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FIA WEC: Das neue Hypercar-Reglement

Beim neuen Reglement ist nur noch ein Hybridsystem an der Vorderachse erlaubt

16.01.2019 (Speed-Magazin.de) Die FIA und der ACO haben die Eckpunkte für das neue technische Reglement der Top-Klasse in der WEC und Le Mans beschlossen. Hier das wichtigste in Kurzform:

1. Mit Beginn der Supersaison 2020/2021 soll das neue Reglement Anwendung finden. Wie die Top-Klasse dann genannt wird, soll im Frühjahr 2019 kommuniziert werden.

2. Das Reglement ist auf die Dauer von fünf Jahren Ausgelegt und endet mit dem 24 Stunden Rennen in Le Mans 2025, d.h. Für fünf Saisons. Die Fahrzeuge werden nur einmal homologiert und dürfen in den Folgejahren nur minimal weiterentwickelt werden. Ein Hersteller darf im 5jahres-Zyklus einmal ein neues Fahrzeug homologieren.

3. Es darf nur noch ein Hybrid-System an der Vorderachse eingesetzt werden werden. Der Elektromotor darf eine maximale Leistung von 200 KW haben und muss ein Mindestgewicht von 50 kg aufweisen. Der Verbrennungsmotor ist auf eine Leistung von 520 KW begrenzt und hat ein Mindestgewicht von 180 kg. Wie in der Formel1 ist nur ein gewisses Kontingent an Motoren und Hybridsystemen pro Saison erlaubt. Die Anzahl wird noch bestimmt.

4. Das Mindestgewicht des Fahrzeugs beträgt 1040 kg. Neu ist ein Erfolgsballast. Pro eingefahrenem WM-Punkt muss im Folgerennen 0,5 kg Ballast ins Auto gepackt werden bis zum Maximalwert von 50 Kilogramm nach erreichten 100 WM-Punkten. Beim Saisonfinale in Le Mans darf der Ballast dann wieder komplett ausgeladen werden.

5. Die Kosten pro Saison sollen deutlich sinken. Der Einsatz eines Zwei-Wagen-Teams soll nicht mehr als 20 Millionen € pro Saison kosten. Für zwei Fahrzeuge darf ein Team dann nur noch 40 Personen an der Rennstrecke einsetzen.

6. Ein Reifenhersteller wird das Monopol erhalten um die Teams mit drei Trocken- und zwei Regenmischungen auszustatten.


Horst Bernhardt


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