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Fragen und Antworten zur neuen Saison der DTM

Startet am Wochenende in die neue Saison: Marco Wittmann

02.05.2019 (Speed-Magazin.de) Was steht an? Am Wochenende beginnt die 33. Saison der DTM. Wie schon in den vergangenen Jahren steigt der Auftakt in Hockenheim. Gefahren werden zwei Rennen, je eins am Samstag und Sonntag (jeweils 13.30 Uhr).

Was ist neu?

Einiges! Es gibt ein neues Reglement, der alte V8-Motor wird durch ein Turboaggregat abgelöst. Die neuen Wagen haben über 600 PS, das zulässige Leergewicht wurde auf 968 kg abgesenkt. Zudem hat Mercedes, der erfolgreichste Hersteller der DTM, die Serie verlassen und konzentriert sich nun neben der Formel 1 auf die vollelektrische Formel E. Dafür ist Aston Martin nachgerückt. Das Team R-Motorsport setzt vier Fahrzeuge der Briten ein - gefahren unter anderem von dem ehemaligen Mercedes-Werkspiloten Paul Di Resta (Schottland) sowie von Ferdinand von Habsburg (21), Urenkel des letzten österreichischen Kaisers. Es bleibt abzuwarten, ob das Quartett auf Anhieb das Niveau der etablierten Konkurrenten BMW und Audi erreicht. Insgesamt sind 18 Fahrer dabei, zwei von ihnen, Pietro Fittipaldi (Brasilien) und Jonathan Aberdein (Südafrika), starten im Audi für das Kundenteam WRT. Die übrigen Starter sind Werksfahrer.

Wie ist der Modus?

Die DTM kehrt dem alten Modus (55 Minuten plus eine Runde) den Rücken. Stattdessen soll nun pro Rennstrecke eine festgelegte Rundenzahl gefahren werden, woraus sich in etwa eine Renndauer von 58 Minuten ergeben soll. Die Fahrer haben weiterhin die Möglichkeit, ihre Heckflügel flach zu stellen, um das Überholen zu erleichtern (DRS). Außerdem haben die Piloten nun einen "Push-to-Pass"-Knopf auf ihrem Lenkrad. Wird dieser Knopf gedrückt, werden für fünf Sekunden 30 PS zusätzlich freigesetzt. Der Einsatz ist auf maximal 60 Sekunden limitiert. Beide Systeme dürfen eingesetzt werden, wenn der Abstand zum Vordermann maximal drei Sekunden beträgt. Eine Ausnahme bilden die letzten fünf Runden der Rennen: In dieser Zeit dürfen alle Fahrer außer dem Führenden ohne Einschränkung DRS und Push to Pass einsetzen.

Wo wird gefahren?

DTM-Boss Gerhard Berger möchte seine Serie internationaler aufstellen - das zeigt auch der Rennkalender. Nach dem Auftakt in Hockenheim geht es nach Zolder/Belgien (17. bis 19. Mai). Danach folgen Misano/Italien (7. bis 9. Juni), Norisring (5. bis 7. Juli), Assen/Niederlande (19. bis 21. Juli), Brands Hatch/Großbritannien (10. bis 11. August), Lausitzring (23. bis 25. August), Nürburgring (13. bis 15. September) und das Finale in Hockenheim (4. bis 6. Oktober). Zudem kooperiert die DTM mit der japanischen Super GT. Beim DTM-Finale kommen mindestens drei Wagen aus Japan zum Einsatz, im Gegenzug werden mindestens zwölf DTM-Wagen zu einem Show-Rennen mit der Super GT nach Fuji (23. bis 24. November) reisen.

Wer ist Favorit?

Schwer zu sagen angesichts der zahlreichen Neuerungen. Beim Test auf dem Lausitzring war Audi am schnellsten, allerdings sind diese Ergebnisse nur bedingt aussagekräftig. Aufgrund ihrer früheren Erfolge zählen Vize-Meister Rene Rast (Minden/Audi) und Ex-Champion Marco Wittmann (Fürth/BMW) zu den Titelanwärtern. Auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Timo Glock (Wersau/BMW) hat schon mehrfach bewiesen, dass er schnell ist und Rennen gewinnen kann. Ihm fehlte zuletzt die Konstanz. Der Brite Gary Paffett, der 2018 mit Mercedes den Titel gewonnen hatte, fährt in diesem Jahr in der Formel E.

Wo sind die Rennen zu sehen?

Sat. 1 überträgt alle 18 Rennen live. Die Trainingseinheiten und das Qualifying sind zudem per Stream abrufbar.


SID

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