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FIA GT Series 2013: Erster FIA GT-Sieg für HTP Gravity Charouz in Zandvoort!

HTP Gravity Charouz Piloten Alon Day und Maximilian Buhk mit Sieg in Zandvoort!

08.07.2013 (Speed-Magazin.de / FIA GT Series) Alon Day und Maximilian Buhk holten ihren ersten FIA GT Series Sieg auf dem Circuit Park Zandvoort in den Niederlanden. Die HTP Gravity Charouz Piloten kamen mit einem Vorsprung von nur 6 Sekunden vor den Meisterschaftsführenden Stephane Ortelli und Laurens Vanthoor (Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS Ultra) ins Ziel, nachdem sie die Führung bereits kurz nach dem Start erobert hatten.. Dies war auh ein wichtiger Moment für den israelischen Motorsport. Alon Day holte in Zandvoort des ersten internationalen Sieg eines israelischen Piloten.

Einen ähnlich dominanten Sieg gab es in der PRO AM Kategorie zu feiern. Hari Proczyk und Dominik Baumman gewannen im Grasser Racing Lamborghini Gallardo LP560-4 vor dem Nissan GT Academy Team RJN mit Alex Buncombe und Lucas Ordonez. In der Gentlemen Trophy ging die Siegerehre wieder an den HTP Gravity Charouz Mercedes SLS AMG GT3 von Petr Charouz und Jan Stovicek, die ihre Erfolgsserie in der Klasse für weniger erfahrene Piloten fortsetzen.

Obwohl er selbst einen guten Start erwischt hatte, sah sich Ortelli beim Sturm auf die erste Kurve sofort unter Attacke vom regierenden FIA GT3 Meister Buhk.Noch vor der Anbremszone setzte Buhk zum überholen des Blancpain Endurance Series Meisters an und ging vorbei. Danach baute Buhk seine Führung rasch auf 2 Sekunden aus, bevor das Rennen nach einem harten Einschlag von Cesar Campanico im Novadriver Audi R8 LMS Ultra mit der roten Flagge unterbrochen wurde.

Der Start zum FIA GT Series Rennen auf dem Circuit Park Zandvoort
Der Start zum FIA GT Series Rennen auf dem Circuit Park Zandvoort
© Fabre | Zoom
Der Portugiese konnte dem Audi unverletzt entsteigen. Dennoch wurde die Unterbrechnung benötigt, um die Leitplanken in der Tarzan Haarnadel zu reparieren sowie einen beim Unfall verletzten Fotografen zu versorgen. Nach 20 Minuten wurde das Rennen hinter dem Safety Car erneut gestartet. Buhk machte das Beste aus seinen Möglichkeiten, kontrollierte das Feld und baute sofort wieder einen Vorsprung auf Ortelli auf, den der Monegasse nicht wieder zufahren konnte. Unbelohnt zu diesem Zeitpunkt blieb die gute Fahrt von Caca Bueon im BMW Z4, der nach Überholen des #13 WRT Audi von Niki Mayr-Melnhof unter gelber Flagge im zweiten Sektor eine Durchfahrtsstrafe bekam.

Bis zu den Pflichtboxenstopps lebte das fantastische Rennen von zahlreichen Zweikämpfe. Neben dem Loeb McLaren waren es vor allem Lucas Ordonez im Nissan GT Academy Team RJN Nissan GT-R NISMO GT3 und Hari Proczyk im GRT Grasser Racing Team Lamborghini, die am meisten Plätze gewinnen konnten. Ungefährdet dagegen die Führung von Buhk.

Das HTP Gravity Charouz behielt auch nach den Stopps die erste Position. Alon Day übernahm den Mercedes SLS AMG GT3 spät und kam genau vor dem #11 WRT Audi R8 LMS Ultra von Laurens Vanthoor wieder zurück auf die Strecke. Der Belgier konnte die Lücke nicht zufahren, so dass Day einen eindrucksvollen Sieg feiern konnte.

Nicht ins Ziel schaffte es der dritte WRT Audi R8 von Mayr-Melnhof / Rast. Rast rollte in der ersten Runde nach dem Boxenstopp aus. Später gab das Team bekannt, dass es ein Problem a der Kraftübertragung gegeben hatte.

Einen tollen vierten Rang holten Karun Chandhok und Jan Seyffarth im SMS Seyffarth Motorsport Mercedes SLS AMG GT3. Chandhok hatte zwei Plätze in der Startphase gewonnen und dank starker Rundenzeiten konnte der Inder Rang 6 über zehn Runden lang verteidigen. Es folgte ein solider Boxenstopp des deutschen Teams, so dass Jan Seyffarth keine Zeit verlor und sich in der SPitzengruppe etablieren konnte. Dabei setzte er sich erfolgreich gegen Alvaro Parente im Sebastian Loeb McLaren durch.

