zur Startseite

DTM Zahlen, bitte: Augusto Farfus ist der DTM-Pilot mit der aktuell längsten Durststrecke

Wenn′s mal wieder länger dauert…

27.10.2018 (Speed-Magazin.de) 1.784 Tage musste sich Gary Paffett in Geduld üben. Dann gewann der Mercedes-AMG-Pilot das erste von 20 DTM-Saisonrennen in dieser Saison in Hockenheim. Dass der Brite später auch zum zweiten Mal DTM-Champion werden würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. Am 13. Juni 2013 hatte der 37-Jährige zuvor zuletzt auf dem Lausitzring triumphierte. „Nach der langen Durststrecke ist dieser Sieg ein ganz besonderer“, sagte Paffett.

Eine vergleichbare Wartezeit hat Augusto Farfus aufzuweisen. Der BMW-Pilot ist seit mittlerweile 1.853 Tagen und 85 Rennen ohne DTM-Sieg (Stand: 26. Oktober). Der letzte Triumph von „Gustl“ datiert vom 29. September 2013 in Zandvoort. Damit führt der Brasilianer in dieser Statistik das Feld der Fahrer der Saison 2018 klar an. Erster „Verfolger“ ist Pascal Wehrlein. Der Mercedes-AMG-Pilot genoss das Bad in der Menge zuletzt vor 1.153 Tagen am 28. August 2015 in Moskau. Allerdings fuhr Wehrlein aufgrund seines zweijährigen Abstechers in die Formel 1 in diesem Zeitraum auch nur 27 Rennen.

Mit Nico Müller (851 Tage/48 Rennen), Bruno Spengler (481/31), Mike Rockenfeller (431/26) und Jamie Green (376/21) folgen auf den Plätzen vier Fahrer, denen in der diesjährigen Saison kein oberster Podiumsplatz vergönnt war. Weitere acht Fahrer beendeten 2018 ein Rennen als Erster. Somit ist deren Durst nach Erfolg nicht ganz so stark ausgeprägt. Dies sind in chronologischer Reihenfolge: Timo Glock (173 Tage/18 Rennen), Marco Wittmann (144/12), Edoardo Mortara (124/13), Gary Paffett (103/11), Daniel Juncadella (75/9), Paul Di Resta (61/7), Joel Eriksson (60/6), René Rast (11/0). Drei der 18 Fahrer gewannen noch gar kein DTM-Rennen. Loïc Duval versuchte es die letzten beiden Jahre in 38 Rennen vergeblich sowie die Rookies Philipp Eng und Robin Frijns.

In der Vergangenheit der DTM gibt es für Farfus aber auch ein paar aufbauende Beispiele. Denn der mittlerweile 35-Jährige siegte in seinem ersten DTM-Jahr bereits beim neunten Saisonrennen in Valencia am 30.9.2012 zum ersten Mal. Ganz anders Jörg van Ommen. Beim ersten DTM-Rennen der Geschichte in Zolder stellte er seinen Rover Vitesse 1984 zwar auf die Pole-Position, er wurde letztlich jedoch nur Sechster. Der Beginn einer langen Wartezeit. Acht Jahre und 107 Rennen später sah van Ommen in seinem Mercedes 190E 2.5 Evo2 auf dem Flugplatz in Wunstorf endlich als erster Pilot die Zielflagge. Damit ist er der DTM-Fahrer, der am längsten auf seinen ersten Erfolg warten musste. Ebenfalls sehr lange gedulden musste sich Uwe Alzen. Am 24. September 2000 holte er in seinem 103. DTM-Rennen den ersten Sieg in Oschersleben mit einem Opel Astra V8 Coupé. Aber auch Timo Scheider weiß, was eine Durststrecke ist. 76 Rennen lang blieb der momentane Co-Kommentar der DTM beim TV-Sender SAT.1 ohne Sieg. Am 20. April 2008 platzte bei ihm ebenfalls in Oschersleben der Knoten. In seinem Audi A4 DTM holte er am Ende sogar den Titel.


DTM / AH


Die Mobile-App von Speed-Magazin.de