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FIA WEC 5. Lauf in Fuji LMP1 Qualifikation: Porsche 919 Hybrid startet zum vierten Mal aus Reihe eins

Porsche Team: Timo Bernhard, Brendon Hartley, Mark Webber

11.10.2014 (Speed-Magazin.de / WEC Qualifikation Fuji 2014) Die beiden innovativen Porsche 919 Hybrid gehen nach einer starken Qualifying-Vorstellung von den Plätzen zwei und drei in das Sechstundenrennen von Fuji in Japan. Damit startet das Porsche Team beim fünften Saisonlauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC bereits zum vierten Mal aus der ersten Reihe. Das Rennen beginnt am Sonntagvormittag um 11 Uhr lokaler Zeit (4.00 Uhr MESZ).

Wie immer in der WEC fand das Qualifying für die Sportprototypen und GT-Rennwagen in getrennten 25-minütigen Sitzungen statt. Dabei kommen auch in der LMP1- und LMP2-Kategorie nur zwei Fahrer pro Auto zum Einsatz, deren jeweils zwei besten Runden gewertet werden. Für die Platzierung in der Startaufstellung zählt die durchschnittliche Zeit dieser vier Runden. Im Porsche 919 Hybrid mit der Nummer 14 kamen im Qualifying Neel Jani und Marc Lieb zum Einsatz (1.27,306 min.), bei der Nummer 20 teilten sich Timo Bernhard und Mark Webber diese Aufgabe. Am Ende fehlten dieser Porsche 919 Hybrid-Besatzung mit einer durchschnittlichen Rundenzeit von 1.26,929 Minuten nur 0,043 Sekunden auf die Pole.

Bereits das dritte Freie Training am Samstagmorgen verlief für das Porsche Team reibungslos und endete mit Rang zwei für den Hybrid-Rennwagen mit der Nummer 20 (1.27,300 min.) und Platz drei für das Auto mit der Nummer 14 (1.27,764 min).

Stimmen:

Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung der Porsche AG:
„Die erste Startreihe war unser Ziel, und das haben wir erreicht. Es fehlen nur vier Hundertstelsekunden zur Poleposition, und mit dem zweiten Porsche 919 Hybrid sind wir Dritter geworden. Dieses Ergebnis ist sehr okay. Wir haben gezeigt, dass wir mit den schnellen Toyota mithalten können.“

Fritz Enzinger, Leiter LMP1:
„Es war ein sehr spannendes Qualifying, in dem wir bis kurz vor Schluss die Schnellsten waren. Die Startplätze zwei und drei sind ein super Resultat. Vom ersten freien Training bis zum Qualifying konnten wir uns in jeder Sitzung steigern, darin zeigt sich eine unheimlich starke Teamleistung.“

Andreas Seidl, Teamchef:
„Mit den Plätzen zwei und drei im Qualifying haben wir ein weiteres hervorragendes Ergebnis erreicht. Jede Runde war auf den Punkt. Wir sind zum ersten Mal hier, das hat sich am Freitag auch deutlich gezeigt: Wir haben uns richtig schwer getan. Aber im Qualifying haben das Team und die Fahrer erneut einen optimalen Job gemacht. Weil wir dies wussten, sind wir im Zeittraining bewusst nur die Mindestanzahl an schnellen Runden gefahren und haben unsere Strategie konsequent durchgezogen – denn mit den Reifen, die wir im Qualifying eingesetzt haben, müssen wir morgen auch ins Rennen starten. Ob wir diese gute Leistung dann auch über die Distanz zeigen können, werden wir sehen.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 14) Neel Jani (30, Schweiz):
„Wir haben nach dem freien Training einige Änderungen vorgenommen, die sich sehr positiv auswirken. Sie brachten tatsächlich mehr Grip, als ich erwartet hatte. Diese Entwicklung zeigt, dass unser Weg stimmt.“

Marc Lieb (34, Ludwigsburg):
„Wir machen Schritte in die richtige Richtung. Der Porsche 919 Hybrid fühlte sich schon im dritten Freien Training gegenüber gestern spürbar verbessert an. Auf meiner ersten Qualifying-Runde habe ich ein bisschen Zeit auf der Bremse liegen lassen und auf der zweiten musste ich überholen, aber insgesamt war das wirklich in Ordnung heute.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 20) Timo Bernhard (33, Bruchmühlbach-Miesau):
„Ich war mit meinen beiden Runden direkt zufrieden, obwohl ich jeweils ein Auto überholen musste. Auf meiner zweiten schnellen Runde hatten die Reifen nicht ganz die optimale Temperatur, da ich zuvor eine langsame Runde gefahren war, aber insgesamt hat es gut gepasst.“

Mark Webber (38, Australien): „Nachdem wir am Freitag ein wenig mit der Balance unseres Autos gekämpft haben, konnten wir uns im Qualifying stark zurückmelden. Es ist uns gelungen, den Porsche 919 Hybrid über Nacht zu verbessern. Dabei haben wir auch von unserem Schwesterauto viel gelernt. Unsere Qualifying-Runden waren wirklich gut. Sie spiegeln so ziemlich das Maximum wider, was für uns im Moment möglich ist. Timo hat einen starken Job gemacht, alles passte zusammen. Der Toyota ist derzeit noch ein wenig zu stark für uns, aber wir dürfen dabei auch nicht vergessen, dass wir im ersten Jahr dabei sind. Das Qualifying besitzt bei Langstreckenrennen eine etwas geringere Bedeutung. Trotzdem freuen wir uns natürlich, in der ersten Startreihe zu stehen.“


Raphael Berlitz

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