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VIDEO DTM Moscow: Rene Rast führt auf halber Strecke

23.07.2017 (Speed-Magazin.de) Der Mann der ersten Saisonhälfte in der DTM heißt René Rast. Zur Halbzeit führt der Audi-Pilot nach seinem Start-Ziel-Sieg am Samstag auf dem Moscow Raceway nun mit insgesamt 99 Punkten das Gesamtklassement vor Mercedes-AMG-PiIot Lucas Auer (95) und Markenkollege Mattias Ekström (93) an. Der Schwede gab die Tabellenführung ab und war der Verlierer des Tages. Mike Rockenfeller machte trotz eines gebrochenen linken Mittelfußes den Doppelsieg für die Ingolstädter perfekt.

„Das war ein perfektes Rennen, so will man gewinnen. Der Start war nicht ganz so gut, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Boxenstopp war super. Jetzt wieder in der Meisterschaft vorne zu sein, ist ein natürlich ein tolles Gefühl. Ich hoffe, wir können so weitermachen“, sagte Rast, der in Moskau gleich bei der Premiere brillierte. „Wir haben bei Audi-Sport einen sehr guten Simulator, nach ein, zwei Runden im richtigen Auto habe ich mich wie zu Hause gefühlt“, klärte er auf.

Wittmann fuhr auf Rang drei
Wittmann fuhr auf Rang drei
© DTM | Zoom
Auch der Zweitplatzierte Rockenfeller hatte keinen Grund zu mäkeln. Auf Krücken kam „Rocky“ zur Siegerehrung. Doch im Auto war der Audi-Pilot schnell wie eh und je. „Mister Moskau“, er gewann hier bereits 2013 und 2015, fuhr sein bislang bestes Saisonresultat heraus. „Für mich ist es ein toller Tag heute. Damit haben nicht viele gerechnet, dass wir das hier so schaffen. Umso stolzer bin ich. Ich glaube, das ist nicht so einfach mal eben mit rechts zu bremsen und trotzdem in der DTM vorne zu sein.“

Hinter dem Spitzenduo bekämpften sich rundenlang die beiden Sieger des Vorjahres - am Ende setzte sich Marco Wittmann gegen Robert Wickens durch. Wittmann, der Schnellste des Qualifyings, startete nach einer Strafe nur von Platz sechs, und war insofern mit seinem Podiumsplatz mehr als glücklich.

Wickens hielt als Vierter die Mercedes-AMG-Fahnen hoch
Wickens hielt als Vierter die Mercedes-AMG-Fahnen hoch
© DTM | Zoom
Bester Mercedes-AMG-Fahrer war der viertplatzierte Wickens, der schlussendlich den Angriffen von Wittmann nichts mehr entgegenzusetzen hatte. „Wenn man mir nach dem Freien Training gesagt hätte, ich fahre in die Top Five, hätte ich es für einen Scherz gehalten. Ich hatte das Gefühl, dass wir ein Problem mit den Bremsen haben. Nach dem Freien Training haben wir deshalb innerhalb von einer Stunde das Bremssystem getauscht. Von P11 aus war ich nach der ersten Runde schon auf P6. Um das Podium zu kämpfen, war ein Traum. Es fühlt sich an wie ein Sieg.“

Bei so vielen Gewinnern gab es selbstredend auch Verlierer. Einer ganz besonders: Mattias Ekström wurde in Runde fünf von BMW-Pilot Timo Glock abgedrängt, der dafür eine Verwarnung erhielt. Das kostete den bisherigen Tabellenführer letztlich einen Platz im Vorderfeld. Als Achter sammelte „Eki“ zumindest noch drei Punkte ein, womit er auf Tuchfühlung zu Rast und Auer blieb.


DTM / RB


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