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Formel 3-Cup in Zandvoort: Zwei Siege für Lotus

Lotus etabliert sich als Titelanwärter

24.05.2012 (Speed Magazin) Im ATS-Formel 3-Cup etabliert sich Lotus als Titelanwärter. Zwei Siege in drei Rennen zeigen, dass die Lotus-Junioren in der Gesamtwertung ein ordentliches Wörtchen mitreden werden. Die Formel 3-Rennen in Zandvoort wurden von Wetterkapriolen in der Qualifikation maßgeblich geprägt. Nach zehn Minuten setzte Regen ein; bis dahin hatte noch keiner der Lotus-Junioren eine freie Runde erwischt, daher kämpfte auch keiner der Quartetts um die Pole.

In den Rennen drehten die Schützlinge von Timo Rumpfkeil den Spieß allerdings recht rasch wieder um. Schon beim Start zu Lauf 1 verbesserte sich Jimmy Eriksson um eine Position auf Rang 2. Nach rundenlangem Zweikampf mit Lucas Auer schnappte der Schwede sich drei Runden vor Schluss die Führung und gewann.

Im zweiten Lauf, für das die Startaufstellung in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses von Rennen 1 vorgenommen wird, konnte Eriksson sich von Startplatz 8 auf Rang 5 vorkämpfen. Kimiya Sato, der im ersten Durchgang seinen Motor am Start abwürgte und dann im Getümmel der ersten Ecke über den Haufen gefahren wurde, kam auf dem sechsten Platz ins Ziel.

Siddiqi erwischte es in der Qualifikations-Lotterie am ärgsten
Siddiqi erwischte es in der Qualifikations-Lotterie am ärgsten
© ATS F3 Cup | Zoom
Die große Stunde des Japaners schlug im dritten Rennen. Er übernahm mit einem Blitzstart aus der zweiten Reihe die Führung, ließ sich auch von einer Safety Car-Phase nach einem Startunfall nicht aus dem Tritt bringen und setzte sich nach der neuerlichen Freigabe des Rennens schnell um acht Sekunden ab. Der Japaner holte damit für das Lotus-Formel 3-Team den zweiten Laufsieg des Wochenendes.

Sheban Siddiqi erwischte es in der Qualifikations-Lotterie am ärgsten. Der Brite schaffte es im Regen nur auf die Startplätze 13 und 12. Im Mittelfeld-Gewühle musste der Lotus-Junior es vorsichtig angehen lassen. In den ersten beiden Rennen agierte er mit höchster Rennintelligenz äußerst umsichtig und rettete zwei 11. Plätze. Im dritten Durchgang riskierte er bewusst etwas mehr – was prompt mit Position 9 und damit seinem ersten Top 10-Resultat gekrönt wurde.

Artem Markelow startete Lauf 1 vom neunten Platz, kämpfte aber schon bald um die fünfte Stelle – rutschte im Zweikampf jedoch von der Bahn und schied aus. Im zweiten Heat arbeitete er sich von Startplatz 14 bis auf die neunte Stelle nach vorn. Im dritten Rennen wurde der Russe schuldlos Opfer eines Startunfalls.

Größter Pechvogel im letzten Rennen war allerdings Jimmy Eriksson. Er wurde beim Start durch einen Fehler der Rennleitung abgelenkt: Der Posten zeigte das Fünf-Sekunden-Schild erst, als die Ampel schon an war. Der Schwede würgte irritiert das Auto ab und wurde dann von einem Konkurrenten touchiert. Nach einem Radwechsel war mit beschädigtem Auto nicht mehr drin als Rang 6.
In der Tabelle rangieren Eriksson und Sato nach Zandvoort auf den Plätzen 3 und 4, allerdings mit lediglich zwei respektive fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Auer.

Das Fazit von Teamchef Timo Rumpfkeil: „Das erste Rennwochenende hat gezeigt, dass die harte Arbeit im Winter in die richtige Richtung gegangen ist. Zwei Siege sind der verdiente Lohn. In Jimmy und Kimi haben wir zwei Titelanwärter im Team. Zudem hat das erste Wochenende gezeigt, dass wir in allen Bereichen den Speed haben, um ganz vorne zu fahren. In Artem und Sheban haben wir zwei vielversprechende Rookies, die in schon bei ihrem ersten Formel 3-Einsatz viel Potenzial gezeigt haben und mit denen wir im Laufe der Saison noch sehr gute Resultate einfahren werden.“


Motopark / J Patric


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