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Schaeffler verbindet Mechanik und Digitalisierung

Mobilität für morgen: Schaeffler sieht die Digitalisierung als zentrale Zukunftschance

29.03.2017 (Speed-Magazin.de) Das Auto ist Teil des „Internets der Dinge“, in dem Maschinen Daten miteinander austauschen. Digitale Dienstleistungen, basierend auf der Vernetzung von Betriebsdaten, ergänzen die klassischen Geschäftsmodelle im Automobilbau. Die Zukunft ist autonom, vernetzt und elektrisch. „Die digitale Transformation konfrontiert die gesamte Branche mit einem wegweisenden Strukturwandel und wird die automobile Wertschöpfungskette verändern“, erläuterte Gerhard Baum, Chief Digital Officer bei Schaeffler, auf dem Kongress der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ in Stuttgart

Im Rahmen der Elektrifizierung und Digitalisierung fällt der Fokus auf neue Mobilitätsdienstleistungen. Themen wie autonomes und vernetztes Fahren führen zu neuen Geschäftsmodellen und Partnerschaften. Das Komponentengeschäft verschiebt sich weg vom reinen Verbrennungsmotor hin zum elektrifizierten und vernetzten Antrieb. „Unsere mechatronischen Komponenten sind heute fähig, Daten in Echtzeit zu verarbeiten und die Aktorik über Software anzusteuern“, erklärte Baum.

Auch ein autonom und rein elektrisch fahrendes Auto benötigt eine funktionierende Mechanik. Schaeffler verbindet seine Kompetenz in der Feinmechanik zunehmend mit mechatronischen Systemen sowie Software und bringt für das Internet der Dinge sein Know-how mit ein.

Dank neuer Technologien wird Schaeffler die Funktionalität von Komponenten und Systemen durch Datengenerierung und Aufbereitung erweitern. Echtzeitanalysen und kognitive Systeme werden die generierten Daten in Informationen und Handlungsempfehlungen umwandeln. Stattet man etwa die in einem Fahrwerk oder Antriebsstrang verwendeten Lager mit Sensoren aus, die Drehmomente, Kräfte, Schwingungen und Temperaturen messen, können entscheidende Informationen über den Zustand und die Nutzung des Moduls und des Gesamtsystems gewonnen werden.

In der Weiterentwicklung von „machine learning“ und „artificial intelligence“ werden derzeit große Fortschritte gemacht. Auch diese Technologien wird das Unternehmen aus Herzogenaurach den Ingenieuren zur Verfügung stellen und dadurch schneller lernen. Schaeffler plant, in den kommenden Jahren eine große Anzahl an Experten, etwa auf den Gebieten der Datenarchitektur, Datenanalyse, Design-Thinking oder App-Entwicklung einzustellen.

„Um innovative Anwendungen für die Automobilindustrie und andere Branchen zu entwickeln, müssen und werden wir uns diesen herausfordernden Veränderungen stellen. Auch durch strategische Kooperationen mit IT-Unternehmen und Start-ups, die in dieser Welt entstehen, erweitern wir unsere Kernkompetenzen und steigern unsere Entwicklungsgeschwindigkeit“, sagte Gerhard Baum. So sieht Schaeffler die digitale Transformation als Chance für ein weiteres, profitables Wachstum sowie den Ausbau von bestehenden Geschäfts- und Kompetenzfeldern.


AMPNET / ND


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