Das HTP Gravity Charouz behielt auch nach den Stopps die erste Position
Das HTP Gravity Charouz behielt auch nach den Stopps die erste Position
© Fabre | Zoom
Insgesamt war es für die McLaren Truppe ein Rennen zum vergessen. Zwar musste Teamchef Loeb von ganz hinten mit dem gesamten Pro Am Feld noch vor ihm starten, doch in starken Zweikämpfen mit einigen Berührungen konnte er sich durch das Feld arbeiten. Alvaro Parente setzte die gute Fahrt fort, musste aber in den letzten Minuten mit technischem Defekt in den Top 10 liegend aufgeben. Teamkollege Andreas Zuber wurde bereits in der ersten Kunde Opfer harter Attacken und fiel zurück. Mike Parisy übernahm das Auto beim Boxenstopp, sah jedoch mit einem nur noch schwer kontrollierbaren Auto nicht die Zielflagge. Ähnlich erging es Phoenix Racing, welche die NIederlande ebenfalls mit leeren Händen verlassen mussten, nachdem ein Getriebedefekt den Audi R8 LMS Ultra von Anthony Kumpen nach dem Restart lahmlegte. Co Enzo Ide konnte so nicht eine Runde im Rennen absolvieren.

Kurz die Führungsluft im Gesamtklassement schnuppern konnte Proczyk im Grasser Lamborghini, der erst spät zum Pflichtboxenstopp herein kam. Dominik Baumann übernahm den Gallardo, welcher perfekt auf die schnellen und mittelschnellen Kurven des Dünenkurses zu passen schien und verteidigte die Führung in der PRO AM Klasse. Doch der junge Österreicher ruhte sich auf den Lorbeeren aus und hielt einen grossen Abstand zu seinem härtesten Verfolger Alex Buncombe im Nissan. Interessantes Detail am Rande: Sowohl der Sieg in der PRO CUP als auch der PRO AM Kategorie wurde von je einem Mitglied des FIA GT3 Europameistermannschaft geholt: Buhk und Baumann!

Buncombe wiederum konnte sich nicht allein auf die Aufholjagd zu Baumann konzentrieren, sondern musste sich Allam Khodair im BMW Z4 erwehren, der sich 16 Runden lang an dessen Fersen heftete. Erst in Runde 31 kam Khodair dann in die Position ernsthaft anzugreifen und setzte sich neben den Nissan. Buncombe erkannte die Situation und hielt nur kurz dagegen, denn Khodair fuhr nicht um PRO AM Punkte wie Buncombe.

Lokalheld Melroy Heemskerk beendete sein Debüt mit Rang drei hinter Buncombe im PRO AM Cup, gerade mal 3,6 Sekunden hinter dem Nissan Piloten. Der BMW Z4 des BMW Sports Trophy Team India war in der ersten Hälfte des Rennens von Armaan Ebrahim gefahren worden, ehe Heemskerk vor Heimpublikum sein Können zeigen durfte. Das Duo sah das Ziel auf dem neunten Gesamtrang und holte wertvolle Punkte nach der Nullrunde bei der letzten Veranstaltung in Zolder (Belgien).

Hari Proczyk und Dominik Baumman gewannen im Grasser Racing Lamborghini die Pro-Am
Hari Proczyk und Dominik Baumman gewannen im Grasser Racing Lamborghini die Pro-Am
© Fabre | Zoom
Hinter Ebrahim und Heemskerk sah der ACL by Rodrive Lamborghini von Patrick Cunha und Matheus Dall’ Agnol Stumpf das Ziel. ACL by Rodrive hatte vor dem Event in Zandvoort noch das Fahrzeug gewechselt und kämpfte mit mangelnder Erfahrung in Sachen Setup und Streckenkenntnis. Dennoch konnte das portugiesische Team eine starke Performance zeigen und holte Platz 4 in der Klasse. Auf Rang 5 wurde der zweite Nissan ddes NIssan GT Academy Team RJN von Mark Shulzhitskiy und Wolfgang Reip gewertet. Der Russe begann das Rennen und arbeitete sich stetig nach vorne, ehe der belgische GT Academy Sieger Reip kurv vor Schluss noch Rang 11 im Gesamt vom #9 Sebastian Loeb Racing McLaren übernehmen konnte.

Zum zweiten Mal in Folge gewannen Petr Charouz und Jan Stovicek das Hauptrennen der Gentlemen Trophy in der FIA GT Series und holten maximale Punkte für ihr HTP Gravity Charouz Team.

Auch wenn ihnen der Gesamtsieg im Rennen verwehrt blieb, hatte das Belgian Audi Club Team WRT einen Grund zu feiern. Die Crew des #13 Audi R8 LMS Ultra gewann die Boxenstopp Challenge und konnten erneut einen Scheck über 2.000 EUR in Empfang nehmen. In beiden Rennen benötigten sie lediglich eine Zeit von 1.22,55 Minuten, um den R8 abzufertigen. Damit sammelte das Team weiter Punkte und liegt nun 25 Zähler vor der Mannschaft des Schwesterautos mit der #11.

Nun geht die Aufmerksamkeit weiter in Richtung der vierten Runde der FIA GT Serie 2013 auf dem anspruchsvollen Slovakia Ring rund 40 KM östlich von Bratislava in der Slovakai. Das Rennwochenende findet vom 17.-18. August statt.


FIA GT Series / J.M


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