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VIDEO DTM: Lust auf mehr - Fans sind die Gewinner der Rundum erneuerten DTM

Mercedes-AMG-Teamchef Ulrich Fritz: Die DTM ist im Aufwind. Wir sind zusammen auf dem richtigen Weg

12.05.2017 (Speed-Magazin.de) Beste Unterhaltung bot die DTM am ersten Rennwochenende auf dem Hockenheimring vor knapp 80.000 Zuschauern sowohl auf, als auch neben der Strecke. Die ersten beiden Läufe boten die erhoffte Renn-Action. Mit Lucas Auer (Mercedes-AMG) und Jamie Green (Audi) gab es zwei verschiedene Sieger, alle drei Marken standen jeweils auf dem Podium. Die Premiere diente den Protagonisten als Beleg: Die DTM hat den ersten Praxistest mit den neuen Regeln bestanden. Im Kampf für mehr Spannung auf der Piste wurden die richtigen Hebel angesetzt. Aber nichr nur Auer und Green durften sich als Gewinner fühlen: Vor allem die Fans auf den Zuschauertribünen und vor dem Fernseher waren beim Auftakt in die DTM-Saison 2017 die großen Gewinner.

„Wir alle können Hockenheim zufrieden verlassen und uns über einen tollen Auftritt der DTM freuen. Mehr Action und Spannung kann man sich kaum wünschen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Rennfahren mit Kampf, Show und Typen, das bot die DTM am ersten Rennwochenende par excellence. Die Aufbruchsstimmung war bei allen Beteiligten spürbar. Alle Maßnahmen griffen. „Insgesamt war es ein unglaublicher Saisonstart für die DTM: In beiden Rennen standen alle drei Marken auf dem Podium und das jeweils mit anderen Fahrern. Besser geht es nicht“, sagte Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett stellvertretend für seine Fahrerkollegen.

Der Pit-View kam bei den Fans sehr gut an
Der Pit-View kam bei den Fans sehr gut an
© DTM | Zoom
Nah dran wie noch nie waren die Besucher an der Strecke, den Autos und den Boxen. Den Fans in Hockenheim wurde einiges geboten und die nahmen die Neuerungen dankbar an. Egal ob Fan-Village mit viel Unterhaltung und Foodtrucks, der Pitwalk am Samstag- und Sonntagmorgen, bei dem man die Boxenstopp-Trainings der Teams miterleben konnte, oder die Fan-Terrasse – für die Besucher war Motorsport zum Greifen nahe. Neben dem bereits etablierten Pitwalk an beiden Renntagen gab es zudem am Samstagabend eine weitere Möglichkeit, eine Stunde lang durch die Boxengasse zu spazieren.

Der absolute Renner des Wochenendes war zweifelsohne der Pit-View. Drei Boxen – eine je Hersteller – standen den DTM-Besuchern mit Fahrerlagertickets offen und erlaubten einen Einblick in die wichtigste Zone der Teams. Von einer Box aus konnten die Fans die Arbeit in den beiden benachbarten Garagen während der meisten DTM-Sessions beobachten. Auch nach vorne hin war der Blick in die Boxengasse frei – und wenn ein DTM-Bolide durch die selbige donnerte, war der Sound der über 500 PS-starken V8-Triebwerke zu hören und zu spüren. Die Fans nahmen es dankbar an. Mit leuchtenden Augen standen sie vor den großen Glasscheiben und drückten sich vor lauter Begeisterung beinahe die Nase platt. Den Mechanikern und Renningenieuren konnte man dabei aus nächster Nähe bei der Arbeit zuschauen. Entsprechend groß war der Andrang.

Von der Fan-Terrasse aus hat man einen sehr guten Blick auf das Geschehen in der Boxengasse
Von der Fan-Terrasse aus hat man einen sehr guten Blick auf das Geschehen in der Boxengasse
© DTM | Zoom
Das Sahnehäubchen auf das Wochenende waren schließlich die beiden Rennen, die mitreißende Überholmanöver, spektakuläre Aufholjagden und puren Rennsport boten. Dank des neuen Regelwerkes reichte der Spannungsbogen jeweils bis ins Ziel. Die neuen Reifen, das Funkverbot aus der Box und weniger Personal beim Boxenstopp sorgten immer wieder für Verschiebungen im Klassement und gaben den Teams zusätzliche Taktik-Optionen. Vor allem aber steht der Fahrer nun mehr im Mittelpunkt als zuvor. Er muss viele Entscheidungen alleine treffen. „Es war alles dabei: Wetterkapriolen, Indy-Re-Start und es ging ordentlich zur Sache“, sagte BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt begeistert nach dem Rennen am Sonntag. Beim zweiten Lauf half der Regen kräftig mit bei der Dramaturgie des Rennens. Aber auch der sonnige Auftakt mit dem Start-Ziel-Sieger Lucas Auer tags zuvor hatte alle Ingredienzien, die das Herz eines Motorsportlers höherschlagen lassen. Das Duell des Mercedes-AMG-Piloten mit BMW-Fahrer Timo Glock auf den letzten Runden hatte die Dramatik eines Hitchcock-Klassikers. „Das war hartes Racing. Das ist es, was die DTM ausmacht“, schwärmte Glock. Anderntags sorgte insbesondere die Premiere des Re-Startes in der zweireihigen Grid-Formation für das Salz in der Suppe: „Das war interessant. Das ist das Ziel, wir brauchen eine gute Show. Wir haben den Pit View, alles geht für die Fans in die richtige Richtung. Wir haben auch Spaß auf der Strecke“, sagte der sonntägliche Sieger im Audi, Jamie Green.


DTM / ND


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