jahr angesehen.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #88): „Die Strecke liegt mir. Passagen wie Becketts sind sehr schnell und technisch anspruchsvoll. Khaled, Giorgio und ich hatten zuletzt etwas Pech und wollen die Trendwende schaffen. Mit dem guten Qualifying-Ergebnis in Le Mans haben wir gezeigt, dass wir sehr schnell sein können.“


Porsche / RB


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