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FIA WEC in Shanghai: Viertes Podium in Folge für Porsche 911 RSR

Wolf Henzler:

07.11.2016 (Speed-Magazin.de) Die Erfolgsserie der Porsche-Kundenteams in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC geht weiter: Beim Sechsstundenrennen in Shanghai fuhren Porsche-Werkspilot Wolf Henzler (Nuertingen), Christian Ried (Schoenebuerg) und Joel Camathias (Schweiz) im Porsche 911 RSR nach einer sehenswerten Aufholjagd zum vierten Mal in Folge aufs Podium. Mit dem vom Team KCMG eingesetzten 470 PS starken Erfolgsrenner aus Weissach, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, belegten sie auf dem Shanghai International Circuit den zweiten Platz in der Klasse GTE-Am. Zuvor kamen sie dank einer konstant starken Performance in der zweiten Saisonhaelfte bereits in Austin als Zweite ins Ziel, in Mexico City und in Fuji holten sie jeweils den dritten Platz.

Das vorletzte Saisonrennen auf dem 5,541 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren der chinesischen Wirtschaftsmetropole war in der Klasse GTE-Am spannend bis zum Schluss. Dafür sorgte Wolf Henzler, der den vor ihm auf dem zweiten Platz fahrenden Ferrari in der Schlussphase des Rennens immer stärker unter Druck setzte. Als in der letzten Runde beide Autos von einem Prototypen in eine Kollision verwickelt wurden, konnte das der Porsche-Werksfahrer zu seinen Gunsten nutzten und sich den zweiten Platz sichern. Für Abu Dhabi Racing, das in Mexico City den ersten Saisonsieg feierte, belegten Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA), Khaled Al Qubaisi (Abu Dhabi) und David Heinemeier Hansson (Dänemark) den vierten Platz. Der 911 RSR von Gulf Racing fuhr mit den Briten Ben Barker, Adam Carroll und Michael Wainwright als Sechster über die Ziellinie.

© Porsche | Zoom
In der Klasse GTE-Pro belegte Richard Lietz (Österreich), der erfolgreichste WEC-GT-Pilot 2015, zusammen mit Michael Christensen (Dänemark) den sechsten Platz. Der 911 RSR der Porsche-Werksfahrer wird in dieser Saison vom Kundenteam Dempsey Proton Racing eingesetzt.

Stimmen zum Rennen
Wolf Henzler (Porsche 911 RSR #78): „Die letzte Runde war richtig hart. Ich war schon meinen ganzen Stint über auf Schlagdistanz zum Ferrari, war an einigen entscheidenden Stellen einen Tick besser, hatte aber trotzdem keine Chance zum Überholen. Doch in der letzten Runde konnte ich dann richtig gut aufschließen. Ich bin gut aus Turn 3 herausgekommen, und weil ich wusste, dass wir auf der Bremse besser sind, hab ich’s dann in der ersten Haarnadel probiert. Ich habe mich neben den Ferrari gesetzt, als sich plötzlich ganz innen noch ein Prototyp reinzwängte. Der ist mir, weil einfach kein Platz war, in meine rechte Seite gekracht, worauf ich den Ferrari rechts getroffen habe. Wir haben uns beide gedreht, und ich konnte am schnellsten wieder losfahren. Dadurch ging’s auf dem Podium noch eine Stufe höher.“

Christian Ried (Porsche 911 RSR #78): „Natürlich wollen wir in dieser Saison unbedingt noch ein Rennen gewinnen. Doch wie es aussieht, ist der zweite Platz für uns das Maximum.“

© Porsche | Zoom
Patrick Long (Porsche 911 RSR #88): „Unser 911 RSR war zum Schluss sehr konstant und wir waren dadurch eigentlich in einer guten Position, um noch in den Kampf um das Podium eingreifen zu können. Doch ein schleichender Platten hat diese Hoffnung zerstört.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #7): „Für uns war auch Shanghai wieder ein hartes Rennen. In der Hitze am Anfang haben unsere Reifen nicht so gut gearbeitet, wie wir gehofft hatten. In der Schlussphase wurde es dann besser und wir hatten einen guten Kampf mit dem Ferrari vor uns. Für das letzte Rennen in Bahrain werden wir alles daransetzen, uns noch einmal zu verbessern.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #77): „Die Streckenbedingungen sind mit zunehmender Renndauer besser für uns geworden. Trotzdem waren wir von den Schnellsten ein gutes Stück weg. Bahrain ist zum Abschluss der Saison noch einmal ein anderes Rennen, auch von den Reifen her. Wir werden dort eine andere Mischung fahren und hoffen, dass wir davon profitieren können.“

Der neunte und letzte Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC wird am 19. November in Sakhir/Bahrain ausgetragen.

Rennergebnis
Klasse GTE-Pro
1. Priaulx/Tincknell (USA/GB/GB), Ford GT, 170 Runden
2. Mücke/Pla (D/F), Ford GT, 170
3. Bruni/Calado (I/GB), Ferrari 488 GTE, 170
4. Sörensen/Thiim (DK/DK), Aston Martin, 170
5. Rigon/Bird (I/GB), Ferrari 488 GTE, 168
6. Christensen/Lietz (D/A), Porsche 911 RSR, 168
7. Stanaway/Turner (NZ/GB), Aston Martin, 1

Klasse GTE-Am
1. Lamy/Dalla Lana/Lauda (P/CAN/A), Aston Martin, 166 Runden
2. Ried/Henzler/Camathias (D/D/CH), Porsche 911 RSR, 166
3. Collard/Perrodo/Aguas (F/F/P), Ferrari F458 Italia, 166
4. Al Qubaisi/Long/Heinemeier Hansson (UAE/F/DK), Porsche 911 RSR, 166
5. Brandela/Ragues/Taylor (F/F/USA), Chevrolet Corvette, 164
6. Wainwright/Carroll/Barker (GB/GB/GB), Porsche 911 RSR, 164


Porsche / JM


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