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Shanghai 2019: ID. Roomzz kommt 2021 vollelektrisch

ID. Roomzz

15.04.2019 (Speed-Magazin.de) Volkswagen erweitert seine batterieelektrisch angetriebene ID. Familie um den ID. Roomzz, ein SUV der Fünf-Meter-Klasse. Nach dem kompakteren ID. Crozz stellt Volkswagen nun bei der Auto China in Shanghai (18. - 25. April 2019) die zweite SUV-Studie einer komplett neuen Elektrofahrzeug-Generation vor. Auf die Straße kommen soll die Serienversion des gleichermaßen auf Familien wie das Business zugeschnittenen ID. Roomzz ab 2021.

Zu den Mitgliedern der E-Fahrzeug-Familie gehören neben dem ID. Roomzz der ID. Crozz und der kompakte ID (Marktdebüt jeweils 2020), die Van-Ikone ID. Buzz und die Avantgarde-Limousine ID. Vizzion (Marktdebüt jeweils 2022. Wie alle ID.-Modelle, basiert auch der ID. Roomzz auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Konzerns.

Das SUV folgt mit seinem Karosserie-Design der klaren Linienführung der ID.-Familie. Gleichwohl hat das Team unter Regie des Volkswagen Chefdesigners Klaus Bischoff dem ID. Roomzz Eigenständigkeit mit auf den Weg gegeben. Die Studie geht im Segment der großen SUV mit zahlreichen Details neue Wege. Ein Alleinstellungsmerkmal sind die nahtlosen Übergänge zwischen den einzelnen Karosserie-Bereichen und -Ebenen. Darüber hinaus zeigt das Design kraftvolle Dynamik. Prägend sind hier die vorderen und hinteren Schultern der Karosserie, die durch zwei muskulös gezeichnete Partien oberhalb der Kotflügel gebildet werden.

ID. Roomzz
ID. Roomzz
© Volkswagen | Zoom
Die Studie ist mit einem neuen Interieur- und Sitzkonzept ausgestattet. Der Innenraum überrascht parallel mit einem neuen Spektrum der Individualisierbarkeit und Variabilität und passt sich mit seinen Sitzeinstellungen nicht nur den persönlichen Wünschen der Passagiere, sondern auch dem jeweiligen Fahrmodus an.

Im ID. Roomzz fusionieren die IQ. Drive-Systeme. Unter dieser neuen Dachmarke bündelt Volkswagen alle Assistenzsysteme und Technologien auf dem Weg zum autonomen Fahren. Der Wechsel vom manuellen Fahrmodus „ID. Drive“ in den vollautomatisierten Modus „ID. Pilot“ ist einfach: Der Fahrer legt eine Hand für mindestens fünf Sekunden auf das VW-Zeichen im Lenkrad. Dann übernimmt der Computer die Steuerung. Das neu entwickelte „IQ.-Lenksystem“ koppelt die Lenksäule ab, fährt das Lenkrad in seine Ruhestellung und schafft dadurch mehr Raum im Cockpitbereich. Will der Fahrer das Auto wieder selbst fahren, so drückt er erneut auf das VW-Zeichen. Das Lenkrad fährt jetzt heraus und wird mit der Position der Räder synchronisiert.

ID. Roomzz
ID. Roomzz
© Volkswagen | Zoom
Der komplett automatisierte Modus (Level 4) ermöglicht völlig neue Möglichkeiten der Konfiguration der Integralsitze. Grundsätzlich gibt es während der Fahrt drei verschiedene Sitzmodi; sie korrespondieren mit dem jeweiligen Fahrmodus. Im manuellen Modus „ID. Drive“ sind die Sitze konventionell nach vorne ausgerichtet und die Lehnen hochgestellt. Wechselt der Fahrer in den vollautomatisierten Modus „ID. Pilot“, können die Sitze separat um 25 Grad nach innen geschwenkt werden. Darüber hinaus gibt es beim vollautomatisierten Fahren den Modus „ID. Pilot Relax“. In diesem Modus kann der Sitz stufenlos in eine Liegeposition geschwenkt werden. Die Serienversion des ID. Roomzz wird es mit bis zu sieben Sitzplätzen geben.

Eine Instrumententafel wie heute üblich, existiert im ID. Roomzz nicht. Im manuellen Modus „ID. Drive“ scheint das „Digital Cockpit“ samt des Lenkrads vor dem Fahrer zu schweben. Das „Digital Cockpit“ besteht aus einem komplett glasüberbauten Panel. Konzeptionell in das Panel integriert: das digitalisierte Lenkrad. Es besitzt nicht nur sensitive Touch-Flächen, sondern auch ein 5,8 Zoll großes Display, über das im autonomen Modus relevante Informationen wie Navigationshinweise angezeigt werden.

Darüber hinaus gibt es ein Head-up-Display. Dank Augmented Reality (AR) projiziert es Navigationshinweise scheinbar in den Raum, um Piktogramme wie einen Abbiegepfeil genau dort in das Sichtfeld einzublenden, wo der Fahrer tatsächlich abbiegen muss. Unterhalb der Windschutzscheibe wurde zudem das neue „ID. Light“ integriert – eine interaktive Lichtleiste zwischen den A-Säulen, durch die Fahrer und Gäste an Bord zusätzliche Informationen erhalten. Über die Lichteffekte in dieser LED-Leiste werden Hinweise zu den Assistenzsystemen, der Navigation und zur Luftqualität (CleanAir-System) angezeigt. Parallel werden korrespondierende Informationen via „ID. Light“ für Beifahrer und Fondgäste Informationen in die Türen und den Dachbereich eingespeist.

ID. Roomzz
ID. Roomzz
© Volkswagen | Zoom
Der ID. Roomzz wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Der vordere Koaxialantrieb entwickelt 102 PS (75 kW), der hintere leistet 204 PS (150 kW), zusammen also 306 PS (225 kW). Standardmäßig sorgt die Hinterachse für den Vortrieb. Eine „elektrische Kardanwelle“ verteilt die Kraft des 4Motion-Allradantriebs in Sekundenbruchteilen zwischen Vorder- und Hinterachse, sobald dies aus fahrdynamischen Gründen erforderlich ist. Darüber hinaus kann der Roomzz auch permanent mit Allradantrieb gefahren werden. Mit Energie versorgt werden beide Motoren über eine Lithiumionen-Batterie im Fahrzeugboden. Ihr Energiegehalt beträgt 82 kWh.

Der ID. Roomzz beschleunigt in 6,6 Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeregelt. Im europäischen WLTP-Zyklus ergibt sich eine maximale Reichweite von 450 Kilometern. Aufgeladen wird die Batterie über eine induktive Schnittstelle. Ebenso ist das konventionelle Laden per Stecker möglich.


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