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24 Stunden-Rennen Le Mans: Doppelerfolg für Toyota in der LMP1

Fernando Alonso-Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi feiern einen historischen Sieg

17.06.2018 (Speed-Magazin.de) Toyota dominierte das Qualifying nach belieben und steht mit beiden Autos in der ersten Startreihe. Kazuki Nakajima drehte die schnellste Runde im in drei Abschnitten ausgetragenen Zeittraining in 3:15.377 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt hierfür 251.1 km/h.



FIA WEC: 24 Stunden Le Mans 2018
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LMP1
Sein Landsmann Kamui Kobayashi war exakt 2 Sekunden langsamer im Schwesterauto. Vom dritten Startplatz ins Rennen geht der Rebellion R13 mit Andre Lotterer/Neel Jani und Bruno Senna. Der Brasilianer fuhr im letzten Abschnitt des Qualifyings eine Zeit von 3:19.449 und hatte damit einen Rückstand von 4.072 Sekunden auf die Zeit von Nakajima im Hybrid Toyota. Hier sieht man deutlich das die Einstufung für die nicht Hybrid angetriebenen LMP1 nicht in Ordnung ist. Man hat die Teams geködert einen LMP1-Rennwagen zu bauen, indem man sagte die Einstufung per EoT so anzugleichen das man leistungsmäßig an die Werks Toyota TS050 herankäme. Jetzt wurde den Teams vor Le Mans noch einmal Leistung weggenommen so das man nicht in der Lage ist in auch nur annähernd in den Bereich der Hybrid Toyotas zu kommen. Bei den Teamchefs und Fans herrscht allgemeines Kopfschütteln bezüglich der Bevorteilung des japanischen Herstellers.

Toyota dominierte vom Start an
Toyota dominierte vom Start an
© Speedpictures | Zoom
So wie sich die Überlegenheit von Toyota im Training dargestellt hatte, ging es im Rennen weiter. Bereits nach 3 ½ Rennstunden war das komplette Feld mindestens einmal überrundet. Die neuen privat eingesetzten LMP1-RENNWAGEN von Rebellion, Dallara, Ginetta und dem Kolles Team konnten den Speed der Japaner nicht mitgehen. Nach elf Stunden führte der Toyota #7 von Mike Conway/Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez mit gut zwei Minuten Vorsprung vor dem zweiten TS050, der von Fernando Alonso/Sebastien Buemi und ki Nakajima gefahren wird. Auf Platz drei der Rebellion R13 von Mathias Beche/Thomas Laurent/Gustavo Menezes lag zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Runden zurück. Die Teamkollegen Neel Jani/Andre Lotterer und Bruno Senna eine weitere Runde zurück auf Position 4. Im Laufe der Nacht undes Morgens vergrößerte sich der Vorsprung auf die verbliebenen Rebellion auf 11 Runden. Zwei Stunden vor Rennende führt der Alonso-Toyota mit 1.5 Minuten vor dem Schwesterauto, an der Reihenfolge wird sich auch nichts ändern! Ein Alonso Sieg beim Debüt lässt sich Medienwirksam gut verkaufen. Das Rennen endete wie es alle erwartet hatten: Toyota schaffte es im 15. Anlauf die begehrte Le Mans Trophäe mit nach Japan nehmen zu können. Kazuki Nakajime fuhr nach 388 Runden als erster über den Zielstrich. Der Japaner holte damit seinen ersten Le Mans Sieg als Fahrer, ebenso wie die Teamkollegen Sebastien Buemi und Fernado Alonso. Der 2fache F1 Champion schaffte das sogar bei seinem ersten Start hier. Mit zwei Runden Rückstand kamen Mike Conway/Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez im zweiten Toyota ins Ziel. Auf Platz drei der Rebellion R13 mit Mathias Beche/Thomas Laurent/Gustavo Menezes mit 12 Runden 
Rückstand.

LMP2
20 Rennwagen der Chassis-Hersteller Alpine, Dallara, Oreca und Ligier bildeten das Starterfeld der LMP2 Klasse. Kurz vor Halbzeit führte der G-Drive Oreca 07 mit Jean Eric Vergne/Andrea Pizzitola und Roman Rusinov mit einer Runde Vorsprung vor dem Signatech Alpine
Der im 917 Design gestaltete GT-Pro Sieger beim letzten Boxenstopp
Der im 917 Design gestaltete GT-Pro Sieger beim letzten Boxenstopp
© Speedpictures | Zoom
A470 mit Nicolas Lapierre/Andre Negrao/Pierre Thiriet und Timothe Buret/Julian Canal/Will Stevens im Ligier JS 217. Schrecksekunde für Paul di Resta im Ligier: Der Mercedes DTM-Pilot hatte einen bösen Unfall. Beim anbremsen der Esses nach dem Dunlop Bogen verlor er das Auto und schlug hart in die Begrenzungsmauer ein. Er konnte aber unverletzt aussteigen. Am Ende siegten Jean Eric Vergne/Roman Rusinov/Andrea Pizzitole im Oreca 07 von G-Drive. Platz zwei für Nicolas Lapierre/Andre Negrao und Pierre Thiriet im Signatech Alpine A470. Als driie kamen Vincent Capillaire/Jonathan Hirschi/Tristan Gommendy ebenfalls in einem Oreca ins Ziel.

