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FIA WEC am Nürburgring: Startreihen eins und zwei für die Porsche 919 Hybrid

Fritz Enzinger

15.07.2017 (Speed-Magazin.de) Die beiden Porsche 919 Hybrid starten am Sonntag von den Positionen zwei und drei in das Sechsstundenrennen auf dem Nürburgring, dem vierten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Die Le-Mans-Sieger und Tabellenführer Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) qualifizierten sich für die erste Startreihe. Der amtierende Weltmeister Neel Jani (CH) geht mit André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) von Platz drei ins Rennen. 

In der WEC zählt der Durchschnitt der jeweils schnellsten Runde von zwei Fahrern für die Startaufstellung. Für Bernhard/Hartley im Porsche mit der Nummer 2 betrug die Durchschnittszeit 1.38,272 Minuten. Jani/Lotterer erzielten mit der Startnummer 1 ein Mittel von 1.38,278 Minuten. Zwar fuhr Lotterer in 1.37,886 Minuten die absolute Bestzeit des Qualifyings, konnte aber nicht ausgleichen, dass Jani auf seiner Runde einmal das Heck ausgebrochen war. Die Poleposition ging an den Toyota mit der Nummer 7. Die jeweils dritten Porsche 919-Fahrer – Nick Tandy (GB) und Earl Bamber (NZ) – setzten turnusgemäß im Abschlusstraining aus.

Earl Bamber, Timo Bernhard, Brendon Hartley (l-r)
Earl Bamber, Timo Bernhard, Brendon Hartley (l-r)
© Porsche | Zoom
Im dritten freien Training am Vormittag hatten die beiden Porsche die Positionen drei (Startnummer 2, 1.40,635 Minuten) und vier (Startnummer 1, 1.40,767 Minuten) belegt. Sowohl Training als auch Qualifying fanden bei trockener Witterung statt. Die Wettervorhersage für den Sonntag enthält weiterhin ein Regenrisiko. Das Sechsstundenrennen beginnt um 13:00 Uhr. Es wird online und im Fernsehen live übertragen (Details: https://tinyurl.com/y78d65pv).

Das Porsche LMP Team nach dem Qualifying

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Nach diesem spannenden Qualifying, in dem die Zeiten sehr eng beieinander lagen, gehen wir zuversichtlich ins Rennen. Schon im freien Training konnten wir auch über längere Distanzen ausgezeichnete Zeiten fahren. Damit hat sich bestätigt, dass unser neues Aerodynamikpaket für viel Abtrieb hervorragend funktioniert. Auch deshalb blicken wir der zweiten Saisonhälfte optimistisch entgegen und werden alles versuchen, um unser Ziel zu erreichen: die Verteidigung beider WM-Titel.“

Teamchef Seidl:
Teamchef Seidl: "Von den Positionen zwei und drei ist im Rennen alles drin."
© Porsche | Zoom
Andreas Seidl, Teamchef: „Im freien Training konnten wir die Abstimmung des 919 mit dem neuen High-Downforce-Aerodynamikpaket weiter verbessern. Im Qualifying-Trimm hat vor allem André eindrucksvoll gezeigt, was mit dem Auto möglich ist. Er fühlt sich offensichtlich mit der neuen Aerodynamik sehr wohl. Es freut mich für ihn, dass ihm heute die insgesamt schnellste Runde gelungen ist. Von den Positionen zwei und drei ist im Rennen alles drin.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Neel Jani (33, Schweiz): „Wir sind Dritte geworden, aber ich persönlich bin sehr unzufrieden, weil ich eine mögliche Poleposition weggeworfen habe. André fuhr eine super Runde und konnte das ganze Potenzial des Autos aufzeigen. Aber ich hatte eine Schrecksekunde in Kurve zwölf, als mir das Heck ausbrach. Das kostete laut unserer Datenaufzeichnung eine halbe Sekunde und damit die Poleposition. Enttäuschend, aber wir haben morgen ein langes Rennen vor uns. Unser Auto ist großartig, wir werden angreifen.“

André Lotterer (35, Deutschland): „Ich freue mich, dass ich die insgesamt schnellste Qualifyingrunde gefahren bin. Leider hat Neel etwas Zeit verloren – aber das passiert eben, wenn du ans absolute Limit gehen musst. Mit dem Aerodynamikpaket für mehr Abtrieb passt der 919 Hybrid viel besser zu meinem Fahrstil. Das Auto ist richtig schnell, auch über längere Distanzen sehen die Rundenzeiten gut aus. Ich hoffe, das wird ein gutes Rennen für Porsche von den Plätzen zwei und drei.“

Neel Jani, Andre Lotterer (l-r)
Neel Jani, Andre Lotterer (l-r)
© Porsche | Zoom
Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Timo Bernhard (36, Deutschland): „Ich musste auf meiner fliegenden Runde leider einen LMP2-Rennwagen überholen, das war nicht perfekt. Blöd, dass der Fahrer in dem Moment nicht in den Rückspiegel geschaut hat. Das hat bestimmt zwei oder drei Zehntelsekunden gekostet, für die Poleposition hätte es eng werden können. Aber okay, morgen geht es mit viel Elan ins Rennen. Wir werden angreifen und versuchen, das Maximum herauszuholen.“

Brendon Hartley (27, Neuseeland): „Ich sehe das Qualifying-Ergebnis mit gemischten Gefühlen. Unser Auto war definitiv gut genug für die Poleposition, aber meine Runde war nicht perfekt und Timo wurde durch die Verkehrssituation etwas aufgehalten. Wir haben die Poleposition um wenig mehr als eine Zehntelsekunde verpasst. Positiv ist, dass der Toyota mit der Nummer 8 – unser härtester Konkurrent in der WM – hinter uns startet und keinen weiteren WM-Punkt für den ersten Startplatz holen konnte.“


Porsche / ND


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