GT-Pro
Ein gigantisches Feld von 17 Werks-Gt Fahrzeugen bestreiteten die 86. Ausgabe des legendären Rennens in Le Mans. Mit 2 Aston Martin, 2 BMW, 2 Corvette, 3 Ferrari, 4 Ford und 4 Porsche präsentiert sich die Klasse in DTM Stärke! Porsche setzte im Qualifying die Bestmarke. Gianmaria Bruni fuhr eine Fabelrunde in 3:47.504 Minuten, die schnellste Rundenzeit die je ein GT-Auto in Le Mans gefahren ist. In den ersten Rennstunden kämpften die Akteure von BMW, Corvette, Ferrari, Ford und Porsche im Sekundenabstand um die Plätze. Kurz vor Ende der 11. Rennstunde führte der #92 Porsche 911 RSR von Michael Christensen/Kevin Estre/Laurens Vanthoor. Eine Runde zurück Richard Lietz/Gianmaria Bruni /Fred Makowiecki im #91 Porsche. Auf Platz drei der Ford GT mit Sebastien Bourdais/Joey Hand und Dirk Müller im Cockpit. Pech für BMW: Der neue M8 GTE zeigte im Rennen eine starke Vorstellung. Nicky Catsburg/Philipp
Eng und Martin Tomczyk kämpften sich bis auf Rang drei nach vorne. Ein defekter Stoßdämpfer an der Vorderachse kostete viel Zeit und man wurde bis Rang 12 durchgereicht. Die Akteure der GT-Profi-Klasse begeistern wieder einmal die Fans und Medien hier in Le Mans.

Porsche und Ford: Sekundenabstand nach 21 Stunden
Porsche und Ford: Sekundenabstand nach 21 Stunden
© Speedpictures | Zoom
Das Quartett an der Spitze liegt nach 21 Stunden innerhalb von 2.5 Minuten. Bei noch 3 Stunden verbleibender Renndauer bahnt sich hier ein Finale Furioso an. Der Porsche # 92 mit Laurens Vanthor an der Spitze hat im Moment gut zwei Minuten Vorsprung. Auf den Plätzen zwei – vier geht aber so richtig die Post ab. Fred Makowiecki im Porsche #91 und Joey Hand im Ford GT fighten im Zentimeter-Abstand Runden lang um die zweite Position. Andy Priaulx im Ford #67 folgt im Sekunden Abstand. Es ist eine Augenweide so etwas live erleben zu dürfen. Da beide Autos im selben Boxenstopp-Fenster unterwegs sind, erwartet uns hier in Le Mans ein grandioser Sprint bis ins Ziel. Es zeigt sich wieder das die GT-Pro Klasse das absolute Highlight der FIA-WEC ist. Grandioser fairer Motorsport der Spitzenklasse! Nach 24 Stunden feierte Porsche einen verdienten Doppelsieg mit den beiden im Retro Design lackierten 911RSR. Es gewannen Michael Christensen/Kevin Estre und Laurens Vanthoor die 344 Runden abspulten.

Mit einer Runde weniger kam das von der Pole ins Rennen gestartete Trio Gianmaria Bruni/Richar Lietz und Fred Makowiecki ins Ziel. Platz drei ging an Dirk Müller/Joey Hand/Sebastian Bourdais. Der Rückstand betrug nach 24 Stunden 26.7 Sekunden auf die zweiten.

GT-Am
Porsche Erfolg auch in der GT-Am Klasse: Der 911 RSR von Dempsey-Proton Competition holte sich den Sieg bei den Amateuren. Christian Ried/Matt Campbell/Julian Andlauer setzten sich gegen den Spirit of Race Ferrari durch, der von Giancarlo Fisichella/Thomas flohr und Francesco Castellacci gefahren wurde. Das schweizer Team hatte einen Rückstand von 1:39.044 Minuten. Weitere knapp 30 Sekunden zurück Jeroen Bleekemolen/Ben Keating/Luca Stolz im Ferrari des Keating Teams.


Horst Bernhardt / JM


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